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Nachricht vom 08.10.2023    

Herschbach im Ausnahmezustand: 111 Jahre Karnevalsgesellschaft und Konzert der "Höhner"

Von Wolfgang Rabsch

Herschbach war an diesem Wochenende mit Sicherheit einer der Feierhotspots im Westerwald: An zwei Tagen war die Hergispachhalle das Epi-Zentrum, hier spielte im wahrsten Sinne des Wortes die Musik.

Superstimmung beim Herschbacher Karneval (Fotos: Wolfgang Rabsch)

Herschbach. Zum einen feierte die Karnevalsgesellschaft aus Herschbach mit einem dem Anlass angemessenen Festkommers das 111. Jahr ihres Bestehens, zum anderen folgte am Samstag die Krönung des Ganzen: Die "Höhner", ja, wirklich die echten "Höhner" aus Köln, gaben ihre Visitenkarte in Herschbach ab. Sie kamen, um dem Verein zu gratulieren und mit einem grandiosen Charity-Konzert Gelder für zwei Wäller Hilfsorganisation zu generieren. Die Kinderkrebshilfe Gieleroth/Unnau und der Verein "Wäller helfen" werden sich über jeden Euro freuen, den sie zweckgebunden in ihre wichtige Arbeit stecken können.

Viele Gratulanten und Festredner beim Festkommers
Wie es sich für einen Festkommers gehört, bei dem es das Jubiläum der ortsansässigen Karnevalsgesellschaft zu feiern galt, hatten sich viele Festredner angekündigt, die ihre Grußbotschaften übermittelten. Alle können an dieser Stelle nicht namentlich erwähnt werden, darum stellvertretend Timo Eberz, Philipp Frensch, Bernd Schenkelberg und Hartmut Pfeifer, allesamt im Vorstand oder Mitglieder der KG, die sich mit der Entwicklung des Vereins in den letzten 111 Jahren befassten, von Anfang an bis zum heutigen Tag.

Dabei wurden auch einige Anekdoten zum Besten gegeben, die für viel Heiterkeit sorgten. Bei den Festrednern durften natürlich auch Ortsbürgermeister Axel Spiekermann und Oliver Götsch, der Bürgermeister der VG Selters, nicht fehlen, welche die Glückwünsche der Ortsgemeinde und der Verbandsgemeinde überbrachten. Der kirchliche Segen erfolgte durch Pater Toby Josef.

Zwischen den einzelnen Redebeiträgen wurde die Stimmung durch den Musikverein Schenkelberg mit unterhaltsamen Melodien aufgepeppt. Dann wurden noch Mitgliederehrungen durchgeführt, der MGV "Frohsinn" begeisterte mit drei Liedern, und unter dem Jubel der Besucher wurde das diesjährige Prinzenpaar und das Kinderprinzenpaar mit Gefolge begrüßt. Tänzerisch begeisterten die Jungamazonen mit ihrem Gardetanz und zuletzt die "Amazonen" mit ihrem Showtanz.

Als Höhepunkt und am Ende des offiziellen Teils führten der Musikverein Schenkelberg und der Spielmannszug Herschbach den "Großen Zapfenstreich" auf, der bei vielen Besuchern, trotz der guten Stimmung, für Gänsehautmomente sorgte. So endete der Festkommers in einer tollen Atmosphäre, die sich übergangslos in eine fröhliche Partystimmung verwandelte.




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Party pur, dank "Cologne unplugged" und den "Höhnern"
Die kölsche Band "Cologne Pur" ist hier im Westerwald nicht so bekannt, was sich aber nach ihrem Auftritt in Herschbach schnell ändern wird. Denn sie legten einen fulminanten Auftritt hin, der die Besucher in der ausverkauften Halle restlos begeisterte. Angeführt von ihrem Bandleader Hendrik Brock, ein früheres Mitglied der "Boore", begeisterten die Jungs mit verschiedenen Hits aus der Kölner Szene, unter anderem mit "Verrückt nach deiner Liebe". Als sie "In unsrem Veedel" anstimmten, schloss sich ein hundertfacher Chor in der Halle ihrem Gesang an. Am Ende wurde die Band frenetisch gefeiert von der Bühne gelassen, aber erst nach zwei Zugaben, unter anderem mit "Für die Ewigkeit".

Die "Höhner" spielten wie von einem anderen Stern
Wie eingangs erwähnt: Wem es gelingt, die "Höhner" zu einem Event zu verpflichten, der hat gewonnen. Die Band um ihren neuen Frontmann Patrick Lück, brauchte keine Anlaufzeit, um sich selbst, aber auch ihr Publikum, auf Betriebstemperatur zu bringen. Im Laufe des Konzerts konnte live erlebt werden, welche Fülle von Superhits der "Höhner" nicht nur in Köln, auch im übrigen Deutschland, sich zu absoluten Ohrwürmern entwickelten. Hier nur eine kleine Auswahl des Hit-Festivals, das den restlos geflashten Zuschauern geboten wurde: "Hey Kölle", "Jetzt geht los", "Anna Havanna", "Echte Fründe stonn zusamme", "Wenn nicht jetzt, wann dann", "Prinzessin", "Steh auf", "Viva Colonia" und "E levve lang". Da blieb kein Wunsch offen.

Angesteckt von der überbordenden Stimmung, spielten auch die "Höhner" wie aufgedreht. Auf der Bühne herrschte manchmal ein liebevolles Chaos, wenn die Jungs durcheinander sprangen und hüpften, abwechselnd sangen und dabei noch eine geniale Show abzogen. Es gilt kein Mitglied der Band hervorzuheben, da alle gleichsam einen bravourösen Auftritt absolvierten.

Kein Wunder also, dass Philipp Frensch fast die Stimme versagte, als er unter dem ohrenbetäubenden Jubel der Besucher den "Höhnern" dankte. Als die Band nass geschwitzt, aber glücklich, die Bühne verlassen hatte, ging es, wie in Herschbach üblich, sofort in den Partymodus über, der häufig erst im Morgengrauen endet. (Wolfgang Rabsch)


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