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Nachricht vom 04.09.2023    

Universität Koblenz eine der digitalen Säulen beim landesweiten Katastrophenschutz

Bei einem Besuch an der Universität Koblenz hat sich Innenstaatssekretärin Nicole Steingaß über die Arbeit der Forschungsgruppe Verwaltungsinformatik/E-Government informiert, die das landesweite Portal für den Brand- und Katastrophenschutz mitentwickelt hat.

(Foto: Christoph Asche, Universität Koblenz)

Koblenz. Die Staatssekretärin informierte sich auf dem Campus bei der Forschungsgruppe Verwaltungsinformatik der Universität Koblenz und beim Portalteam der Landesbehörden über den Stand und die Perspektiven der IT-Vernetzung der Aufgabenträger im Brand- und Katastrophenschutz (BKS).

"Das BKS-Portal bietet den Nutzern ein breites Spektrum an Möglichkeiten, Einsatzmaßnahmen im Brand- und Katastrophenschutz gut zu ergreifen, mit geeigneten Ressourcen zu bewältigen und die Kommunikation und Koordination zwischen den verschiedenen Akteuren zu gewährleisten", sagte die für den Katastrophenschutz zuständige Innenstaatssekretärin Nicole Steingaß.

"Das seit 2018 im Wirkbetrieb befindliche Portal für den Brand- und Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz nimmt mit seinem Leistungsangebot aus einem Guss eine Vorreiterrolle im Ländervergleich ein", betonte Prof. Dr. Maria Wimmer.

Wegweisende Zusammenarbeit von Forschung und Praxis
Das landesweite Portal für den Brand- und Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz wurde von der Forschungsgruppe E-Government der Universität Koblenz in enger Kooperation mit staatlichen, kommunalen und weiteren Aufgabenträgern in Rheinland-Pfalz IT-technisch konzipiert und die verschiedenen Module wurden von diesen implementiert. Das Innenministerium und die staatlichen Aufgabenträger wurden von der Machbarkeitsstudie bis hin zum Live-Betrieb im Landesbetrieb Daten und Informationen (LDI) begleitet. Das Uni-Team stellt auch den Support zum Endkunden sicher. Durch die wissenschaftliche Begleitung der staatlichen und kommunalen Aufgabenträger wird das Portal stetig durch innovative Technologien weiterentwickelt. Die in dieser Form wegweisende Zusammenarbeit von Forschung und Praxis stellt einen effektiven und erfolgreichen Wissenstransfer sicher.

Mittlerweile sind mehr als 20.000 hauptamtliche und ehrenamtliche Nutzende (Landesbehörden, Kreise, kommunale Aufgabenträger, freiwillige und Berufsfeuerwehren sowie weitere Hilfsorganisationen) registriert und greifen auf die umfangreichen Leistungen aus dem Portalportfolio zu. Insbesondere während der Coronapandemie ermöglichte das Portal als vom Land bereitgestellte zentrale Komponente die virtuelle Zusammenarbeit der Aufgabenträger im BKS unter Pandemiebedingungen. "Mit der Portalplattform bieten wir neben den eigenen zentralen Aufgaben für die Landesdienststellen insbesondere auch allen kommunalen Aufgabenträgern ein kostenloses Serviceangebot zur Mitwirkung auf einer High-End-Plattform", erklärte der im Innenministerium für BKS-Fragen zuständige Abteilungsleiter Eric Schaefer.




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Wichtige Vernetzung von Daten
Das von den Mitgliedern der Forschungsgruppe E-Government der Universität in kürzester Zeit realisierte Echtzeit-Lagebild bietet den Verantwortlichen des Landes in der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) seit Ende des vergangenen Jahres einen Überblick über die Lageentwicklung in allen Landesteilen. Die Vernetzung der Daten der örtlichen Feuerwehreinsatzzentralen über die Integrierten Leitstellen hin zur Portal-Datendrehscheibe ist das Ergebnis der vom Land verfolgten Portalphilosophie.

Ein weiterer wichtiger Baustein der vorbereitenden Einsatzunterstützung ist das neue BKS-Portalmodul "Digitaler KatS-Plan", das ebenfalls von der Forschungsgruppe E-Government in enger Kooperation, etwa mit der ADD, umgesetzt wurde. "Mit kommunalen Partnern wie dem Rhein-Hunsrück-Kreis im Norden oder dem Rhein-Pfalz-Kreis im Süden wurde hier eine durchgängige Datenplattform entwickelt, die einen Quantensprung in diesem Bereich darstellt", betonten die Verantwortlichen aus dem Portal-Team. "Je mehr Kreise hier mitmachen, desto größer wird in Zukunft der Mehrwert für alle sein."

Mit weiteren Beispielen aus dem umfangreichen Angebot der BKS-Portal.rlp Lernplattform rundete Kai Gohlke, Vertreter der Feuerwehr- und Katastrophenschutzakademie (LFKA), das Bild über das Leistungsportfolio des Portals und die Unterstützung der praktischen Ausbildung ab: "Auch hier ist hervorzuheben, dass jeder kommunale Aufgabenträger diese Plattform für die digitale Ausbildung vor Ort nutzen kann."

Das nächste größere Treffen wird im Rahmen des im September anstehenden jährlichen Anwenderworkshops stattfinden. "Diese Workshopreihe ist auch ein Beispiel für die in dieser Form einzigartige agile Softwareentwicklung nahe an denen, die sie einsetzen. Ich freue mich, mit der Keynote und den hier gewonnenen Detailkenntnissen einen Beitrag dazu zu leisten", so Innenstaatssekretärin Steingaß. (PM)


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