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Pressemitteilung vom 27.03.2025    

Ein Brite im deutschen Zoo: Der Mähnenwolf Buster bezieht neues Heim in Neuwied

Der Zoo Neuwied freut sich über einen besonderen Neuzugang aus Großbritannien. Der junge Mähnenwolf Buster hat nach einer langen Reise und Quarantänezeit seine neue Heimat gefunden.

Ein Mähnenwolfpaar im Zoo Neuwied (Foto: Alexandra Japes)

Neuwied. Zögerlich, den langbeinigen Körper leicht geduckt, kommt das Tier langsam näher. Mit eingezogenem Schwanz, den Kopf mit den großen Ohren leicht gesenkt, nimmt der rotbraune Rüde seinen ganzen Mut zusammen und schnappt sich das angebotene Beutestück. "Buster ist noch jung und außerdem neu bei uns. Da ist es total normal, dass er noch etwas schüchtern ist. Aber man merkt schon, dass er im Grunde ein neugieriges Wesen hat", beschreibt Petra Becker den Mähnenwolf. Buster wurde 2023 im britischen Exmoor Zoo geboren und sollte eigentlich schon im vergangenen Jahr nach Neuwied umziehen. "Leider dauert die Organisation von Tiertransporten aus Großbritannien seit dem Brexit ewig und bringt einen unglaublichen Papierkrieg mit sich", erläutert die Tierpflegerin die Gründe für die Verzögerung.

Busters Herkunft von außerhalb der EU ist auch der Grund dafür, dass der Mähnenwolf die ersten vier Wochen nach seiner Ankunft im Februar isoliert in Quarantäne verbringen musste: Veterinärmedizinische Auflagen machten das notwendig. Der Umzug nach Neuwied geschah auf die Empfehlung des EEP-Koordinators, der die europäische Zoo-Population managt.

Der südamerikanische Mähnenwolf
Mähnenwölfe sind in ihrem natürlichen Lebensraum in Südamerika bedroht, was hauptsächlich am Verlust geeigneter Lebensräume liegt. Mähnenwölfe sind Bewohner offener Graslandschaften wie Chaco oder Cerrado, wo sie trotz ihrer beachtlichen Größe nur auf Kleintiere wie Ratten und bodenlebende Vögel Jagd machen. Dabei bewegen sie sich, anders als die meisten anderen Vierbeiner, im Passgang. Hierbei werden erst nacheinander Vorder- und Hinterbein der einen Körperseite gesetzt, danach kommen beide Beine der anderen Seite dran, was zu einer leicht schwankenden Fortbewegung führt.




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Ein neues Paar im Zoo Neuwied
"Ernährung, Lebensraum und Gangart - mit Wölfen haben diese Tiere abgesehen von der Körpergröße eigentlich nicht viel gemeinsam", lacht die Revierleiterin. "Sie leben auch nicht in Rudeln wie die meisten anderen Raubtiere aus der Hundeverwandtschaft, sondern einzeln oder paarweise." Ein Paar gibt es jetzt auch im Zoo Neuwied wieder zu sehen: Buster ist der neue Partner für Mähnenwölfin Taleia, die seit Februar 2024 alleine war. Nach dem Ablauf von Busters Quarantäne wurde Taleia zunächst von der Mähnenwolfanlage in den linken Teil des Ausweichgeheges gebracht, wo Buster die ersten Wochen in Neuwied verbracht hat, während er nebenan im rechten Teil blieb. Schnell wurde jedoch klar, dass die Chemie zwischen den beiden stimmte und ein direktes Kennenlernen von beiden Tieren gewünscht war. "Seit Anfang der Woche sind die beiden jetzt zusammen und es läuft richtig gut", sagt Petra Becker zufrieden. "Seit Taleia bei ihm ist, ist Buster schon viel weniger schreckhaft und deutlich mutiger geworden."

Während die beiden Partner sich im Ausweichgehege näher kennenlernen, wird die rechts davon liegende Mähnenwolfanlage umgebaut. Es erhält einen neuen Außenzaun sowie ein Vorgehege, mit dem die Anlage unterteilt werden kann. "Damit bereiten wir uns auf die Zukunft vor", erklärt Becker. "Wer weiß, vielleicht haben wir demnächst eine größere Familiengruppe Mähnenwolfe mit quirligen Jungtieren - da sind ein höherer Außenzaun und die Möglichkeit, zwischendurch die Tiere mal zu trennen, auf jeden Fall eine gute Idee." (PM/Red)


Mehr dazu:   Zoo Neuwied  
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