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Pressemitteilung vom 05.02.2025    

CDU-Kreistagsfraktion im Dialog zum Katastrophenschutz im Westerwald

Die CDU-Kreistagsfraktion diskutierte mit Experten und Hilfsorganisationen in Bad Marienberg den Katastrophenschutz im Westerwald. Dabei wurden Lehren aus dem Neujahrs-Blackout gezogen und mögliche Optimierungen für die Region erörtert.

Diskutierten die Schlussfolgerungen des Stromausfalles am Neujahrstag. Auf dem Podium (v.l.n.r.): Gerrit Müller, Oliver Talke, Frank Schiffmann, Stephan Krempel, Thorsten Kraft, Jörg Podlinski und Tobias Haubrich (Foto: Harald Orthey)

Bad Marienberg. Im Januar 2025 kam es in der Region Westerwald zu einem unerwarteten Stromausfall, der die Versorgung und Infrastruktur erheblich beeinträchtigte. Um die Reaktionen und Vorbereitungen der kommunalen und regionalen Katastrophenschutzstrukturen zu analysieren, lud die CDU-Kreistagsfraktion zu einer Gesprächsrunde mit Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Tobias Haubrich sowie Vertretern verschiedener Hilfsorganisationen und der Feuerwehr Bad Marienberg ein.

Der Anlass war der Stromausfall am Neujahrstag, der mehrere Stunden andauerte und vor allem Einrichtungen wie Krankenhäuser und Seniorenheime vor Herausforderungen stellte. Die CDU-Kreistagsfraktion wollte aus diesem Vorfall lernen, um den Katastrophenschutz im Westerwald weiter zu verbessern und auf zukünftige Krisen besser vorbereitet zu sein.

Erfahrungen aus dem Neujahrs-Blackout
Tobias Haubrich berichtete ausführlich über die Abläufe während des Stromausfalls. Besonders im Fokus stand die Notfallversorgung der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, die auf Notstromversorgung angewiesen sind. Die Feuerwehren und Hilfsorganisationen waren mit rund 850 Einsatzkräften im Einsatz, wobei besonders die Absicherung der Senioren- und Pflegeheime eine bedeutende Rolle spielte.

Ein positives Ergebnis war die erfolgreiche Nutzung der bereits eingerichteten Notfalltreffpunkte, die die Zusammenarbeit vor Ort optimierten. Die Vorarbeit der Kartenherstellung und die Identifikation von 493 Warnbereichen ermöglichten eine effektive Nutzung der mobilen Meldeanlagen, die in der Region zur Warnung der Bevölkerung eingesetzt wurden. Trotzdem gab es Kritik an der mangelhaften Kommunikation von Seiten des Stromversorgers. Es wurde betont, dass die Informationen zu Ausfällen und der Rückkehr zur Normalversorgung unzureichend waren.

Koordination der Hilfsorganisationen
Die Vertreter des Technischen Hilfswerks (THW) und der Feuerwehr hoben hervor, dass das THW als Bundesorganisation für den Zivilschutz unterstützend tätig wird, wenn die örtlichen Kapazitäten erschöpft sind. Besonders das THW führte bereits vorsorgliche Erkundungsfahrten durch, um für den Fall eines Stromausfalls gut vorbereitet zu sein. Dazu gehörten auch Überlegungen zur Sicherstellung der Kraftstoffversorgung für Notstromaggregate, die im Ernstfall dringend benötigt werden.



Die Feuerwehr Bad Marienberg konnte mit einer stattlichen Zahl von rund 100 Einsatzkräften helfen. Diese Unterstützung wurde besonders in den Alten- und Pflegeheimen, die während des Stromausfalls auf Notstrom angewiesen waren, sehr geschätzt. Die Tatsache, dass in der Verbandsgemeinde Bad Marienberg eine starke Feuerwehrpräsenz vorhanden war, ermöglichte eine schnelle und koordinierte Hilfe.

Herausforderungen bei der Kommunikation und Infrastruktur
Ein zentraler Punkt der Diskussion war die eingeschränkte Kommunikation während des Stromausfalls. Die fehlende oder eingeschränkte Stromversorgung der Funkmasten führte dazu, dass die interne Kommunikation zwischen den Einsatzkräften und zu den betroffenen Bürgern gestört war. Der CDU-Bundestagskandidat Harald Orthey betonte die Notwendigkeit einer zuverlässigen Notstromversorgung der Funkmasten. Es müsse sichergestellt werden, dass in solchen Krisensituationen eine ausreichende Kommunikation gewährleistet wird, auch wenn die reguläre Stromversorgung ausgefallen ist.

Eine weitere Schwachstelle wurde bei den Tankstellen und Supermärkten identifiziert. Die Notwendigkeit, auch diese wichtigen Versorgungsstellen für den Krisenfall besser vorzubereiten, wurde deutlich. Hier könnten Maßnahmen wie die Vorratshaltung von Kraftstoff und Lebensmittel sowie eine gesicherte Notstromversorgung helfen, die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

Fazit und Ausblick auf zukünftige Maßnahmen
Abschließend stellte die CDU-Kreistagsfraktion fest, dass der Stromausfall am Neujahrstag eine wichtige Lektion für die Region Westerwald darstellt. Die wichtigsten Lehren aus dem Vorfall sollen nun in die zukünftige Planung und die Optimierung der Katastrophenschutzstrukturen einfließen. Landrat Achim Schwickert kündigte an, dass zukünftig zusätzliche Schadensstufen getestet und präventive Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur ergriffen werden sollen. Die Bevölkerung wird durch Mitteilungsblätter und Informationskampagnen zur Eigenvorsorge angeregt.

Die Zusammenarbeit zwischen Kommunalpolitik, Katastrophenschutz und Hilfsorganisationen hat sich während des Stromausfalls als erfolgreich erwiesen und soll weiterhin gestärkt werden. Die Erfahrungen aus dem Neujahrs-Blackout dienen nun als Grundlage, um die regionale Katastrophenhilfe noch besser auf zukünftige Krisen vorzubereiten. (PM/Red)


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