Werbung

Pressemitteilung vom 11.10.2023    

Bilanz der Lebensmittelüberwachung 2022: Proben selten gesundheitsschädlich

Beruhigende Nachrichten für Verbraucher: Bei Kontrollen im Lebensmittelbereich werden nur äußerst selten gesundheitsschädliche Auffälligkeiten ermittelt. Das geht aus der Bilanz der Lebensmittelüberwachung 2022 hervor.

(Symbolbild: Pixabay)

Region. "Unsere Lebensmittel sind sicher. Dafür sorgen die Lebensmittelkontrolleure der Stadt- und Kreisverwaltungen gemeinsam mit den und Mitarbeitern des Landesuntersuchungsamtes (LUA). Sie kontrollieren jährlich tausende Betriebe, entnehmen Proben auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette, und die Sachverständigen des LUA untersuchen die Proben im Labor. Auch die Bilanz aus dem vergangenen Jahr zeigt: Eine Gesundheitsgefahr geht selten von Produkten aus. Beanstandungen betreffen überwiegend Kennzeichnungsfehler", sagte Umweltministerin Katrin Eder am Montag in Mainz auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Landesuntersuchungsamt (LUA) zur Vorstellung der Lebensmittelüberwachungsbilanz.

Das Ergebnis der Bilanz: Von insgesamt 19.430 untersuchten Proben wurden im vergangenen Jahr 2.167 beanstandet. Mit elf Prozent war diese Beanstandungsquote damit unverändert auf dem Niveau der Vorjahre. "Um das Maß an Sicherheit weiterhin so hoch wie möglich zu halten, prüfen die Kontrolleurinnen und Kontrolleure risikoorientiert. Das bedeutet zum Beispiel: Je verderblicher und keimanfälliger die gehandelten Produkte sind und je größer dessen Vertriebsradius ist, desto häufiger wird der Betrieb kontrolliert", so Eder.

Falsche oder irreführende Kennzeichnung
Die überwiegende Mehrzahl der Beanstandungen betraf eine falsche oder irreführende Kennzeichnung. Betroffen waren vor allem Produkte, die relativ neu am Markt sind. Der Leiter der Abteilung Lebensmittel, Bedarfsgegenstände, Kosmetika am LUA, Dr. Thomas Bonk sagte: "Bei veganen Ersatzprodukten für Fleisch oder Fisch kommt es beispielsweise immer wieder vor, dass sie wegen irreführender Kennzeichnung nicht den Leitsätzen entsprechen. Das ist der Fall, wenn von veganer Salami die Rede ist, aber nicht von veganer Wurst nach Salami-Art.

Beanstandungen, die auf tatsächlich gefährliche Produkteigenschaften wie beispielsweise Fremdkörper oder gravierende hygienische Mängel zurückzuführen sind, waren auch 2022 sehr selten. Unter den 19 als gesundheitsschädlich beanstandeten Proben fanden sich drei Proben mit Fremdkörpern wie Draht oder Kunststoffsplitter.



Elf der gesundheitsschädlichen Proben waren aus mikrobiologischer Sicht bedenklich. Hier wurden Listerien beispielsweise in Nudelsalat, Shigatoxin-bildende E.coli Bakterien (STEC) in Tabuleh und Salmonellen in Proben aus einer Speisegaststätte nachgewiesen. Drei als Lebensmittel verkaufte Proben Kautabak wurden aufgrund ihres Nikotingehalts beanstandet. Im Bereich Kosmetik war ein Hautbleichmittel wegen eines Hormonzusatzes auffällig. Eine Probe Speisekartoffeln überschritt den Grenzwert eines keimhemmenden Wirkstoffs eines Pestizids.

Risiko für Verbraucher kommunizieren
"In diesen 19 Fällen wurden von den Kommunen Rückrufe der betroffenen Chargen veranlasst und überwacht. Sobald ein Risiko für Verbraucher besteht, ist es wichtig, dass die Produkte erst gar nicht in Umlauf gelangen oder schnellstmöglich aus dem Verkehr gezogen und die Bürger gewarnt werden. Das ist vor allem für Kinder, ältere Menschen und Menschen mit schwachem Immunsystem sowie Schwangere wichtig. Deshalb informiert das LUA auch auf der Website lebensmittelwarnung.de öffentlich über Beanstandungen und tauscht sich mit anderen Behörden über das europaweit aktive Lebensmittel-Schnellwarnsystem RASFF (Rapid Alert System for Food and Feed) und das Schnellwarnsystem RAPEX (Rapid Exchange of Information System) zu als gesundheitsschädlich eingestuften kosmetischen Mitteln oder Spielwaren aus", so Eder.

