Werbung

Nachricht vom 02.04.2024    

Auflösung: Dinosaurier am Weltende war natürlich ein Aprilscherz

Von Thomas Sonnenschein

APRILSCHERZ | Der Erdrutsch war in Pracht, nicht am Weltende und – die allermeisten Leser haben es am Datum erkannt - Leider wurde kein Dinosaurier im Westerwald gefunden. Wie die meisten Kommentare in den sozialen Medien bereits dargelegt haben, müssen jetzt auch die Kuriere sagen: "April, April". Nicht alles aber war frei erfunden.

Aprilscherz: Das Foto ist rein KI-generiert. (Quelle: Runway)

Stein-Wingert-Alhausen. Am Weltende bei Alhausen gab es natürlich keinen Fund von Dinosaurierknochen am 1. April (Die Kuriere vermischten erfundene Elemente mit wahren Fakten). Doch auch ohne fossile Überreste urzeitlicher Lebewesen lohnt sich eine Wanderung am Weltende auf jeden Fall. Die Landschaft und die wirklich bizarre Wegführung bietet einen Hauch von Abenteuer, urige Baumwurzeln, eine tolle Aussichtsplattform mit Rastmöglichkeit und führt sogar am Eingang einer alten, stillgelegten Mine vorbei.

Dass der Westerwald aufgrund von Plattentektonik und Kontinentalverschiebung entstanden ist, stimmt ebenso wie die Tatsache, dass an dieser Stelle vor vielen Millionen Jahren ein rund 300 Kilometer breiter Ozean lag. Auch die Entstehung des Basalts und des landschaftsprägenden Schiefers entspricht, wenn auch stark vereinfacht, der Wahrheit.

Echte Experten und Scharlatanerie
Einen Professor der Paläontologie aus Wiesbaden mit dem Namen Orma Dicti gibt es natürlich nicht. Prof. Orma kann man auch als Pro forma lesen und dictus ist lateinisch und kann sowohl "Vorhersage" als auch "Witz" bedeuten.

Wie das Weltende zu seinem Namen gekommen ist, war korrekt wiedergegeben. Ebenso sind die genannten Museen und Institutionen real existent. Natürlich wussten diese nichts von irgendwelchen Knochenfunden, und schon gar nicht wurden auf diesem Wege ehrenamtliche Helfer zur Bergung der angeblichen Fundstücke gesucht.

Die Annahme, DNA könnte aus fossilen Überresten ohne Weiteres gewonnen werden, ist stark übertrieben. Zwar wurden in ganz wenigen Fällen DNA-Fragmente entdeckt, das reicht aber keineswegs aus, um etwa Dinosaurier zu klonen, wie es in Hollywood bei Jurassic Park dargestellt wurde. In den allermeisten Fällen sind keinerlei DNA-Spuren mehr nachweisbar. Immerhin entsprechen die weiteren Knochenfunde von Dinosauriern in Deutschland der Wahrheit.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Fachkraft für Arbeits- und Gesundheitsschutz (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Mittelhof

Gruppenleitung Wohnstätte (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Examinierte Pflegekraft / Schulbegleitung

DRK-Kinderklinik Siegen gGmbH
57584 Scheuerfeld

Meister/Techniker/Obermonteur für Elektrotechnik (m/w/d)

Alhäuser + König Ingenieurbüro GmbH
57627 Hachenburg

Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Aprilscherz: Iocabundusaurus Calendae Neroneum
Viele Kommentatoren in den sozialen Netzwerken haben verschiedene lateinisch anmutende Namen für einen Wäller Dinosaurier zum Spaß vorgeschlagen. Der angeblich wissenschaftliche Name im Artikel indes verwies eindeutig auf einen Aprilscherz: iocabundusaurus Calendae Neroneum. Iocabundus ist lateinisch und bedeutet "Scherz", Calendae bezeichnet den ersten eines Monats und Neroneus war für einige Jahre der römische Name für den April unter Kaiser Nero.

