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Pressemitteilung vom 11.12.2024    

Ehrenamt im Wandel: Sportvereine im Land vor großen Herausforderungen

Im Sommer dieses Jahres haben 3.682 ehrenamtlich engagierte Personen aus Sportvereinen in Rheinland-Pfalz an einer Umfrage teilgenommen. Die Studie, durchgeführt von den Sportbünden Rheinland, Pfalz und Rheinhessen sowie dem RheinAhrCampus der Hochschule Koblenz, liefert wichtige Erkenntnisse über die aktuellen Herausforderungen des Ehrenamts.

Symbolbild (Foto: Pixabay)

Koblenz. Die demografischen Veränderungen durch das bevorstehende Ausscheiden der Baby-Boomer-Generation aus den Vereinsvorständen gefährden die Kontinuität vieler Sportvereine. Laut Prof. Dr. Lutz Thieme von der Hochschule Koblenz sind 72 Prozent der Studienteilnehmenden Männer mit einem Durchschnittsalter von 53 Jahren. Diese leisten durchschnittlich 5,7 Stunden Vorstandsarbeit pro Woche zusätzlich zu Beruf und Familie.

Während die Zufriedenheit mit der Arbeit innerhalb des Vereins hoch ist, klagen viele über bürokratischen Aufwand und Zeitmangel. "74 Prozent der Befragten berichten, dass die Anforderungen seit ihrem Amtsbeginn gestiegen sind", erklärte Prof. Dr. Thieme. Trotz dieser Herausforderungen bleibt der Erhalt und die Weiterentwicklung des Vereins ein zentrales Motiv für das ehrenamtliche Engagement.




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Nachfolge im Ehrenamt unsicher
Ein weiteres Handlungsfeld ist die gezielte Ansprache neuer Ehrenamtlicher. Knapp die Hälfte der aktuellen Ehrenamtlichen glaubt nicht, eine Nachfolge zu finden. Fehlende Bereitschaft zur langfristigen Bindung und Zeitmangel werden als Hauptgründe genannt. Nur 56 Prozent der Vereine nutzen persönliche Ansprache als Maßnahme zur Gewinnung neuer Ehrenamtlicher.

Prof. Dr. Thieme betont die Bedeutung klarer Informationen über Aufgaben und Bedarfe, um Interessenten für ein Ehrenamt zu gewinnen. Erfolgreiche Beispiele wie der Einsatz hauptamtlicher Mitarbeiter oder das Ressortprinzip im Vorstand zeigen mögliche Lösungsansätze auf. Die Sportbünde bieten hierzu umfangreiche Beratungsangebote an. (PM)


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