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Nachricht vom 01.12.2023    

Truck Stop verwandelte die Stadthalle in Ransbach-Baumbach in einen Western-Saloon

Von Wolfgang Rabsch

Wer geglaubt hat, im Westerwald gäbe es keine Westernfans, der hat sich arg getäuscht. Etwa 500 Besucher in der Stadthalle von Ransbach-Baumbach verbreiteten von Beginn an beim Konzert von Truck Stop eine Wahnsinnsatmosphäre. Jeder Song der Countryband wurde frenetisch abgefeiert und lauthals bejubelt.

Western-Kult in Ransbach-Baumbach. (Alle Fotos: Wolfgang Rabsch)

Ransbach-Baumbach. Viele Besucher kamen in typischer Westernkluft, Cowboystiefel, Lederwesten und Cowboyhüte, sogenannte Stetsons waren angesagt. Der Wunsch des Publikums, sorgenfrei Party zu feiern und alles Negative an der Garderobe abzugeben, wurde von der Band zu 100 Prozent erfüllt. Die Band unterließ es, zu den brennenden aktuellen Geschehnissen in der Welt politische Statements abzugeben, so wie es im Fernsehen und bei anderen Konzerten immer wieder an der Tagesordnung ist.

Eine Band mit großer Vergangenheit
Truck Stop wusste genau, was die Fans erwarteten - diese wurden nicht enttäuscht. Bereits beim Betreten der Bühne wurde die Band mit ohrenbetäubendem Jubel begrüßt. Die Vorschusslorbeeren nahm die Band dankbar auf und ritt fortan auf einer Woge der Begeisterung durch die Stadthalle. Das Publikum wurde Zeuge eines besonderen Konzerts, denn Truck Stop feierte das 50-jährige Bestehen der Band, die 1973 in Hamburg gegründet wurde. Von den Gründungsmitgliedern spielt nur noch Teddy Ibing aktiv mit, die anderen sind größtenteils inzwischen verstorben. Die Band war in den 70-er Jahren absoluter Kult und hat sich diesen Nimbus bis zum heutigen Tag bewahrt. Der Countrystyle schwappte in den 70-er Jahren von Amerika nach Europa über, dabei ganz speziell nach Deutschland.

"Wir sind stolz darauf, was wir auf unserem Weg erreicht und wir freuen uns darüber, dass die Fans und die Medien uns zur erfolgreichsten deutschen Country-Band aller Zeiten gekürt haben", sagte voller Stolz Teddy Ibing, das Urgestein der Band.

Nach fünf Jahrzehnten im Musikgeschäft kann die Band auf eine mehr als beachtliche Historie zurückblicken. Truck Stop ist eine Legende und unbestrittener Vorreiter der deutschsprachigen Country Musik: Mehr als 45 Studioalben hat die Band seit 1973 veröffentlicht, dabei über 20 Millionen Tonträger verkauft. Bei weit über 6.000 Konzerten und Festivals in Deutschland, Österreich und der Schweiz stand die Band auf der Bühne.



Hit auf Hit pushte das Publikum
Zurück zum Konzert: Truck Stop hatte einen geschickten Mix von ihren Superhits aus den Anfangsjahren in Verbindung mit neuen Songs aufgestellt, der das Publikum restlos zufriedenstellte. Bei den alten Hits war sogar noch eine Steigerung festzustellen, zum Beispiel bei "Ich möcht´ so gern Dave Dudley hörn", oder "Der wilde, wilde Westen", oder "Die Lady und der Tramp", oder "Take it easy", oder "Old Texas town". Die Erkennungsmelodie für die Vorabendserie "Großstadtrevier" stammt ebenfalls von Truck Stop (Große Haie, kleine Fische…).

Zu Beginn des zweiten Teils des Konzerts hatte die Band einen Heidenspaß, mal so richtig abzurocken, indem sie "Hello Josephine", im Original von "Fats Domino", interpretierten. Es ist nicht übertrieben, zu sagen, da ging im Saal die Post so richtig ab. Mit dem Song "Danke für Nix" besang die Band, wie die Menschen von Politik, Versicherungen, der Werbung, aber auch von Freunden und Bekannten, oft belogen werden.

Nach zweieinhalb Stunden neigte sich das Konzert dem Ende zu, doch die Band ließ sich nicht zweimal bitten, noch einige Zugaben zu spielen. An diesem Abend passte einfach alles zusammen, die Band hatte Lust zu spielen und die Fans hatten nur eines im Sinn: feiern, singen und tanzen. Es gab wohl niemanden, der nicht glückselig sich auf den Nachhauseweg machte, noch ganz unter dem Eindruck, Teil eines ganz besonderen Konzerts gewesen zu sein.

Truck Stop spielte in folgender Besetzung:
Wolfgang "Teddy" Ibing, (Schlagzeug, Unterhaltung) und Knut Bewersdorff, (Pedal Steel, Dobro, Gesang, Gitarre), Frontmann Sänger und Gitarrist Andreas Cisek, David Rick (Lead-Gitarre), Tim Reese (Fiddle, Gitarre, Banjo und Mandoline) und Uwe Frenzel (Bass, Akkordeon, Chor) mit auf der Bühne. (Wolfgang Rabsch)


Mehr dazu:   Veranstaltungsrückblicke  
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