Werbung

Pressemitteilung vom 04.02.2024    

Eine Leidenschaft: Seit 50 Jahren großes Engagement im Kirchenvorstand

Seit stolzen 50 Jahren setzt sich Bruno Hudel aus Willmenrod für "seine" Kirche ein. Eigentlich, so sagt er, müsste er so langsam aufhören: Das Laufen fällt dem 74-Jährigen schwer. Bruno Hudel macht trotzdem weiter. Seit fünf Jahrzehnten ist er im Willmenroder Kirchenvorstand und leistet dort treu seine Arbeit. Auch, wenn sich seit damals einiges verändert hat.

Seit stolzen 50 Jahren ist Bruno Hudel aus Willmenrod im Kirchenvorstand seiner Gemeinde tätig. (Foto: Peter Bongard)

Willmenrod. Früher, sagt Bruno Hudel, gab’s viel mehr Diskussionen mit den Pfarrern. "Im Kirchenvorstand ging’s manchmal ganz schön heiß her. Die Pfarrer hatten es schwer, sich durchzusetzen. Heute ist das humaner. Aber ab und zu vermisse ich diese Diskussionen schon ein Bisschen." Damit kann er aber gut leben. Denn für ihn ging und geht es bei seiner Arbeit im Kirchenvorstand vor allen Dingen um eines: Die Kirchenmitglieder müssen zufrieden sein. Dafür setzen er und die anderen KV-Mitglieder sich ein. "Wir ergänzen uns gut", so Hudel.

"Mir liegen die baulichen Angelegenheiten rund ums Gemeindeleben nicht so - da gibt’s andere, die sich damit besser auskennen. Mein Herz schlägt fürs Gestalten der Gottesdienste und für alles, was mit Büroarbeit zu tun hat."

Das passt. Denn Bruno Hudel hat lange als Betriebswirt in einer Bank gearbeitet. Und in den Gottesdienst geht er immer noch gerne - wenn das Wetter ihm und seinen Beinen keinen Strich durch die Rechnung macht. "Ich mag sowohl die Sonntagsgottesdienste als auch die besonderen, die wir feiern: die "Nacht der Lichter" mit Taizé-Gesängen, zum Beispiel."
In den vergangenen Jahrzehnten hat Bruno Hudel viele Gottesdienste erlebt. Schon als Junge kommt er mit dem Gemeindeleben in Berührung. Seine Mutter ist Hausmeisterin im Gemeindehaus, sein Vater 30 Jahre lang Küster in Willmenrod. Schon früh vertritt Bruno Hudel seinen Papa, falls der mal nicht kann. Mit 23 wird er schließlich Mitglied des Kirchenvorstands - und ist es bis heute. Seitdem hat er acht Pfarrerinnen und Pfarrer kommen und gehen gesehen, hat die Einweihung des Martin-Luther-Hauses erlebt und sich besonders um ältere Gemeindeglieder gekümmert.



Nun brechen für ihn und die gesamte Kirchengemeinde neue Zeiten an: Das Evangelische Dekanat Westerwald bildet Nachbarschaftsräume. Das sind Kooperationsräume, zu denen sich mehrere Kirchengemeinden zusammenschließen - auch die Kirchengemeinden Wallmerod, Gemünden, Westerburg und eben Willmenrod. "Mal sehen, wie das wird", sagt er und hofft das Beste. "Das A und O ist, dass der Pfarrer oder die Pfarrerin nahe am Menschen ist. Die Leute kommen über persönliche Kontakte in die Kirche, über Beziehungen. Der Gemeindebrief alleine reicht da nicht. Diese Beziehungen sollte eine Pfarrperson immer im Blick haben." Bruno Hudel ist dieses Miteinander wichtig. Auch wenn es seine Beine nicht immer zulassen, versucht er so gut es geht den Kontakt zu den Menschen der Gemeinde zu halten - auch zu solchen, die aus Willmenrod weggezogen sind.

Auch das ist für ihn Kirche: Beziehungen pflegen - im Kirchenvorstand, der Gemeinde und darüber hinaus. Selbst nach fünf Jahrzehnten. "Die nächste Kirchenvorstandswahl ist 2027", sagt er und lächelt: "Bis dahin halte ich hoffentlich durch." (PM)


Lokales: Westerburg & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Praxenvielfalt wächst: Neue Therapieangebote stärken Gesundheitsstandort Atzelgift

Mit erweiterten und neuen Therapieangeboten hat sich das Gewerbegebiet in Atzelgift zum Jahresbeginn ...

Westerwälder Rezepte: Kartoffelgratin mit Hähnchenbrust

Wenn man Besuch erwartet, aber die Zeit nicht mit aufwändigem Kochen verbringen will, bietet sich Kartoffelgratin ...

Stunde der Wintervögel 2026: Naturbeobachtung für alle

Vom 9. bis 11. Januar 2026 ruft der NABU erneut zur bundesweiten Vogelzählung auf. Die Aktion ermöglicht ...

Kulturvereine im Westerwald: Netzwerktreffen in Holler

Am 5. Februar treffen sich Kulturschaffende aus der Region Montabaur in der Sport- und Kulturhalle in ...

Spannende Einblicke in die Bergbaugeschichte bei NABU-Winterwanderung

Die traditionelle Winterwanderung des NABU Hundsangen zog auch 2025 zahlreiche Teilnehmer an. Mit der ...

Aktualisiert: Feuerwehr rettet Bewohner aus brennendem Holzhaus

In der Ringstraße in Dreikirchen ist ein Einfamilienhaus in Brand geraten. Die Feuerwehr ist vor Ort ...

Weitere Artikel


Kappensitzung in Marienrachdorf unter weiblicher Herrschaft

Annalena Baerbock hatte als neue Außenministerin einst kundgetan, sie wolle die Außenpolitik femininer ...

Auf der Atzelgifter Karnevalssitzung waren die Affen los

Ob Schauspiele, Büttenreden, musikalische Beiträge oder sportliche Acts - auf der Atzelgifter Karnevalssitzung ...

Karneval der Superlative: 90 Jahre KG Rot-Weiß Malberg

Die 90-jährige Jubiläumssaison der Karnevalsgesellschaft Malberg wurde mit einer farbenfrohen Prunksitzung ...

Buchtipp: "Sina Seestern" von Charlotta Pauly

Charlotta Pauly ist der Künstlername der Autorin, die leidenschaftlich gern illustriert. Sie wurde 1978 ...

Feuerwehreinsatz in Boden: Brand einer Mülltonne verursacht Schäden im vierstelligen Bereich

Ein Brand in der Beulstraße von Boden führte am Samstag (3. Februar) zu einem Großeinsatz der Feuerwehr. ...

"Pink Ladies" waren in Wirges außer Rand und Band

Die "Ladies Night" der "Wirgeser Karnevalsgesellschaft 1954" (WKG) nimmt von Jahr zu Jahr immer mehr ...

Werbung