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Pressemitteilung vom 15.05.2025    

Grüne Westerwald kritisieren Kürzung des ICE-Angebots in Montabaur

Der Kreisverband Westerwald von Bündnis 90/Die Grünen äußert scharfe Kritik an der geplanten Reduzierung des ICE-Angebots am Bahnhof Montabaur. Besonders die Streichung der Frühverbindung nach Köln sorgt für Unmut.

Symbolbild

Montabaur. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2024 wird die zentrale Frühverbindung um 6.54 Uhr von Montabaur nach Köln gestrichen, was bei vielen Berufspendlern auf Unverständnis stößt. "Diese Streichung verschärft eine bereits seit Jahren anhaltende Entwicklung: Schritt für Schritt wurde das Fahrplanangebot am ICE-Bahnhof Montabaur ausgedünnt - sowohl in Richtung Köln als auch Frankfurt. Besonders betroffen ist aber nun die morgendliche Verbindung nach Köln. Für viele Menschen in der Region wird es damit zunehmend unattraktiv, den öffentlichen Fernverkehr auf dem Weg zur Arbeit zu nutzen", erklärt André Butscheike, Sprecher des Kreisverbands Westerwald.

ICE-Verbindungen sehr ausgedünnt
Derzeit gibt es morgens nur noch zwei Verbindungen von Montabaur nach Köln: um 6.21 Uhr (Ankunft 7.09 Uhr) und um 7.49 Uhr (Ankunft 8.33 Uhr). "Zwischen diesen beiden Zeiten klafft eine Lücke von anderthalb Stunden - und keine der verbliebenen Verbindungen ist für Pendler mit typischen Arbeitszeiten wirklich geeignet. Das ist aus unserer Sicht eine klare Verschlechterung und führt dazu, dass viele wieder verstärkt auf das Auto angewiesen sind", so Butscheike weiter.

Auch die Rückverbindungen am Nachmittag sind mit nur zwei Fahrmöglichkeiten (15.51 Uhr und 18 Uhr) sehr begrenzt. Ähnliche Einschränkungen bestehen für die Gegenrichtungen Köln-Montabaur und die Verbindung zwischen Frankfurt-Montabaur, wenn auch nicht in diesem Ausmaß. "Statt attraktive Alternativen zum Auto zu schaffen, wird durch solche Fahrplankürzungen der Individualverkehr faktisch gestärkt", kritisiert Butscheike. Dabei sei der Bedarf vorhanden - gerade in Zeiten einer sich wandelnden Arbeitswelt. "Viele Menschen ziehen bewusst ins Umland, weil Homeoffice eine tägliche Pendelei nicht mehr notwendig macht. Doch gerade dann brauchen sie an den wenigen Pendeltagen zuverlässige und gut getaktete Verbindungen. Wenn die fehlen, wird der ländliche Raum ausgebremst und seine Attraktivität als Wohnort geschwächt."



Grüne fordern Landrat auf, sich aktiv einzusetzen
Der Kreisverband fordert daher, dass sich der Landrat des Westerwaldkreises aktiv für eine Verbesserung des ICE-Angebots bei der Fahrplanerstellung für 2026 einsetzt. "Wir brauchen ein starkes, verlässliches Bahnangebot - für Klimaschutz, für gleichwertige Lebensverhältnisse im ländlichen Raum und für die Menschen, die hier leben. Pendler im unteren Westerwald dürfen nicht abgekoppelt werden", so Butscheike abschließend. (PM/Red)


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