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Pressemitteilung vom 02.04.2024    

Finanzfallen auf dem Campus: Verbraucherzentrale warnt Studierende vor Finanzprodukten an Unis

Mit Beginn des neuen Semesters mehren sich an den Universitäten wieder die Promotionsstände von Finanzdienstleistern. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt Studierende vor diesen vermeintlich attraktiven Angeboten und rät zur Vorsicht.

Symbolfoto (Foto: Pixabay)

Region. Gerade zu Semesterbeginn, aber auch während der gesamten Vorlesungszeit, sind Promotionsstände oder Seminarangebote von Finanzdienstleistern allgegenwärtig auf dem Universitätsgelände. Ziel ist es, Studierende mit nützlichen Geschenken oder kostenlosen Weiterbildungen so früh wie möglich als potenzielle Kundengruppe zu erschließen. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz rät Studierenden jedoch davon ab, Verträge über Geldanlage- und Versicherungsprodukte abzuschließen, die ihnen auf dem Universitätsgelände angeboten wurden. Besonders ins Visier geraten sind dabei Angebote für Geldanlage- und Versicherungsprodukte, welche oft am Bedarf der Studierenden vorbeigehen.

Die Verbraucherschützer kritisieren in diesem Zusammenhang die Intransparenz und Unflexibilität dieser Produkte. Zudem werden sie als wenig renditebringend und mit unverhältnismäßig hohen Abschluss- und Verwaltungsgebühren behaftet beschrieben. Josephine Holzhäuser von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz gibt zu bedenken: "Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass die Vertriebsmitarbeitenden gezielt Studierende ansprechen und sie mit kostenlosen Seminaren zum Abfassen der Thesis, Bewerbungstraining oder der Anwendung gängiger Software locken."




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Besonders kritisch sehen die Verbraucherschützer die Praxis der Vertriebe, Ratsuchenden häufig eine zu hohe Dynamisierung der Beitragszahlungen in den Versicherungsverträgen unterzuschieben. Diese jährliche Beitragserhöhung verursacht hohe Provisionszahlungen der Versicherer an die Finanzvertriebe und kann langfristig sogar Minusrenditen bewirken.

Ein Produkt, das Studierenden besonders häufig angeboten wird, ist die Basisrente - auch bekannt als Rürup-Rentenversicherung. Sie wird oft als Altersvorsorge kombiniert mit Risikoabsicherung, wie einer Berufsunfähigkeitsversicherung verkauft. Holzhäuser warnt jedoch: "Ein Rürup-Vertrag bindet Vermögen jahrelang, auch in Situationen, in denen man über sein Geld flexibel verfügen möchte, beispielsweise für eine Immobilie, eine berufliche Umorientierung oder eigene Kinder."

Um Studierende besser aufzuklären und vor den Maschen der Finanzdienstleister zu warnen, hat die Verbraucherzentrale nun eine bundesweite Informationskampagne gestartet. Auf ihrer Internetseite https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/finanzberater-campus finden sich wertvolle Informationen für alle, die mehr wissen möchten oder bereits einen Vertrag unterschrieben haben.


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