Werbung

Nachricht vom 22.09.2023    

Neue Bodenmarkierung für vom Radverkehr genutzte Wirtschafts- und Betriebswege

Der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM RLP) hat in Zusammenarbeit mit der Rheinhessen-Touristik GmbH (RHT) eine Bodenmarkierung für Radrouten in Rheinland-Pfalz entwickelt. Sie soll an die gegenseitige Rücksichtnahme auf auch vom Radverkehr genutzten Wirtschaftswegen erinnern.

(Symbolbild: Pixabay)

Region. Das Radverkehrsnetz in Rheinland-Pfalz bedient sich unterschiedlicher Wegearten. So kommen sowohl originäre Radwege als auch für den Radverkehr freigegebene Wege, wie etwa Wirtschafts- und Betriebswege, zum Einsatz. Bei gemeinsamer Nutzung der Infrastruktur kann es vor allem bei hohem Verkehrsaufkommen zu Konflikten kommen; diese gilt es zu minimieren.

Neben der Anordnung von eindeutigen und widerspruchsfreien Verkehrszeichen nach der Straßenverkehrsordnung können ergänzend und zur weiteren Verdeutlichung nun auch landesweit einheitliche Bodenmarkierungen eingesetzt werden. Der Bedarf hierfür ist nicht nur in Rheinhessen groß; auch in anderen Landesteilen sind partiell einfallsreiche Eigenkreationen bereits heute auf Wegeabschnitten sichtbar.

Konfliktfreies Miteinander verschiedener Nutzer
Für eine einheitliche Handhabung hat der LBM die Initiative der Rheinhessen-Touristik unterstützt, die sich zum Ziel gemacht hat, parallel zur Entwicklung neuer Routen für den Radtourismus auch ein konfliktfreies Miteinander verschiedener Nutzer von Wirtschaftswegen zu fördern.

Wie eine solche Bodenmarkierung aussehen und was sie aussagen soll, wurde sodann gemeinsam auf den Weg gebracht. Die Markierung kann als ergänzendes Element zur grünen wegweisenden Beschilderung für den Radverkehr aufgebracht werden. So sollen die Verkehrsteilnehmer an das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme, wie es der Paragraph 1 der Straßenverkehrsordnung vorgibt, erinnert werden.



"Die gegenseitige Rücksichtnahme ist elementar bei der gemeinsamen Nutzung einer Infrastruktur", so Alexandra Zäuner, Leiterin des Fachteams Radwege im LBM Worms, die die Markierungen stellvertretend für die LBM-Zentrale in der Infoveranstaltung präsentiert hat. Angesprochen werden dabei alle Verkehrsteilnehmer, die sich die Wege teilen.

Wegeabschnitte nach Konfliktpotenzial definiert
In einer Pilotanwendung in Rheinhessen wird die RHT gemeinsam mit den Kommunen nun zur Umsetzung schreiten. Dazu werden zunächst Wegeabschnitte aufgrund des gegebenen Konfliktpotenzials definiert. Die Markierungen sollen dann, nach Zustimmung der Wegeeigentümer, vor der nächsten Radsaison auf die entsprechenden Wegeflächen aufgebracht werden.

"Wir sind sehr dankbar über die zielführende Kooperation mit dem LBM zur Realisierung einheitlicher Markierungen, die nicht nur uns in Rheinhessen einen Mehrwert schenken, sondern auch allen anderen touristischen Regionen in Rheinland-Pfalz, so Christian Halbig, Geschäftsführer der Rheinhessen-Touristik GmbH.

Der LBM RLP stellt die Bodenmarkierungen ab sofort auch landesweit zur Verfügung. Darüber hinaus wird sie auch innerhalb einer künftigen Fortschreibung in die Hinweise zur wegweisenden Beschilderung für den Radverkehr in Rheinland-Pfalz (HBR) aufgenommen. (PM)



Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Region


Willkommen, kleine Maja! Schaltjahr-Baby mit Schaltjahr-Papa kommt in Kirchen zur Welt

Kirchen. Jede Geburt ist grundsätzlich ein Wunder, diese aber sogar eine kleine Sensation - wenn man die statistische Wahrscheinlichkeit ...

Verkehrsunfall auf der B8 bei Freilingen: Zwei Personen bei Kollision leicht verletzt

Freilingen. Auf der Bundesstraße 8 zwischen den Ortschaften Freilingen und Arnshöfen ist es gegen 14.12 Uhr zu einem Verkehrsunfall ...

Vorsicht bei Erkältungsmedikamenten: Kombi-Präparate sind nicht immer geeignet

Region. Sie sind in der Regel ohne ärztliche Verordnung erhältlich und gerade in der jetzigen Erkältungszeit oft sichtbar ...

13-Jährige aus Kroppach vermisst

Kroppach. Die Polizei Hachenburg und die Kriminalinspektion Montabaur fahnden derzeit nach einem 13-jährigen ukrainischen ...

Hachenburg neu erleben: Spannender Stadtrundgang und neuer Stadtplan machen es möglich

Hachenburg. Mit einer verbesserten Route bietet der aktualisierte Stadtrundgang eine noch tiefere Einbindung in die faszinierenden ...

Schnell und genau: Neue Generation von Röntgenanlagen im Ev. Krankenhaus Dierdorf/Selters

Dierdorf/Selters. "Durch die hohe Auflösung können auch kleinste Details besser erkannt werden", erklären der Leiter der ...

Weitere Artikel


15 Jahre WesterwaldSteig - Geburtstagsfeier in der RömerWelt in Rheinbrohl

Rheinbrohl. Seit seiner Eröffnung im Mai 2008 hat sich der WesterwaldSteig, ein beeindruckender Qualitätswanderweg von 235 ...

Achtung Abzocke: Für Führungszeugnisse und Co. braucht es keine teuren Dienstleister

Region. Die Internetseiten heißen "mein-Sozialversicherungsausweis.de", "Fahrkartenerstattung.de", "selbstauskunft.de", "nachsendeauftrag-direkt.com" ...

ÖPNV im Westerwaldkreis soll besser werden: Kreistag beschließt Ausschreibung von vier Linienbündeln

Montabaur. Die Neuvergabe von vier der bestehenden acht Linienbündel wurde notwendig, da Mitte des kommenden Jahres für viele ...

Barrierefreier Wohnraum: Warum es wichtig ist, rechtzeitig zu handeln

Region. Beim altersgerechten Wohnen rollt die nächste Krise auf die Bevölkerung zu und trifft sie fast unvorbereitet - so ...

Wolf und Herdenschutz: Fördermöglichkeiten in Rheinland-Pfalz

Region. Die Kooperationsveranstaltung des Deutschen Verbands für Landschaftspflege (DVL) e.V. und des Koordinationszentrums ...

Überdurchschnittlich viele Beschäftigte im Westerwaldkreis krank

Westerwaldkreis. Der Krankenstand in dem Landkreis lag bei 6,4 Prozent (Land: 6,3 Prozent, Bund: 6,2 Prozent). "Das bedeutet, ...

Werbung