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Nachricht vom 13.11.2011    

Musik als Schlüssel zur Demenz

Ein Vortrag für Angehörige und Interessierte im Westerburger Gertrud-Buchner-Haus thematisiert die Wechselwirkungen von der Wahrnehmung von Musik und dem Krankheitsverlauf bei Demenzpatienten.

Margit Chiera empfiehlt den Einsatz von Musik bei Demenz.

Westerburg. Musik kann einen an Demenz erkrankten Menschen auf einer sehr individuellen und emotionalen Ebene ansprechen. Die Reaktion auf klangliche Außenreize und die emotionale Ansprechbarkeit bleiben im Krankheitsstadium bis zum Tod erhalten. Der Pflegestützpunkt Westerburg-Rennerod bietet am Mittwoch, 30. November von 15 bis 16 Uhr im Gertrud-Bucher-Haus, Hilserberg 26, in Westerburg dazu eine Veranstaltung an. Margit Chiera, Soziale Betreuung im Gertrud-Bucher-Haus, stellt unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten von Musik bei der Beschäftigung an Demenz erkrankten Menschen vor.

„Musik bietet eine alternative Form, um Zeit zu strukturieren, wenn die unmittelbare Handlungserinnerung versagt“, meint Chiera. Musik habe Einfluss auf das autobiographische Gedächtnis, auch könne man damit die kognitiven Fähigkeiten erhöhen. Die Demenz-Forschung hat festgestellt, dass täglich 30 Minuten körperliches Training mit Musik innerhalb von drei Monaten den Mini-Mental State Examination (MMSE), einen Demenzerkennungstest, verändert. Es gibt vielfältige Einsatzmöglichkeiten mit Musik. An diesem Nachmittag werden speziell für Angehörige, die einen Demenzerkrankten in der Familie betreuen, Ideen für den alltäglichen Gebrauch aufgezeigt. Im Anschluss daran gibt es die Möglichkeit in einer gemütlichen Kaffeerunde bis 17 Uhr sich auszutauschen.



Die kostenfreie Veranstaltung findet im Rahmen „Redezeit für Angehörige von Demenzkranken“ in Kooperation mit dem Netzwerk Demenz Westerburg-Rennerod statt. Regelmäßig, einmal im Monat, immer mittwochs in einer der umliegenden Senioren-Einrichtungen finden regelmäßige Treffen statt. Anmeldung und weitere Informationen gibt es bei Sybille Stuart, Pflegestützpunkt Westerburg-Rennerod und Bad Marienberg, Hergenrotherstraße 2, in Westerburg, Telefon: 02663/ 9170433. Der Pflegestützpunkt ist in jeder Verbandsgemeinde eine kostenlose und neutrale Beratungsstelle für alte, kranke, behinderte und pflegebedürftige Menschen. Die Mitarbeiter kommen auch für eine Beratung nach Hause.


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