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Pressemitteilung vom 10.06.2024    

Otterland Rheinland-Pfalz? Neustart für den Fischotter

Fischotter sind geschickte Wasserraubtiere und gelten als wichtige Indikatoren für gesunde Fluss- und Wasserökosysteme. Eine Population gibt es in RLP seit dem frühen 20. Jahrhundert nicht mehr. Einzelnachweise gab es selten - in den 1990er Jahren an der Our und in den 2010ern an der Nahe. Früher waren sie in fast ganz Deutschland verbreitet, stehen heute jedoch auf der Roten Liste.

(Symbolbild: Pixabay)

Region. Mit Beginn des Jahres hat die Stiftung Natur und Umwelt (SNU) das Projekt "Otterland Rheinland-Pfalz" gestartet. Im Rahmen des Verbundprojekts "Deutschland wieder Otterland - Die bundesweite Vernetzung von Gewässerlandschaften für den Fischotter" setzt sich die SNU gemeinsam mit weiteren Modellregionen, der DUH (Deutsche Umwelthilfe) und dem UFZ (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung) für die Wiederausbreitung und den Schutz der Fischotter ein.

Das Ziel des Projekts ist es, durch die Vernetzung von Gewässerlandschaften und die Schaffung sicherer Lebensräume die Bedingungen für Fischotter in Deutschland nachhaltig zu verbessern. Gefördert durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt soll das Projekt dazu beitragen, die biologische Vielfalt in unseren Gewässern zu erhöhen und die natürlichen Lebensbedingungen der Fischotter zu verbessern.

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die Sammlung und Analyse von Daten über den Zustand der Gewässer und von Wanderbarrieren. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten, Behörden sowie durch die Einbindung der Öffentlichkeit. Zudem soll durch die Einbindung der Öffentlichkeit sowie weiterer wichtiger Akteure aus dem Fischereisektor das Bewusstsein und die Wertschätzung für die Fischotter und ihre Rolle in unseren Ökosystemen gefördert werden. Zusätzlich werden lokale Vereine, Verbände und Freiwilligengruppen aktiv in das Projekt einbezogen, um ein Netzwerk von Otter-Schützern aufzubauen.



Das Projekt konzentriert sich zunächst auf die Grenzgebiete zwischen Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen. Die Erfahrungen und Daten, die in diesem Projekt gesammelt werden, sollen dazu beitragen, zukünftige Schutzmaßnahmen effektiver zu gestalten und die öffentliche Unterstützung für den Schutz dieser wichtigen Art zu fördern.

Weitere Informationen finden sich hier. (PM)


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