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Pressemitteilung vom 05.02.2025    

E-Mobilität in Rheinland-Pfalz: Herausforderungen und Chancen im Ausbau

Die Elektromobilität gewinnt in Rheinland-Pfalz zunehmend an Bedeutung, doch der Weg zum flächendeckenden Einsatz von E-Autos ist noch lange nicht abgeschlossen. Trotz steigender Zulassungszahlen und wachsender Ladeinfrastruktur bleiben viele Fragen offen.

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

Mainz. Trotz der wachsenden Zahl an Elektroautos und Ladesäulen zögern viele Rheinland-Pfälzer weiterhin beim Kauf eines E-Fahrzeugs. Die Bedenken drehen sich oft um Reichweite und Lademöglichkeiten. Eine Anfrage aus der AfD-Fraktion an das Verkehrsministerium in Mainz liefert aktuelle Zahlen: Anfang 2020 gab es knapp 5.700 batteriebetriebene Pkw, bis Anfang 2024 stieg die Zahl auf über 70.000. Hybridfahrzeuge verzeichneten einen Anstieg von knapp 24.000 Anfang 2020 auf mehr als 136.000 zu Beginn des vergangenen Jahres.

Von den rund 81.500 zwischen Januar und September 2024 neu zugelassenen Pkw hatten laut Statistischem Landesamt etwa 46 Prozent alternative Antriebe - darunter gut 14 Prozent mit reinem Elektroantrieb und 5,5 Prozent mit Plug-In-Hybridantrieb. Dennoch dominieren Verbrennungsmotoren weiterhin die Straßen, mit einer Gesamtzahl von etwa 2,63 Millionen Pkw in Rheinland-Pfalz Anfang 2024.

Die Ladeinfrastruktur zeigt ebenfalls Fortschritte. Der Landesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (LDEW) berichtet von einem Zuwachs auf 420 Megawatt Leistung im zweiten Halbjahr 2024, unterstützt durch mehr Schnelllader. Dennoch sind die Ladesäulen nur zu zwölf Prozent ausgelastet. Horst Meierhofer vom LDEW sieht hierin ein Henne-Ei-Problem: "Es braucht weniger Förderprogramme, die dann wieder eingestampft werden."




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Der Gemeinde- und Städtebund in Rheinland-Pfalz betont die Notwendigkeit eines weiteren Ausbaus, insbesondere in ländlichen Gebieten. Dort sei die öffentliche Ladeinfrastruktur oft unzureichend, trotz der Möglichkeit für viele Privatpersonen, eine Wallbox zu Hause zu installieren. Die Pfalzwerke betreiben bundesweit 1.750 Ladepunkte, davon 555 in Rheinland-Pfalz, und sehen den Ausbau als positiv. Sie fordern jedoch schnellere Genehmigungsverfahren und ein starkes, grünes Energienetz.

Um die E-Mobilität voranzutreiben, seien steuerliche Vergünstigungen sinnvoller als Förderprogramme, sagt Meierhofer. Die Unsicherheit durch gestrichene Bundesprämien und schwankende Strompreise verunsichert Verbraucher. Gleichzeitig sinken Batteriepreise, und technische Fortschritte könnten die Reichweitenangst abbauen. Die Pfalzwerke erwarten eine Erweiterung der Modellpaletten der Autohersteller, besonders bei Klein- und Kompaktwagen, um den steigenden CO2-Vorgaben ab 2025 gerecht zu werden.

(dpa/bearbeitet durch Red)


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