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Pressemitteilung vom 09.05.2023    

Naturschützer fordern: "Absenkung des Wasserstandes am Dreifelder Weiher sofort stoppen!"

Die Naturschutzinitiative e. V. (NI) ist darüber informiert worden, dass die Obere Wasserbehörde bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord) die Absenkung des Wasserpegels des Dreifelder Weihers um 37 Zentimeter unter dem Stauziel angeordnet haben soll. Eines der beiden Rohre, die der Hochwasserentlastung dienen, ist defekt.

(Foto: Harry Neumann)

Region. Die Absenkung soll den Gefahren eines Jahrhunderthochwassers begegnen. Doch der Umfang der angeordneten Absenkung in der für die wassergebundenen Vogelarten sensibelsten Zeit ist für die Naturschützer völlig unverständlich und überzogen. "Hochwasserschutz ist selbstverständlich absolut wichtig. Wir können aber aktuell keine Gefahr für Leib und Leben oder für Sachgüter erkennen", so Harry Neumann, Vorsitzender der NI.

Dann aber wären die Auswirkungen auf seltene Vogelarten unzulässig. Die beiden Vogelbeobachter und jahrzehntelangen Gebietskenner Wolfgang Burens von der Naturschutzinitiative (NI) und Antonius Kunz von der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie (GNOR) sprechen von einem Desaster für die Brutvögel des Dreifelder Weihers, sollte das Ablassen nicht umgehend gestoppt werden.

Die Naturschutzinitiative (NI) hat daher die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord über eine Anwaltskanzlei aufgefordert, "zumindest vorläufig bis zu einer befriedigenden Klärung der Rechtmäßigkeit der Maßnahme aus artenschutzrechtlicher Sicht dafür Sorge zu tragen, dass das Ablassen des Wassers des Dreifelder Weihers unverzüglich eingestellt wird."




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"Betroffen sind so seltene Brutvogelarten wie der Rothalstaucher, der Schwarzhalstaucher und die Tafelente. Für den Rothalstaucher besteht sogar die Gefahr, dass eines der letzten Vorkommen in Rheinland-Pfalz erlischt. Die Tafelente hat schon zuvor ihre Ausweichbrutplätze in der Umgebung verloren. Der Mauserplatz für bis zu 150 Höckerschwäne ist in Gefahr", betonte auch Dipl.-Biologe Immo Vollmer, Naturschutzreferent der NI.

"Wir befürchten, dass die Bruten der allermeisten Wasservögel nicht mehr erfolgreich sein können und viele Tiere wie zum Beispiel die Rohrsänger wegen der geänderten Bedingungen erst gar nicht zur Brut schreiten können", so Wolfgang Burens und Antonius Kunz. "Und das alles im Vogelschutzgebiet "Westerwälder Seenplatte". Wir hoffen, dass die SGD Nord ihren Verpflichtungen gegenüber dem Natur- und Artenschutz gerecht wird und wir keine weiteren rechtlichen Schritte einleiten zu müssen", so Harry Neumann, Wolfgang Burens, Antonius Kunz und Immo Vollmer. (PM)


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