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Pressemitteilung vom 03.05.2024    

Feuerwehreinsatz bei Starkregen: Wasserfluten bedrohen Wohngebiete in Kausen und Dickendorf

Das angekündigte Starkregenereignis am gestrigen 2. Mai erforderte zahlreiche Feuerwehreinsätze in der Verbandsgemeinde (VG) Betzdorf-Gebhardshain. Besonders Kausen war betroffen, wo Wassermassen aus umliegenden Waldgebieten die Gemeindestraßen und Wohnhäuser bedrohten.

Schutz von Wohneinheiten durch den Einsatz von Sandsäcken. (Alle Fotos: Feuerwehr VG Betzdorf-Gebhardshain)

VG Betzdorf-Gebhardshain. Am gestrigen Abend wurden die Feuerwehreinheiten Elkenroth und Steinebach zu routinemäßigen Einsätzen gerufen, bei denen Wassereinbrüche in Wohngebäuden abgearbeitet werden mussten. Nach etwa einer Stunde waren diese Einsatzstellen bereits abgeschlossen.

In Kausen und Dickendorf standen die Feuerwehrleute jedoch vor einer weitaus größeren Herausforderung. Der gesättigte Boden und der anhaltende starke Regen trieben große Wassermassen aus benachbarten Wäldern in die Ortschaften. In Dickendorf drohte zudem ein Bachlauf nach einer Verklausung an einer Fußgängerbrücke über das Ufer zu treten und Gebäude zu beschädigen. Dank des schnellen Eingreifens eines Mitbürgers, der mit einem Bagger Hindernisse aus Wurzeln und Geröll beseitigte, konnte hier größerer Schaden verhindert werden.

Notgräben mit Bagger ausgehoben
Ähnliche Maßnahmen wurden auch auf der anderen Seite von Dickendorf ergriffen. Mit einem privaten Bagger wurden "Notgräben" ausgehoben, die viele Wohnhäuser vor Wassereintritten bewahrten oder zumindest die Schäden minimierten. Aufgrund der zahlreichen Einsatzstellen und ihrer Brisanz wurde auch VG-Wehrleiter Markus Beichler nach Dickendorf alarmiert.



Sandsäcke reichten nicht
Die Feuerwehr Kausen führte bis spät in die Nacht Sicherungsmaßnahmen durch und pumpte zahlreiche Keller aus. Unterstützt wurden sie dabei von einer Fahrzeugbesatzung der Feuerwehr Betzdorf, die Sandsäcke aus dem VG-Lager lieferte. Als selbst dieser große Bestand nicht mehr ausreichte, entsandte der Brand- und Katastropheninspekteur (BKI), Ralf Schwarzbach, auf Anforderung des VG-Wehrleiters ein Mehrzweckfahrzeug der Feuerwehr aus der VG Altenkirchen-Flammersfeld, um Hunderte weitere Säcke zur Einsatzstelle zu bringen.

Erst weit nach Mitternacht beruhigte sich die Lage an den Einsatzstellen, sodass die Einsatzkräfte den Heimweg antreten konnten. Während der gesamten Einsätze war die Feuerwehreinsatzzentrale im Gerätehaus Betzdorf als rückwärtige Führungsunterstützung besetzt. (PM/Red)


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