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Pressemitteilung vom 03.05.2023    

Heuschnupfen ist nicht zu unterschätzen - DRK-Kinderklinik hält Tipps parat

Die Allergische Rhinokonjunktivitis - im Volksmund als Heuschnupfen bekannt - ist nicht nur lästig, sie beeinträchtigt Kinder und Jugendliche oft langfristig in ihrer Lebensqualität. Rote Augen, verstopfte Nase, aber auch Schlafstörungen können die Folge sein.

"Antiallergische Augentropfen, Nasenspray oder aber entsprechende Tabletten und Säfte können die Beschwerden bei Heuschnupfen lindern. Doch manchmal sind es auch schon einfache Alltagstipps, die Erleichterung verschaffen", weiß Oberärztin Andreas Kessel. (Foto: DRK)

Region. In der DRK-Kinderklinik Siegen landen die kleinen Patienten wegen Heuschnupfen zwar glücklicherweise nicht so häufig, trotzdem hält Oberärztin Andrea Kessel, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin mit der Zusatzbezeichnung Kinder- und Jugendpneumologie, Tipps für die Eltern bereit. Sie steht im Bereich der Allgemeinpädiatrie als Spezialistin für Atemwegserkrankungen vor Ort mit einer eigenen Fachambulanz zur Verfügung.

"Ein Heuschnupfen wird häufig unterschätzt und falsch behandelt", ist sich die Oberärztin sicher. Immerhin leidet ungefähr jedes zehnte Kind an den Folgen. Auch die Allergien im Allgemeinen nehmen immer weiter zu. Aber: "Jemand, der dauerhaft Schnupfen hat, wird weniger beachtet, als jemand, der ständig hustet. Dabei sind die Auswirkungen und Einschränkungen – gerade bei kleinen Kindern – groß. Neben nasalem Juckreiz und brennenden Augen kann eine langfristig behinderte Nasenatmung und eine daraus resultierende Belüftungsstörung der Verbindung zwischen Nase und Ohr durch eine Hör-Minderung zu Verzögerungen bei der Sprachentwicklung führen", meint Andrea Kessel.

Antiallergische Augentropfen, Nasenspray oder aber entsprechende Tabletten und Säfte können die Beschwerden bei Heuschnupfen lindern. Doch manchmal sind es auch schon einfache Alltagstipps, die Erleichterung verschaffen. "Beispielsweise sollten abends die Haare gewaschen werden statt morgens. Auch hilft es, getragene Kleidung nicht innerhalb des Zimmers zu lagern", rät Andrea Kessel. "Zusätzlich kann richtiges Lüften die Symptome von Heuschnupfen lindern. Am Land sollte man beispielsweise abends lüften, in der Stadt morgens. Dann ist die Pollenbelastung jeweils am geringsten." Auch empfiehlt Andrea Kessel die regelmäßige Anwendung von Nasenduschen.



Durch das Führen eines Symptom-Tagebuches oder die Nutzung spezieller Apps, die eine Übersicht geben, welche Pollen in welcher Region Deutschlands besonders stark unterwegs sind, können die Auslöser der allergischen Beschwerden besser ausgemacht werden. Dies ist insbesondere zur Planung einer möglichen Allergen-Immun-Therapie, besser bekannt als Hyposensibilisierung, wichtig. "Durchgeführt wird diese Therapie von vielen Kinderärzten ab dem fünften Lebensjahr eines Kindes und geht in der Regel über drei Jahre", weiß die Oberärztin. (PM)


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