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Nachricht vom 02.11.2011    

Verlagsgründer und Chefredakteur Reinhard Schmidt ist tot

In eigener Sache: Verlagsgründer und Chefredakteur Reinhard Schmidt starb am 31. Oktober mit 63 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit. Für uns alle noch unfassbar ist sein so rascher Tod. Am Samstag, 5. November ist die Abschiedsfeier für Reinhard Schmidt in Wissen.

Wir sind alle sehr traurig, Reinhard Schmidt starb viel zu früh mit 63 Jahren.

Wissen. In eigener Sache: Verlagsgründer und Chefredakteur Reinhard Schmidt starb am 31. Oktober mit 63 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit. Für uns alle noch unfassbar ist sein so rascher Tod.

Wir, das Mitarbeiterteam, haben nicht nur einen Geschäftsführer und Chefredakteur verloren, sondern auch einen Freund. Mit dem Versprechen, dass seine Ehefrau Helga ihm gab, sein Lebenswerk, die Herausgabe der Netzzeitungen AK-Kurier, NR-Kurier und WW-Kurier fortzusetzen, wird er immer da sein – in unseren Köpfen und Herzen.

Reinhard Schmidt entschloss sich nach seiner Kündigung als langjähriger Redakteur des Mittelrhein-Verlages Koblenz die Hände nicht in den Schoß zu legen. Sorgfältig wurde die Verlagsgründung vorbereitet. Damals im Jahr 2006 half mit vielen Ratschlägen der leider auch zu früh verstorbene Rainer Blaeser. Mit seinem Sohn Peter Blaeser, der das kaufmännische Wissen und seine IT-Spezialkenntnisse einbrachte und ebenfalls als Geschäftsführer tätig ist, wurde die RS-RegioMediaServices Ltd. & Co KG mit Sitz in Wissen im Februar 2007 gegründet. Gemeinsam wurde das Layout entworfen, die Seite von Hand erstellt und die ersten Artikel gingen ins Netz.

Die ersten Anzeigen kamen von mutigen Firmen aus Wissen, welche dem jungen Unternehmen und seiner Zukunft vertrauten. Es war ein schwieriger Anfang – wenn man heute zurückschaut.
Reinhard arbeitete als Redakteur im Büro in Wissen, er fuhr zu den wichtigen Terminen und Pressekonferenzen, redigierte zugesandte Artikel und stellte ein. Es gab für ihn keine geregelten Arbeitszeiten mehr, es machte ihm Spaß, denn jeden Tag stiegen die Zugriffszahlen und es gab viel Zustimmung, sowohl von Lesern aus der Region, aber auch aus aller Welt von regelmäßigen Nutzern, die eine Beziehung in den Landkreis Altenkirchen haben und sich über die kostenlose Netzzeitung sehr freuten.

Schnell wurde klar, alleine schafft Reinhard die Fülle an Terminen nicht mehr und die ersten freien Mitarbeiter wirkten beim AK-Kurier mit. Das war 2008 der Fall und das Unternehmen wuchs und ging auf Erfolgskurs. Zum 60. Geburtstag gönnte sich Reinhard mit Helga noch einmal Urlaub im geliebten Namibia.



Reinhard Schmidt, Journalist und Redakteur mit hohem Anspruch an eine sorgfältige Berichterstattung, hatte immer den Leser im Blick. Seine besondere Liebe galt der deutschen Sprache, so mancher von uns im Team musste hin und wieder seine Belehrung und manchmal auch harte Kritik ertragen. Sie wird uns auch fehlen. Auch Anglizismen waren ihm verhasst, Floskeln schätzte Reinhard in den Berichten überhaupt nicht. Fair im Umgang mit Themen und Menschen, unbestechlich in seiner journalistischen Arbeit, da gab es keine Kompromisse.

Sein Wissen und seine Tipps werden uns fehlen, seine Ideen und sein Tatendrang, Dinge zu optimieren und immer noch besser zu werden. Wir bitten unsere Anzeigenkunden und unsere Leser um Verständnis, wenn in den letzten Wochen die Aktualität nicht immer gewährleistet war, und in den nächsten Tagen wird auch nicht alles optimal sein.

Reinhard Schmidt, geboren in Kirchen, war auch seiner Heimat, den Menschen, Vereinen und Institutionen im Landkreis verbunden. Mit ein Grund, das in den Ausgaben gerade die Vereine eine Plattform erhalten, die in den üblichen Medien kurz oder gar nicht mehr vorkommen.

Es gab die große Liebe zum südlichen Afrika, insbesondere Namibia. Das Land sollte die Zukunft mit Ehefrau Helga für den letzten Abschnitt des Lebens auf dieser Erde sein. Dort trauern Freunde ebenso wie hier in der Region die Familie und Freunde. "Der Tod kann die Liebe nicht besiegen", hat Reinhard oft frei nach Cicero gesagt (Reinhard sagte es übrigens in lateinischer Sprache), wenn es mal eng im Leben wurde und Tod und Trauer das Leben verdunkelten.

Am Samstag, 5. November, um 11 Uhr, gibt es eine Abschiedsfeier für unseren Chefredakteur und Firmengründer Reinhard Schmidt. Im Bestattungshaus Heer in Wissen, Köttinger Weg 29-31, ist jeder willkommen, der von Reinhard Abschied nehmen will. Allerdings war es immer sein Wunsch, dass die Leute nicht in klassische Rituale verfallen und in Trauerkleidung kommen. Er selbst hasste aufgesetzte Rituale zutiefst und beugte sich nur ungern solchen Dingen.


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Kommentare zu: Verlagsgründer und Chefredakteur Reinhard Schmidt ist tot

3 Kommentare

Mit Entsetzen ereilte uns am gestrigen Abend die Nachricht vom Tode des Chefredakteurs des Altenkirchener Kuriers, Reinhard Schmidt. Wir, die Mitglieder der RK Wisserland und ihrer Ortsverbände Brachbach/Kirchen/Mudersbach, Betzdorf - Gebhardshain und Daaden werden ihm ehrend gedenken. Immer ansprechbar und nie um Aushilfen verlegen, stand er mit Rat und Tat bei der Pressearbeit, insbesondere bei kritischen Berichterstattungen, dem RK - Pressewart zur Seite. Seine Hilfe und profunden Kenntnisse als Journalist werden uns fehlen. Frau Wienand-Schmidt wünschen wir alles erdenklich Gute in schwieriger Zeit.
Für den Vorstand der RK Wisserland 1992 e.V.
Axel Wienand
#3 von Axel Wienand, am 03.11.2011 um 14:51 Uhr
Zeitspanne der (besten und einzigen) Freundschaft war ueber 60 Jahre und ist nicht tot.
"Maenni, Alter, wir sehen uns"
#2 von Volker Weyel, am 03.11.2011 um 14:51 Uhr
Mir fehlen die Worte. Tschüss Ex-Kollege!
#1 von Roland Flier, am 03.11.2011 um 10:41 Uhr

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