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Nachricht vom 30.11.2011    

Zahl der Schüler nimmt weiter ab

Realschulen plus haben gegenüber den früheren Schulformen fast 1.000 Kinder verloren. Bei den Gymnasien halten die Zuwächse weiterhin unvermindert an. So stiegen die Gesamtschülerzahlen im Vergleich zum Vorjahr nochmals leicht an.

Westerwaldkreis. 27.361 Schüler besuchen derzeit die Schulen im Westerwaldkreis.Damit ist im Vergleich zum Vorjahr ein weiterer Rückgang von 552 (2010: 442) Schülern zu verzeichnen. Der Trend, der sich schon in den vergangenen Jahre abzeichnete, verfestigt sich: Die Zahl der einzuschulenden Kinder nimmt kontinuierlich ab. Demnach ist die Zahl der Grundschüler insgesamt auf 7.846 gesunken. Ausgehend vom Schuljahr 2002/2003 (Gesamtzahl 9.575 Grundschüler) bedeutet dies einen Rückgang von knapp 18,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr (2010/11) wurden 264 Kinder weniger (minus 3,3 Prozent) eingeschult. Den demographischen Berechnungen zufolge, werden die Einschulungszahlen bis zum Jahre 2017 weiter rückläufig sein. Im Jahre 2017 werden dann nur noch 1.436 Erstklässler mit Schultüte ausgestattet in den „Ernst des Lebens“ starten.
Bei den weiterführenden Schulen müssen die Daten differenzierter betrachtet werden.
Die Auswirkungen der im Schuljahr 2009/2010 begonnen Schulstrukturreform für den Westerwaldkreis können langsam bewertet werden, da nur noch die Hauptschule und die Realschule in Rennerod den Schritt zur Realschule plus nicht vollzogen haben. Rechnet man die Gesamtschülerzahlen der Hauptschulen, Realschulen und Regionalen Schulen inklusive Duale Oberschulen aus dem Jahr 2008/09 zusammen, wurden in diesen alten Schulformen insgesamt 8.875 Schüler unterrichtet. Im Schuljahr 2011/2012 befinden sich in einer Realschule plus 7.102 Schüler. Mit den 786 Kindern an den beiden Schulen in Rennerod sind dies insgesamt 7.888 Schüler. Das bedeutet, dass die neuen Realschulen plus gegenüber den früheren Schulformen fast 1.000 Kinder verloren haben.
Da bei den Gymnasien weiterhin ansteigende Schülerzahlen zu verzeichnen sind, findet der demographische Rückgang nach wie vor noch ausschließlich in der Realschule plus statt.
Bei den Gymnasien halten die Zuwächse weiterhin unvermindert an. So stiegen die Gesamtschülerzahlen im Vergleich zum Vorjahr nochmals leicht an. Dies bedeutet einen weiteren Zuwachs auf der Basis eines bereits sehr hohen Niveaus. Diese Tendenz ist auch die Ursache für die erheblichen baulichen Investitionen der letzten Jahre durch den Westerwaldkreis als Schulträger bei den Gymnasien in Westerburg und Montabaur.
Durch das jährliche Anwachsen des Evangelischen Gymnasiums in Bad Marienberg um jeweils drei Klassen und künftig des neuen Privaten Gymnasiums in Wirges um jährlich zwei Klassen dürften die Schülerzahlen in diesem Bereich auch in den nächsten Jahren weiter steigen. Während in 2002 die Zahl der Gymnasiasten bei 3.747 lag, sind heute 5.159 Kinder dort zu verzeichnen. Das bedeutet einen Anstieg innerhalb von neun Jahren um 37,7 Prozent.
Dies bedeutet, dass derzeit 39,5 Prozent aller Schüler im Westerwaldkreis ein Gymnasium besuchen. Tatsächlich ist der gymnasiale Wert noch etwas höher, wenn man sowohl die Klassen der vier beruflichen gymnasialen Zweige an den Berufsbildenden Schulen in Montabaur und Westerburg als auch die Integrierte Gesamtschule in Selters mit berücksichtigt.


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