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Pressemitteilung vom 22.02.2024    

Krötenwanderung: In der Dämmerung Tempo auf den Straßen drosseln

Die Krötenwanderung hat begonnen: Zahlreiche Kröten sind aufgrund der aktuell milden Temperaturen bereits auf dem Weg zu ihren Laichplätzen und überqueren dabei Fahrbahnen - bis zum Frühling werden es Millionen sein. Das ist nicht nur lebensgefährlich für die Amphibien, sondern erfordert auch besondere Umsicht aller Verkehrsteilnehmenden.

Der ACE (Auto Club Europa) weist auf die Krötenwanderungen hin. (Foto: Ursula Hildebrand)

Kreis Altenkirchen/Westerwaldkreis. Dieter Born, Pressesprecher vom Kreisclub Altenkirchen-Westerwald des ACE erklärt, was während der Krötenwanderung im Sinne der Verkehrssicherheit zu beachten ist. Heimische Kröten erwachen aus ihrer Winterstarre, sobald die Nachttemperaturen konstant über fünf Grad Celsius liegen. Dann wandern sie bevorzugt nachts in Richtung der Laichgebiete und machen dabei auch vor vielbefahrenen Straßen nicht Halt. Naturschützende schätzen, dass in jeder Nacht zur Wanderzeit bis zu 10.000 Kröten auf deutschen Straßen unterwegs sind. Für Autofahrende sind sie in der Dunkelheit teils unmöglich zu erkennen. Umso wichtiger ist es laut Born, aktuell in den Abend- und frühen Morgenstunden besonders aufmerksam unterwegs zu sein.

Vor allem rund um Seen, Teiche und Tümpel ist Vorsicht angebracht - Kröten pilgern meist bei feuchter Witterung zu nahegelegenen Gewässern. Vielfach weisen Verkehrsschilder auf die Krötenwanderung hin. Pressesprecher Born rät, Gefahrenzeichen und Tempobeschränkungen sehr ernst zu nehmen und die Geschwindigkeit vorausschauend anzupassen. Wo Kröten wandern, sind helfende Menschen zu erwarten, die beispielsweise Schutzzäune sowie Krötentunnel kontrollieren und Tiere in Sammeleimern in Sicherheit bringen. Daher sei unbedingt auch der Fahrbandrand in den Blick zu nehmen.




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Überfahrene Amphibien machen die Fahrbahn sehr glitschig. Das bedeutet Rutschgefahr für Fahrzeuge, die die Krötenroute passieren. Besonders leicht stürzen auf diesem Schmierfilm Zweiradfahrende. Mit dem Fahrrad, Motorrad und Roller sei an Krötenwandertagen deshalb besondere Vorsicht geboten. Der ACE weist alle Verkehrsteilnehmenden auf die Notwendigkeit hin, auf riskante Brems- und Ausweichmanöver unbedingt zu verzichten. Nachfolgende und entgegenkommende Fahrzeuge seien zu beachten. Es gilt: Bei Kröten auf der Fahrbahn nur kontrolliert bremsen oder ausweichen, wenn sich ausschließen lässt, dass man sich selbst oder andere Verkehrsteilnehmende gefährdet. (PM)


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