Rheinland-Pfalz habe im vergangenen Jahr 191 dieser Warnungen übernommen, weil die betroffenen Waren auch nach Rheinland-Pfalz gelangt waren. Dabei handelte es sich beispielsweise um Schadstoffe in Nagellack, gefährliche Bakterien in Fischfrikadellen, erhöhte Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Sauerkirschen und Glasbruchstücke in Haselnussmus.

Zu den 191 Warnungen kommen zusätzlich weitere sieben, die das LUA selbst ausgesprochen und bei www.lebensmittelwarnung.de eingestellt hat. Dabei handelte es sich beispielsweise um Listerien in einem Salat, kleine Metallpartikel in einem Nahrungsergänzungsmittel und das nicht gekennzeichnete Allergen Sellerie in einem vegetarischen Fleischersatzprodukt. (PM)


Mehr dazu:   Märkte  

Jetzt Fan der AK-Kurier.de Lokalausgabe Wissen auf Facebook werden!


Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Region


Tag der offenen Tür - Polizeidirektion Montabaur lädt ein

Montabaur. Am Sonntag, 23. Juni, lädt die Polizeidirektion Montabaur zu einem Tag der offenen Tür ein. Zwischen 13 und 18 ...

Regionale Stromunterbrechung wegen Wartungsarbeiten im Mittelrhein-Gebiet

Wallmerod/Boden/Moschheim. Die geplanten Arbeiten am Stromnetz werden auch Auswirkungen auf Hahn am See, Ettinghausen, Niederahr ...

14-Jähriger verletzt: Unfall mit Fahrerflucht auf Supermarkt-Parkplatz in Montabaur

Montabaur. Der Vorfall ereignete sich am Dienstag gegen 7.10 Uhr morgens, auf dem Parkplatz des Norma-Supermarktes in der ...

Westerwälder Rezepte - Kartoffelsalat mit Spargel

Dierdorf. Die Spargelsaison endet traditionell am 24. Juni, dem Johannistag. Kurz zuvor sinken meist die Preise für das edle ...

Ambulante Versorgung auf Rädern: Mobile Arztpraxen bald auch im Westerwald unterwegs?

Mainz. In entsprechenden Regionen kommen die Mobilen Arztpraxen zum Einsatz. Unterstützt wird das Projekt vom Ministerium ...

"Sparkassen Fair Play Soccer Tour": Stadionstimmung mit Fußballlegende René Tretschok in Betzdorf

Betzdorf. René Tretschok, ehemaliger Bundesligaspieler bei verschiedenen Vereinen, hat in seiner Fußballerkarriere in relativ ...

Weitere Artikel


Westerwald-Verein Selters lädt zu seinen nächsten Veranstaltungen ein

Selters. Am Sonntag, dem 15. Oktober ist eine gemeinsame Wanderung mit den Wanderfreunden des Zweigvereins Köln ab Kloster ...

Kunst erleben im Jugend- und Kulturzentrum "Zweite Heimat"

Höhr-Grenzhausen. Es war bereits der zweite Kurs, der von der "Zweiten Heimat" beantragt und in enger Zusammenarbeit mit ...

Aktuelles Konzertprogramm: Chor "Good News" singt in Kirburg

Kirburg. "Good News" wurde 1990 als Projektchor zu einem Jubiläum der Liedertafel Hellenhahn gegründet. Mittlerweile zählt ...

Nur kurze Freude für Bahnfahrer: Siegstrecke der Bahn zwischen Au und Wissen erneut gesperrt

Au (Sieg) / Wissen. Es war in den letzten Wochen immer wieder ein Thema in den Medien: die Sperrung der Siegstrecke zwischen ...

Zeugen gesucht: Radfahrer in Bad Marienberg bei Unfall verletzt

Bad Marienberg. Der Radfahrer verletzte sich und musste ärztlich versorgt werden. Nach bisherigen Ermittlungen fuhr das verantwortliche ...

Westerwaldkreis sucht Gastfamilien für geflüchtete Kinder und Jugendliche

Westerwaldkreis. Auf diese Familien wartet eine verantwortungsvolle Aufgabe, da nicht absehbar ist, was die Kinder und Jugendlichen ...

Werbung