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Pressemitteilung vom 25.10.2024    

Westerwaldkreis: Mangel an Gewerbeflächen treibt Unternehmen zur Standortverlagerung

Unternehmen im Westerwaldkreis stehen vor einem erheblichen Problem: Es fehlen Gewerbeflächen. Dieses Defizit führt dazu, dass viele Betriebe Erweiterungen an anderen Standorten planen.

(Foto: IHK Koblenz)

Westerwaldkreis. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz präsentierte die Ergebnisse ihrer Gewerbeflächenumfrage, die vom 18. September bis zum 2. Oktober durchgeführt wurde. Die Umfrage ergab, dass der Mangel an Industrie- und Gewerbeflächen im IHK-Bezirk Koblenz in den letzten Jahren dramatisch zugenommen hat.

Bemerkenswert ist, dass mehr als ein Drittel (35 Prozent) der 140 befragten Unternehmen aus dem Westerwaldkreis angaben, zusätzliche gewerbliche Flächen zu benötigen. Bei 42 Prozent dieser Unternehmen besteht ein dringender oder kurzfristiger Bedarf innerhalb eines Jahres. Über 60 Prozent dieser Betriebe benötigen bis zu 5.000 Quadratmeter, bei 23 Prozent liegt der Bedarf darüber, bis zu 10.000 Quadratmeter. In erster Linie werden die Flächen für Lager (70 Prozent), Büros und Verwaltung (50 Prozent), Stellplätze für Fahrzeuge (42 Prozent) und Produktion (33 Prozent) benötigt.

Die meisten Unternehmen suchen Flächen im Nahbereich, das heißt, maximal zehn Kilometer entfernt von ihrem aktuellen Standort. Allerdings gaben 63 Prozent der Unternehmen mit zusätzlichem Flächenbedarf an, dass dort keine geeigneten Flächen vorhanden sind. Knapp über die Hälfte der Unternehmen gab an, dass sie bei fehlenden Erweiterungsmöglichkeiten am aktuellen Standort ihre Pläne fallen lassen und den Betrieb im aktuellen Zustand weiterführen würden.



Jens Geimer, Vizepräsident der IHK Koblenz, betonte die Tragweite des Problems: "Das ist ein immenses Potential an Wirtschaftsentwicklung, das unserer Region verloren geht." Laut der Umfrage ziehen 37 Prozent der Betriebe sogar eine Erweiterung an einem anderen Standort in Betracht, während 21 Prozent der Unternehmen ernsthaft über eine komplette Betriebsverlagerung nachdenken. Besorgniserregend ist, dass neun Prozent der Betriebe, für welche die nötigen Flächenerweiterungen fehlen, laut der Umfrage sogar die Betriebsaufgabe in Betracht ziehen.

Die Unternehmen gaben zudem an, dass eine gute Verkehrsanbindung und eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur bei der Erschließung neuer Gewerbeflächen unabdingbar seien. Zur Beschleunigung der Genehmigungsprozesse fordern sie weniger Bürokratie und mehr Digitalisierung. Geimer warnte jedoch davor, ineffiziente Verwaltungsvorgänge einfach nur zu digitalisieren: "Das würde zu einer Zementierung der Ineffizienz führen." (PM/red)


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