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Pressemitteilung vom 09.11.2023    

Siegener Kinderklinik informiert anlässlich des Welttages der Frühgeborenen

Gerade bei Frühgeborenen werden alle Beteiligten in den Wochen und Monaten nach der Geburt vor viele Herausforderungen gestellt. Doch damit sind sie nicht alleine. Ein großes Team an Spezialisten der DRK-Kinderklinik Siegen hilft sowohl den Frühchen als auch deren Familien dabei, den Frühstart nicht zum Fehlstart werden zu lassen.

Die Siegener Kinderklinik - angestrahlt in lila anlässlich des Tag des Frühgeborenen. (Foto: DRK-Kinderklinik Siegen)

Siege. Doch wann genau spricht man von einem Frühchen? Während ein gesundes Neugeborenes bei Geburt durchschnittlich ein wenig mehr als 3.000 Gramm wiegt und etwas über 50 Zentimeter groß ist, kommen rund 60.000 Mal im Jahr in Deutschland Kinder zur Welt, die wesentlich kleiner und leichter sind: Die Gruppe der Frühgeborenen, das heißt vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche geborenen Kinder. Um für die besonderen Bedürfnisse und Nöte der Kinder und Ihrer Familien Aufmerksamkeit zu schaffen, wird weltweit jedes Jahr am 17. November der Tag des Frühgeborenen begangen.

Frühgeborene der Region werden im Perinatalzentrum Siegen in der Geburtshilfe des Diakonie Klinikums Jung-Stilling geboren, aber auch aus anderen Geburtshilfen übernimmt das Team der Neonatologie der DRK Kinderklinik um Chefarzt Markus Pingel kranke Neugeborene zur weiteren Versorgung in die beiden neonatologischen Intensivstationen.

Dank der hochspezialisierten intensivmedizinischen Versorgung und Pflege entwickelt sich der Großteil der rund 700 jährlich versorgten kranken Früh- und Neugeborenen so gut, dass sie die Klinik Wochen beziehungsweise Monate später nach Hause entlassen können. Chefarzt und Neonatologe Markus Pingel schildert die Erstversorgung solcher Frühgeborenen im Gespräch: "Frühgeborene stellen für unsere Teams immer eine ganz besondere Herausforderung dar. Dabei sind wir inzwischen auch mal bei Geburtsgewichten von 300 bis 400 Gramm, die eine intensive 24/7-Versorgung über einen langen Zeitraum benötigen. Dabei vergessen wir die Familie als solches, sprich Mutter, Vater und Geschwister mit ihren Sorgen und Nöten nie, sondern betreuen auch diese professionell."

In 2022 hat das Team der Neonatologie der DRK-Kinderklinik mehr als 700 Früh- und Neugeborene aus den umliegenden Geburtskliniken intensivmedizinisch versorgt, 43 davon gehörten zu der kritischen Gruppe mit einem Gewicht unter 1.250 Gramm.




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Obwohl die Zahlen deutschlandweit die Frühgeborenen als eine der größten Kinderpatientengruppe abbilden, werden Probleme und Risiken für die weitere Entwicklung dieser Kinder nicht in entsprechendem Maß wahrgenommen. Daher machen jedes Jahr rund um den 17. November Kliniken und Eltern auf der ganzen Welt auf die Belange von Frühgeborenen und ihren Familien aufmerksam. Die Selbsthilfegruppe "klitzeklein" der Kinderklinik, die von engagierten Pflegekräften organisiert wird, lädt schon seit vielen Jahren zum Welttag des Frühgeborenen ein.

Am Samstag, 18. November, von 15 bis 17.30 Uhr sind alle ehemaligen Frühchenfamilien im Bistro Max der Kinderklinik gern gesehene Gäste. Hier gibt es für die Kleinen ein entsprechendes Unterhaltungsprogramm mit Betreuung, so dass die Eltern sich mit anderen Betroffenen und den Spezialisten der Klinik einmal in Ruhe über die bisherige Entwicklung, alltägliche Herausforderungen, aber auch besondere Erlebnisse in den letzten Jahren austauschen können. Für das leibliche Wohl aller Besucher ist ebenfalls gesorgt. "Wir freuen uns, nach der schwierigen Corona-Zeit wieder einmal bekannte Gesichter zu sehen. Unser Treffen ist eine tolle Möglichkeit, sich ungezwungen kennenzulernen und auszutauschen", so Birgit Schlechtingen von "klitzeklein". Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Im Zusammenhang mit dem Tag des Frühgeborenen wird die DRK-Kinderklinik Siegen lila leuchten. Die Idee zur Beleuchtung von exponierten Gebäuden auf der ganzen Welt stammt ursprünglich von der amerikanischen Organisation March of Dimes und erfreut sich eines immer größer werdenden Zuspruchs. Auch in Deutschland erstrahlten bereits das Heidelberger Schloss und das Bettenhochhaus der Charité am Abend des 17. November in der Farbe Lila. (PM)


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