Hier einige Kommentare in den sozialen Netzwerken:
Fast ... Aber nur fast ... 
Ausgerechnet am 1. April
Die Eliten haben das Skelett da drapiert, um die Westerwälder zu verwirren.
Wir haben es dort abgelegt, hat im Garten gestört. 
Dann heute am 1. April (!) alle auf ans Weltende zum Bestaunen
Weltende, lustig wie ihr Westerwald schreibt
Unterschätze den Westerwald nicht

Bis auf wenige Ausnahmen kommentierten die User mit Lach-Smileys. Sie hatten also mit diesem Aprilscherz ihre Erheiterung. Angesichts der vielen Tragödien in der Welt und der Region sind wir sehr froh darüber, auch mal für ein paar heitere Gesichter gesorgt zu haben.

Ernstes Thema: Foto entstand mithilfe von künstlicher Intelligenz
Das Foto übrigens wurde von niemandem infrage gestellt. Dabei existiert es gar nicht. Es wurde von künstlicher Intelligenz direkt im Computer erzeugt. Nichts auf dem Foto ist real. Dies zeigt eindrucksvoll, wie sich die Welt mit einer weiter entwickelten Technologie verändern wird. Wir werden uns in Zukunft kaum noch darauf verlassen können, was für Bilder wir zu sehen bekommen. (Thomas Sonnenschein)


Mehr dazu:   Blaulicht   Wandern   In eigener Sache  
Lokales: Hachenburg & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Sahneblicke-Tour: Wandern und Gewinnen in Limbach

Am Pfingstsonntag, dem 24. Mai 2026, lädt der Kultur- und Verkehrsverein (KuV) zu einer besonderen Wanderung ...

Energie smart steuern: evm lädt zum digitalen Infoabend ein

Am 27. Mai 2026 bietet die Energieversorgung Mittelrhein (evm) einen kostenlosen Online-Infoabend an, ...

Böhmische Klänge im Kurpark von Bad Marienberg

Am 24. Mai 2026 lädt die Tourist-Information Bad Marienberg zu einem musikalischen Ereignis ein. Die ...

Kinder auf Rädern: Kidical Mass in Montabaur setzt Zeichen für sichere Schulwege

Am Samstag (16. Mai 2026) versammelten sich mehr als 100 Kinder, Eltern und Großeltern in Montabaur zur ...

Entdeckungstour auf der Westerwälder Seenplatte

Die Westerwälder Seenplatte bietet Naturfreunden neue Möglichkeiten zur Erkundung. Dank des Projekts ...

Erneute Sachbeschädigungen und Pkw-Diebstahl in Hachenburg

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (19./20. Mai 2026) ereignete sich auf einem Firmengelände in der ...

Weitere Artikel


Das Musikduo Strings2Voices kommt wieder nach Montabaur

Nach dem Konzert vom September 2022, begrüßt das Team von Kultur im Keller erneut die beiden Musiker ...

Osterkonzert mit "Pauken und Trompeten" in der Abtei Marienstatt

Es ist erstaunlich, dass es Frater Gregor Ocist immer wieder gelingt, zu den beliebten Konzerten in der ...

Einblick in das Leben der Orcas und die Entstehung eines Romans in Holler

Ganz besondere Einblicke warteten auf die Gäste der Lesung von Sonja Stock in der Bücherei Holler. Die ...

Erfolgsgeschichte Westerwaldkreis auch im Hachenburger Land spürbar

Der Westerwaldkreis hat sich in den letzten 50 Jahren gut entwickelt und ist gut zusammengewachsen. Diese ...

Ostereierschießen der Schützengesellschaft St. Sebastianus Montabaur wieder ein Erfolg

Eine fröhliche Mischung aus spannendem Wettschießen und gemütlichem Beisammensein prägten auch dieses ...

Lebendiger Abendmahlsgottesdienst mit "Frechblech" in der Musikkirche Ransbach-Baumbach

"Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden!" - Mit diesem österlichen Wechselgruß eröffnete ...

Werbung