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Pressemitteilung vom 27.08.2024    

70 Teilnehmer bei faszinierender Fledermausnacht im Westerwald

Die 28. europäische Fledermausnacht, auch bekannt als "Batnight", lockte am vergangenen Wochenende rund 70 naturbegeisterte Kinder und Erwachsene an den Hausweiher in Steinen. Ausgerüstet mit Taschenlampen und Ultraschalldetektoren erlebten sie spektakuläre Nachtflüge von Wasserfledermäusen und erhielten spannende Einblicke in das Leben dieser bedrohten Tierart.

Wasserfledermaus auf Beutefang. (Foto: NABU/Dietmar Nill - Alle weiteren Fotos: Carola Pfeiffer)

Steinen. Mit dem Einbruch der Dunkelheit begann die Beobachtungstour. Die Wasserfledermäuse sausten blitzschnell und mit halsbrecherisch anmutenden Flugmanövern über die Wasseroberfläche des Hausweihers auf der Jagd nach Insekten. Fledermausexperte Marcel Weidenfeller erklärte den staunenden Teilnehmenden, dass ein Fledermausweibchen mit Nachwuchs jede Nacht satte 2.000 davon braucht. Die Veranstaltung war eine gemeinsame Aktion der NABU Gruppen Hundsangen und Kroppacher Schweiz sowie Christoph Kopper vom Campingpark Hofgut Schönerlen.

Weidenfeller überraschte die Anwesenden mit weiteren faszinierenden Fakten über die Fledermäuse. So fliegen diese Tiere nicht mit ihren Flügeln, sondern mit den Händen. Erst im Jahr 1936 konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass sie sich mit Ultraschall orientieren. Sie stoßen Ultraschalllaute aus, und aus deren Reflexion entsteht in ihrem Kopf ein räumliches Bild ihrer Umgebung samt den darin vorhandenen Beutetieren.

Alle Fledermausarten im Westerwald sind hochgradig gefährdet
Im Westerwald gibt es rund 15 beobachtbare Arten von Fledermäusen, darunter die Abendsegler, die Wasserfledermaus und Langohrfledermäuse. Alle Fledermausarten gelten als hochgradig gefährdet. Manche, wie die Kleine Hufeisennase, sind im Westerwald bereits ausgestorben. Deshalb warb Weidenfeller eindringlich dafür, die Lebensräume der Fledermäuse zu erhalten.




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Bereits zum Ende des Sommers bereiten sich die Fledermäuse auf den Winter vor. Sie verlassen ihre Sommerquartiere, um sich zunächst Schwärmquartiere und danach Winterquartiere zu suchen. Hier im Westerwald seien das oft alte Stollen, erklärte Marcel Weidenfeller, aber auch mal ein Holzstapel oder frostsichere Verstecke.

Trotz eines früheren Endes der Veranstaltung aufgrund eines aufziehenden Gewitters, war die "Batnight" ein großer Erfolg. Karin Rohrbach-Gramsch vom NABU Kroppacher Schweiz resümierte: "Es war beeindruckend zu sehen, wie begeistert die Kinder waren. Die Batnight hat gezeigt, wie wichtig es ist, bereits die Jüngsten für den Naturschutz zu sensibilisieren." (PM/Red)


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