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Pressemitteilung vom 25.02.2024    

Westerburg steht auf: 500 Menschen demonstrieren für Vielfalt und Demokratie

Unter dem Motto "Westerburg steht auf" versammelten sich rund 500 Menschen auf dem Westerburger Marktplatz, um für eine offene und vielfältige Gesellschaft zu demonstrieren. Organisiert vom "Arbeitskreis Soziales Westerburg", setzten die Teilnehmer ein leuchtendes Zeichen für Demokratie, Zusammenhalt, Frieden, Vielfalt, Respekt und Freiheit.

Die Plakate, welche die Redner in die Höhe halten, zeigen die sechs Begriffe, die im Mittelpunkt der Demo standen und wurden von Schülern der Freien Montessori Schule Westerwald gestaltet. (Alle Fotos: Peter Bongard)

Westerburg. Tatsächlich mit einem Regenbogen am Himmel über dem Westerburger Marktplatz als passendem Symbol, trafen sich rund 500 Menschen zur Kundgebung "Westerburg steht auf". Sie demonstrierten nicht gegen etwas, sondern für etwas, nämlich die Werte einer bunten und offenen Gesellschaft.

Initiiert wurde die Veranstaltung vom "Arbeitskreis Soziales Westerburg", der Vertreter der Stadt und Verbandsgemeinde, Kirchen, Schulen und sozialer Einrichtungen vereint. Im Zentrum des Tages standen die Werte Demokratie, Zusammenhalt, Frieden, Vielfalt, Respekt und Freiheit, wobei jeder kurze Redebeitrag einen dieser Begriffe beleuchtete. "Wir Wäller lieben unsere vielfältige Gesellschaft", erklärte der Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Westerburg, Maic Zimmermann, während seiner Begrüßungsrede, "Eine Vielfalt, die unser Zusammenleben hier im Westerburger Land bereichert und stark macht".

Demokratie
Die Stadtbürgermeister Janick Pape und Markus Hof, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Westerburg, sprachen im Anschluss über das Fundament der Demokratie und betonten die Notwendigkeit, diese zu pflegen, zu schützen und ständig zu erneuern.

Vertreter der regionalen Diakonie Westerwald und des Vereins "Frauen gegen Gewalt" hoben den Zusammenhalt hervor: "Ganz egal, wie Alt und Jung oder Arm und Reich wir sind: Vom Anfang bis zum Ende unseres Lebens sind wir aufeinander angewiesen", sagten sie stellvertretend für die sozialen Einrichtungen der Stadt.

Frieden
Am Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine stand auch das Thema Frieden im Fokus. Die Kirchenvertreter Viola Gräf (Evangelische Kirchengemeinde Westerburg) und Marina Jung (Katholische Pfarrei Liebfrauen Westerburg) betonten dabei, dass Frieden eine Haltung verlangt, die nicht vorschnell verurteilt und ausgrenzt, sondern sich auf den anderen Menschen einlässt.



Vielfalt
Unter den Jugendlichen wurde das Gut der Vielfalt und Respekt diskutiert. Eine Schülerin äußerte ihre Dankbarkeit für die Freiheit, die das Grundgesetz ihr bietet: "Ich möchte mit meinen Freunden - egal, woher sie kommen - Neues erleben, ohne diskriminiert zu werden".

Freiheit
Nadine Bongard, Referentin für gesellschaftliche Verantwortung im Evangelischen Dekanat Westerwald, sprach zum Schluss über die Freiheit: "Für mich ist es ein großes Glück, in diesem Land und in dieser Zeit geboren zu sein. Die Menschen in Deutschland haben nach der Entmenschlichung im sogenannten Dritten Reich unsere freie, offene und demokratische Gesellschaft aufgebaut."

Die musikalische Untermalung des Tages lieferte Dieter Meurer mit Stücken wie "Blowing in the Wind" oder dem Mundart-Stück "Dat Haus, wo Kinner wohne", die den Werten der Demonstration Ausdruck verliehen.

Eine Botschaft
Bei den Menschen in Westerburg kam die Botschaft an: Demokratie ist nicht selbstverständlich. Mit bunten Transparenten und viel Applaus machten sie deutlich, dass sie für die Grundpfeiler unserer Gesellschaft einstehen. Viele Teilnehmer hielten am Ende der Kundgebung farbige Papierhände in die Höhe, machten Fotos und teilten diese unter dem Hashtag #westerburgstehtauf in den sozialen Medien. Ein starkes Zeichen dafür, dass die Region Westerburg so bunt wie ein Regenbogen ist - und bleiben soll. (PM/Red)


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