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Pressemitteilung vom 23.09.2024    

Neue Wege der Fachkräftesicherung - IHK-Bildungsforum will sensibilisieren und aktivieren

Der Fachkräftebedarf im Land ist weiterhin ungebrochen. Die demografische Entwicklung, gekennzeichnet durch stetig kleiner werdende Schulabgängerklassen und gleichzeitig merkliche Verrentungswellen der Generation Babyboomer, wird die angespannte Situation am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zudem noch deutlich verschärfen.

(Foto: Isa Hoffmann Fotografie)

Koblenz. "Die demographische Entwicklung wird vielen Betrieben in den kommenden Jahren Kreativität und ein Umdenken in der Personalrekrutierung abverlangen", sagt Dr. Holger Bentz, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der IHK Koblenz. "Neben der Rekrutierung klassischer Auszubildender aus der Region oder dem Ausland müssen daher auch neue Szenarien gedacht werden." Hierzu bot das IHK-Bildungsforum "Neue Wege der Fachkräftesicherung" Mitte September in der IHK Koblenz rund 100 Teilnehmenden Gelegenheit.

Vorstellung neuer Modelle
Dabei wurden unter anderem neue Modelle wie Teilqualifikationen (TQ) und Validierungen (Valikom-Transfer) vorgestellt. Beide bieten Menschen, die 25 Jahre oder älter sind und bis dato über keine Berufsausbildung verfügen oder in ihrem erlernten Beruf nicht mehr arbeiten (können), die Gelegenheit der Kompetenzfestellung zur späteren Anwendung im Betrieb.

Teilqualifikationen (TQ) bieten in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, schrittweise berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben und am Ende des Prozesses einen Berufsabschluss nachzuholen. TQs sind aus anerkannten Ausbildungsberufen abgeleitet und werden bundeseinheitlich für technische und kaufmännische Berufe sowie verschiedene Dienstleistungsbereiche angeboten. Die schrittweise Weiterqualifizierung von Erwerbspersonen ermöglicht Unternehmen, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und zu beschäftigen.



Im Rahmen von "ValiKom-Transfer" (Validierung non-formal und informell erworbener Kompetenzen) wird Personen mit Hilfe eines standardisierten Validierungsverfahrens die Möglichkeit geboten, ihre beruflich erworbenen Kompetenzen (in Bezug zu einem anerkannten Ausbildungsabschluss) von Berufsexpertinnen und Berufsexperten erfassen, bewerten und zertifizieren zu lassen. Ab 2025 soll ValiKom-Transfer als Validierungsverfahren zur hoheitlichen Aufgabe gem. Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetz (BVaDiG) werden.

Ausbildung auch für Menschen mit Behinderung
Auch zum Thema Inklusion wurden den Besuchern Integrationsmodelle vorgestellt, bei denen die Agenturen für Arbeit in der Regel ein wichtiger Partner für die Unternehmen sind. Die duale Ausbildung ist auch für Menschen mit Behinderung offen. Die Ausbildung kann für diese Zielgruppe auf die besonderen Bedürfnisse angepasst werden, beispielsweise durch Teilzeitausbildung, Ausbildungskooperationen oder durch eine Ausbildung zum Fachpraktiker.

Die IHK Koblenz wird künftig ihre Netzwerkfunktion noch weiter ausbauen, um Betriebe bestmöglich zu unterstützen und gemeinsam mit Bildungsträgern sowie den Ansprechpartnern der Agenturen für Arbeit konkrete Projekte zu realisieren. (PM)


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