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Pressemitteilung vom 15.04.2025    

Startschuss für die kommunale Wärmeplanung in Höhr-Grenzhausen

Am 10. April versammelten sich zahlreiche Bürger der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen im Jugend-, Kultur- und Bürgerzentrum "Zweite Heimat". Die Veranstaltung ermöglichte ihnen, sich über die geplante kommunale Wärmeplanung zu informieren, die von der Energieversorgung Mittelrhein (evm) und dem Beratungsunternehmen endura kommunal entwickelt wird.

(Foto: Frederic Kruft/Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen)

Höhr-Grenzhausen. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung präsentierten Experten der evm und endura kommunal ihre Pläne zur Entwicklung einer zukunftsfähigen Wärmeversorgung.

Ziel ist es, bis zum Jahr 2045 eine klimaneutrale Wärmeversorgung sicherzustellen, die sowohl nachhaltig als auch wirtschaftlich tragfähig ist. Dabei sollen die lokalen Gegebenheiten und individuellen Bedürfnisse der Bürger berücksichtigt werden.

Herausforderungen und Ziele der Wärmeplanung
Hubertus Hacke von der evm erläuterte in seinem Vortrag, dass die Planer intensiv die bestehende Infrastruktur analysieren. Auf dieser Basis wird eine Wärmestrategie entwickelt, die das Gebiet in verschiedene Wärmeversorgungsgebiete aufteilt. Diese Gebiete könnten für den Betrieb eines Wärmenetzes, eines Wasserstoffnetzes oder für dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen oder Pelletheizungen vorgesehen werden.

Nadine Kuhlmann, Projektleiterin bei evm, stellte den Ablauf der Planung vor. Zunächst erfolgt die Erhebung umfassender Daten über Gebäudealter, Heizsysteme, energetischen Zustand und Sanierungsbedarf. Auch mögliche künftige Wärmequellen wie Geothermie, Solarenergie, Biomasse, Windkraft, Wasserkraft und Abwärme werden bewertet.



Wärmenetze und individuelle Lösungen
In einer Diskussionsrunde, moderiert von evm-Sprecher Marcelo Peerenboom, wurden Fragen der Bürger aufgegriffen, insbesondere zu den Möglichkeiten eines Wärmenetzes. Die evm betonte, dass in vielen Bereichen der Verbandsgemeinde individuelle Lösungen notwendig sein werden. Der genaue Plan wird der Öffentlichkeit bei einer weiteren Veranstaltung präsentiert.

Zukunftsperspektiven für eine nachhaltige Wärmeversorgung
Bürgermeister Thilo Becker erklärte, dass die kommunale Wärmeplanung als Chance gesehen werden sollte, um frühzeitig die Weichen für eine nachhaltige Wärmeversorgung zu stellen: "Irgendwann wird der Zeitpunkt kommen, an dem keine fossilen Brennstoffe mehr verfügbar sind. Es geht uns jetzt nicht um verbindliche Vorgaben, sondern darum, die Möglichkeiten aufzuzeigen, wie eine zukunftsfähige und nachhaltige Wärmeversorgung sichergestellt werden kann."

Weitere Informationen zur kommunalen Wärmeplanung finden Interessierte auf der Website der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen. Dort steht auch eine FAQ-Liste zur Verfügung, die häufige Fragen und Antworten zusammenfasst. (PM/Red)


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