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Pressemitteilung vom 29.08.2023    

Wertschätzung für Landwirte: Westerwald-Brauerei schneidet "Hachenburger"-Schriftzug in Feld

Für ein gutes Bier braucht es hochwertige Rohstoffe. Nach dem deutschen Reinheitsgebot sind dies Wasser, Hopfen, (Gersten-)Malz und Hefe. Für die Versorgung mit ihrer zweizeiligen Hachenburger Sommerbraugerste setzt die Westerwald-Brauerei seit Jahren auf kompetente Lieferanten aus dem Westerwald und den angrenzenden Regionen.

"Dem Gang der Natur folgend, ist der Hachenburger-Schriftzug im Feld schon wieder Geschichte. Die Braugerste wurde mit regionaler Technik der Group Schumacher aus Eichelhardt bereits geerntet." (Foto: Group Schumacher/Björn Scheyer)

Hachenburg. Dies sind zum einen regional einkaufende Partnermälzereien, seit 2022 gibt es auch Direktverträge mit Landwirten aus dem Westerwald, die exklusiv für die Familienbrauerei Braugerste anbauen. Um diese regionale Zusammenarbeit zu feiern, hat die Westerwald-Brauerei nun ein weithin sichtbares Zeichen gesetzt und in Absprache mit einem ihrer Landwirte den markanten "Hachenburger"-Schriftzug mit Motorsensen in ein Braugerstenfeld schneiden lassen.

Zahl der Hachenburger Braugerste-Bauern soll weiter anwachsen
Perspektivisch möchte die Familienbrauerei weitere Landwirte für den Anbau von Braugerste begeistern, das Thema regionalen Direktanbau ausbauen. "Mit dem Logo im Feld wollten wir auf den Direktanbau unserer Braugerste in der Region aufmerksam machen. Bisher kommen unsere Landwirte aus dem Westerwaldkreis und der direkt angrenzenden Verbandsgemeinde Puderbach. Es sollen aber noch deutlich mehr werden. Ziel ist es, den gesamten geografischen Westerwald abzudecken", erklärt Jens Geimer, Geschäftsführender Gesellschafter der Westerwald-Brauerei. Über die Symbolkraft des Logos im Feld hinaus möchte die Westerwald-Brauerei dafür mit fairen Bedingungen der Zusammenarbeit punkten.

Braugerste-Vereinbarung garantiert faire Konditionen für beide Seiten
Die Westerwald-Brauerei bietet Lieferanten aus dem Westerwald, im Vergleich zu Produzenten aus anderen Regionen, gemäß ihrer regionalen Einkaufsstrategie stets einen etwas besseren Einkaufspreis. In enger Zusammenarbeit mit dem Maschinenring Taunus-Westerwald hat die Familienbrauerei darüber hinaus eine Zusatzvereinbarung mit den Braugerste-Landwirten in getroffen, die den Direktanbau noch attraktiver machen soll. Im Normalfall läuft die Zusammenarbeit folgendermaßen: Der Landwirt baut die Braugerste an. Ist die Qualität gut, nimmt die Westerwald-Brauerei die Ware ab, zahlt direkt und lässt sie vermälzen. Doch nicht jedes Jahr ist ein gutes Jahr, Braugerste ist ein Naturprodukt. Da kann es sein, dass die Qualität auch mal nicht den hohen Qualitätsanforderungen der Westerwald-Brauerei genügt. Unter anderem für diesen Fall gibt es die Zusatzvereinbarung mit den Landwirten.



"Anders als die meisten anderen Brauereien in Deutschland verlangen wir von unseren Landwirten dann freundlicherweise keine Kompensation oder Strafzahlung. Regionale Partnerschaften sind uns wichtig, deshalb hoffen wir vielmehr mit den Landwirten, dass die Ernte im nächsten Jahr besser wird. Das erspart unseren Bauern bei einer schlechten Ernte viele schlaflose Nächte", zeigt Jens Geimer auf. Neben dem Brauereichef ist auch der leitende Braumeister der Westerwald-Brauerei, Maik Grün, von der Braugerste-Vereinbarung überzeugt: "Durch diese Vereinbarung passen die Konditionen für die Landwirte wie die Westerwald-Brauerei langfristig. Sie gewährleistet den Bauern einen Preis, der sich zwar am Markt orientiert, ihnen aber in jedem Fall ein mehr als kostendeckendes Arbeiten garantiert."

Schriftzug kann nur auf Social Media bestaunt werden
Wo sich der Schriftzug befand, mit dem die Familienbrauerei auf den Direktanbau der Hachenburger Braugerste in ihrer Heimatregion aufmerksam machen möchte, das bleibt geheim. Jens Geimer gibt nur einen vagen Hinweis: "Alle Höfe der Bauern, die direkt für uns die Hachenburger Braugerste anbauen, liegen in einem Umkreis von 20 Kilometern rund um Hachenburg. Dieses Feld ist beispielsweise exakt 8,8 Kilometer Luftlinie vom Brauereigelände entfernt." Dass der Ort noch zur Pilgerstätte wird, ist mittlerweile ohnehin ausgeschlossen, denn die Braugerste ist seit wenigen Tagen geerntet. Doch keine Sorge, für die Nachwelt hat die Privatbrauerei ein Drohnenvideo der Aktion auf ihren Social-Media-Kanälen veröffentlicht. Hierauf sieht man neben dem Schriftzug im Feld auch einen Blühstreifen. "Wir unterstützen die Bauern bei der Anlage solcher Blühstreifen, um der Natur in unserer Heimat zu helfen und langfristig mehr fruchtbaren Humus aufzubauen", erklärt Jens Geimer das freiwillige Engagement der Brauerei an dieser Stelle. (PM)


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