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Pressemitteilung vom 07.02.2024    

LinkedIn, Xing und Co.: Karrierenetzwerke rufen Betrüger auf den Plan

Arbeitsuchende wie Berufstätige vernetzen sich auf LinkedIn, Xing und Co. Da Karrierenetzwerke als seriös wahrgenommen werden, sind Nutzer oft überrascht, dass diese Plattformen genauso wie andere soziale Netzwerke von Betrügern missbraucht werden.

Symbolbild (Foto: Pixabay)

Region. Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ) rät dazu, neuen Kontakten mit einem guten Maß an Misstrauen zu begegnen. Handelt es sich um den Wunsch-Arbeitgeber, ist es manchmal schwierig einen kritischen Blick auf das Profil des neuen Kontaktes zu haben. Es lohnt sich jedoch, die Angaben zu überprüfen. Ein Stellenangebot ist wahrscheinlich echt, wenn die Anzeige leicht auf anderen Jobportalen sowie auf der Website des Unternehmens gefunden werden kann. "Diese rufen Sie am besten separat über eine Suchmaschine auf und nicht über einen Link in der Stellenanzeige", so Karolina Wojtal, Co-Leiterin des europäischen Verbraucherzentrums Deutschland.

Auch das Profil des neuen Kontaktes gibt Aufschlüsse über seine Vertrauenswürdigkeit. Erst vor Kurzem erstellte Profile mit auffallend wenigen Kontakten gehören vermutlich nicht wie behauptet einer Person, die seit Jahren für das Personalwesen einer renommierten Firma verantwortlich ist. Der im Profil hinterlegte Lebenslauf sollte auch schlüssig klingen, sonst handelt es sich vielleicht um jemanden, der ein Fake-Profil für kriminelle Zwecke nutzt.

So gehen Betrüger in sozialen Netzwerken vor
Kriminelle versuchen über Karrierenetzwerke personenbezogene Daten zu stehlen. Die sogenannte "Phishing"-Methode kennen viele aus dem E-Mail-Postfach. Dort werden die Nachrichten meistens automatisch als "Spam-E-Mail" aussortiert. Werden Nutzer aber von einem ihrer Kontakte in einem Karrierenetzwerk angesprochen, rechnen sie weniger damit, einen schadhaften Link zugesandt zu bekommen. Schließlich wurden zuerst einige freundliche, vertrauenerweckende Nachrichten ausgetauscht. Doch Betrüger nutzen dieses Einfallstor und lenken ihre Kontakte auf täuschend echt aussehenden Webseiten, denen die Nutzer vertrauen. Im Hintergrund wird allerdings eine Schadsoftware auf dem Computer installiert, die zum Beispiel Passwörter zu E-Mail-Konten oder Online-Banking ausspioniert.



Gelockt wird mit vermeintlich einfachen Jobs, die zu unglaublich guten Konditionen ein ansehnliches Gehalt versprechen. Flexible Arbeitszeiten und Arbeit ausschließlich aus dem Homeoffice klingen leider oft zu gut, um wahr zu sein. Tauchen während des Bewerbungsprozesses Bedenken auf, weil zum Beispiel verlangt wird, im eigenen Namen Bankkonten zu eröffnen oder Geld über das private Konto zu transferieren, sollten alle Alarmglocken schrillen. Hier versucht ein Betrüger, den Bewerber in Geldwäschegeschäfte zu verwickeln. Wojtal empfiehlt: "Betroffene sollten den Kontakt abbrechen und den Nutzer dem Betreiber des Netzwerks melden."

Versucht ein neuer Kontakt, die Unterhaltung auf einen anderen Kanal wie SMS oder WhatsApp zu verlegen, kann es sich um einen Betrugsversuch handeln. Die Unterhaltung wird so nämlich privater und das Betrugsopfer ist für den Betrüger direkt erreichbar, zum Beispiel per Telefon. Durch geschickt geführte Gespräche wird Vertrauen aufgebaut, um dann in eine Falle zu locken. Die angepriesenen "heißen Tipps" sind aber leider nur heiße Luft.

Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland wird immer wieder von Verbrauchern kontaktiert, die über soziale Medien dubiose Jobangebote erhalten haben. Die Verbraucherschützer raten Betroffenen, den Kontakt abzubrechen, wenn sie befürchten, es mit Betrügern zu tun zu haben. Verdächtige Nutzer können dem Betreiber des Karrierenetzwerks gemeldet werden. Wer fürchtet, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, sollte außerdem Beweise sichern (zum Beispiel Unterhaltungen aus einem Chat exportieren oder als Screenshot speichern) und Anzeige bei der Polizei erstatten. (PM)



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