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Pressemitteilung vom 18.04.2023    

Nach dem Babyleichenfund in Oberirsen im Sommer 2022: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlung ein

Wie ist das Baby, das im Sommer 2022 tot im Dorfweiher von Oberirsen gefunden wurde, gestorben? Nachdem der Entdeckung der Säuglingsleiche am 29. August 2022 hatte die Staatsanwaltschaft Koblenz ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts des Totschlags gegen "eine jugendliche Person" eingeleitet. Das Verfahren wurde nun eingestellt.

(Foto: Archiv VH)

Oberirsen. Am 29. August 2022 hatte ein Angler das tote Baby im Oberisener Dorfweiher gefunden, als er auf der Suche nach verloren gegangenen Teilen seiner Ausrüstung war. Danach hatte die Staatsanwaltschaft Koblenz ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts des Totschlags eingeleitet. Die Kuriere hatten darüber berichtet. Nun teilte der leitende Oberstaatsanwalt Mario Mannweiler mit, dass das Verfahren eingestellt wird.

Laut Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft konnte in dem Ermittlungsverfahren gegen "eine jugendliche Person" ein hinreichender Tatverdacht einer Straftat nicht begründet werden. Weder bei der Obduktion des Leichnams noch im Zuge der veranlassten weiteren Ermittlungen haben sich tragfähige Hinweise dafür ergeben, dass das aufgefundene Kind zum Zeitpunkt der Geburt noch gelebt habe und aufgrund einer Gewalteinwirkung oder eines anderweitigen Fremdverschuldens verstorben sein könnte. "Aus diesem Grund", so heißt es in der Pressemitteilung, "lässt sich ein strafbares Handeln nicht mit der erforderlichen Gewissheit belegen."



Weitere Auskünfte erteilte die Staatsanwaltschaft nicht und verwies auf die "besonders schutzwürdigen Belange der Betroffenen".
Der Weiher, in dem das tote Kind gefunden wurde, gehört der Ortsgemeinde Oberirsen und liegt in Verlängerung des Dorfgemeinschaftshauses und des Bolzplatzes. Er wurde 1980 angelegt und verfügt über eine Wasserfläche von rund 10.000 Quadratmetern. (PM / red)


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