Werbung

Pressemitteilung vom 30.10.2024    

Tradition vs. Umweltschutz: So gelingt ein sicheres Martinsfeuer

Ein Martinsfeuer gehört vielerorts genauso zum St. Martinszug wie die selbstgebastelten Laternen der Kinder. Allerdings sollten ein paar Bedingungen beachtet werden, damit niemand zu Schaden kommt.

Symbolbild (Foto: Pixabay)

Region. In der Zeit um den 11. November ziehen wieder Kinder mit Laternen singend durch die Orte. Mit diesem guten alten Brauch wird an St. Martin erinnert, dessen Ideale in unserer Zeit aktueller denn je sind. Oftmals ist damit auch das Abbrennen eines Martinsfeuers verbunden, das in den dunklen Tagen des Herbstes ein besonderes Erlebnis für Kinder und Erwachsene darstellt. Dabei sollte allerdings der Umwelt- und Tierschutz im Blick behalten werden. Deshalb weist die Umweltabteilung der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises darauf hin, bei der Durchführung des Martinsfeuers einige Rahmenbedingungen zu beachten.

Es ist sehr wichtig, dass zum Entfachen als geeignetes Brennmaterial lediglich Astschnitt, naturbelassenes Holz und Stroh, Papier und/oder Pappe verwendet wird. Behandeltes Holz darf nicht genutzt werden. Auch Öl, Dieselkraftstoff oder gar Altreifen als "Starthilfe" sind strikt untersagt. Ein Einsatz dieser Materialien führt zu erheblichen Schadstoffbelastungen für die Umwelt und zur Gesundheitsgefährdung. Die alte Tradition des Martinsfeuers sollte keinesfalls als Gelegenheit gesehen werden, Abfälle zu beseitigen. Waren derartige Materialien für eine Verwendung vorgesehen, so sind diese auszusortieren und einer fachgerechten Entsorgung zuzuführen. Ein Verstoß gegen die bestehenden Regelungen kann die Einleitung eines Bußgeldverfahrens zur Folge haben.



Bei der Auswahl der Feuerstätte sollte im Hinblick auf weitere Brandgefahren besondere Sorgfalt walten. Abstände zum Wald oder zu anderen Gehölzen sowie Gebäuden und Straßen sind hinreichend groß zu wählen. Ein besonderes Augenmerk erfordern auch die Sicherheitsvorkehrungen beziehungsweise brandschutzrechtlichen Vorgaben, damit das Feuer nicht außer Kontrolle gerät. Eine enge Zusammenarbeit mit der zuständigen Feuerwehr ist deshalb sehr zu empfehlen. Private Martinsfeuer dürfen nicht durchgeführt werden.

Selbstverständlich ist zudem der Tierschutz zu berücksichtigen. Hierfür kann das Holz zunächst gesammelt werden, der Stapel sollte aber so spät wie möglich vor dem Verbrennen aufgeschichtet oder nochmals umgesetzt werden. Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sich in den aufgeschichteten Holz- und Reisighaufen Kleintiere aufhalten, die beim Abbrennen im Feuer sterben oder ersticken. (PM)


Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Theaterfreunde Dernbach feiern 25 Jahre mit "Love Letters"

Mit einer eindrucksvollen Inszenierung von A. R. Gurneys "Love Letters" starten die Theaterfreunde Dernbach ...

Frühlingserwachen an der Westerwälder Seenplatte: Natur hautnah erleben

Der NABU Rheinland-Pfalz lädt in diesem Frühjahr zu besonderen Exkursionen an die Westerwälder Seenplatte ...

Koblenzer Ehepaar rettet historische Bibel vor dem Verfall

Eine wertvolle Bibel aus dem 16. Jahrhundert konnte dank der Unterstützung von Buchpaten restauriert ...

Frühlingserwachen in Hachenburg: Ein Wochenende voller Genuss und verkaufsoffener Sonntag

Frühlingssonne und angenehme Temperaturen lockten die Besucher am Samstag, dem 21. März, zum "Früh im ...

"Montabaur blüht auf 2026" lockte wieder viele Menschen in die Kreisstadt

Es ist schon zur Gewohnheit geworden, von den Wetterverhältnissen in Montabaur eingangs zu berichten, ...

Rheinland-Pfalz-Ausstellung: Expertentipps der Verbraucherzentrale für Besucher

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz präsentiert sich auf der Rheinland-Pfalz-Ausstellung mit einem ...

Weitere Artikel


Biblische Geschichten, Musik und Gespräche: Frauennachmittag in Roßbach

Sich besser kennenlernen und zusammen eine gute Zeit haben – das war die Intention eines Frauennachmittags ...

Mit Gitarre und guter Laune: Herbstschmaus im Stöffel-Park als krönender Abschluss

Kultur und Kulinarik wärmen Körper und Seele. Das gilt auch für den Herbstschmaus, bei dem Speisen und ...

Neue Naturgenuss-Rezeptbroschüre motiviert zum Nachkochen

Leckere Gerichte für Herbst und Winter finden ihre kulinarische Grundlage hierzulande auch in den Lieblingsrezepten ...

Wäller Helfen gewinnt Förderung für Weihnachtsprojekt

Der Verein Wäller Helfen e.V. hat bei der Aktion "Manni macht’s möglich" der Firma Soprema aus Oberroßbach ...

"Thelma – Rache war nie süßer": Kinofilm für Menschen in den besten Jahren

Im Vormittagsprogramm der besonderen Filmreihe von Cinexx Hachenburg und der Westerwälder Kontakt- und ...

Universität Siegen: Vorreiter in der Nutzung von Recyclingpapier

Die Universität Siegen hat sich im Hochschulwettbewerb "Papieratlas 2024" mit einer beeindruckenden Recyclingquote ...

Werbung