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Nachricht vom 26.02.2024    

Leserbrief zur Insolvenz der DRK Krankenhäuser: "Wo sind die Lösungsansätze zur Akutversorgung?"

LESERMEINUNG | Was wird aus der medizinischen Versorgung bei akuten Fällen rund um Altenkirchen und Hachenburg? Stefan Haßel aus Hattert sieht gegenwärtig keine umsetzbaren Lösungsansätze, wenn das DRK die Pläne für die von der Insolvenz betroffenen Krankenhäuser wie bisher bekannt umsetzt.

LESERBRIEF. "Die medizinische Versorgung der Bevölkerung im Raum Hachenburg und Altenkirchen wird noch ausgedünnter als im Oktober 2023 angekündigt wurde? Jetzt auch keine Bauchchirurgie mehr im Raum Altenkirchen/Hachenburg? Dann muss jeder mit Bauchschmerzen nach Montabaur, Kirchen, Neuwied, Koblenz, NRW...(von Altenkirchen immer eine Stunde Anfahrt). Neben der Geburtshilfe, der Urologie, der Intensivmedizin und Schockraumversorgung ist die Bauchchirurgie im Raum Altenkirchen/Hachenburg von Schließung bedroht?

Favorisiert werden gewinnbringende Wahleingriffe im ambulanten Bereich und in der Endoprothetik? Das Vertrauensverhältnis der Mitarbeiter zur Direktion, den "Verwaltern" und zu dem GBR/VERDI scheint nach der Zustimmung zum Sozialplan nachhaltig gestört, viele fachlich versierte Mitarbeiter haben gekündigt oder die Standorte bereits verlassen. Durch Personalabbau in Küche, Pflege, Handwerk, Hauswirtschaft, Schreibdienste und geringfügig Beschäftigte sollen Millionen eingespart werden?



Umsetzbare Lösungsansätze?
Im Augenblick werden Mitarbeiter bezahlt freigestellt, Boni/Treueprämien stehen an und kostspielige Arbeitsüberlasser werden beschäftigt! Das Krankenhaus Kirchen wird durch Umstrukturierung gestärkt und der GBR Vorsitzende Herr Bruch möchte einen Sitz im Aufsichtrat! Gibt es einen umsetzbaren Lösungsansatz, um die Akutversorgung der Menschen in Hachenburg/Altenkirchen sicherzustellen? Für mich gibt es bisher noch keinen und viele offene Fragen bleiben.

Den Menschen in Altenkirchen und Hachenburg muss klar sein, dass sie in ihren Krankenhäusern, nach den jetzigen Plänen, in Zukunft nicht mehr bei Geburten, Unfallereignissen mit Mehrfachverletzungen und akuten Bauchbeschwerden (Darmverschluss, Blinddarm, Hernien und so weiter) versorgt werden können und weite Wege in Kauf nehmen müssen. Ich wünsche allen im Westerwald: Bleiben Sie gesund!"

Stephan Haßel, Hattert


Mehr dazu:   Lesermeinung   Insolvenz DRK Trägergesellschaft  
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