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Nachricht vom 13.04.2023    

Raiffeisen Campus Dernbach mit Chancen beim Deutschen Schulpreis 2023

Von Wolfgang Rabsch

Riesenerfolg für den Raiffeisen Campus (RC) in Dernbach: Die Schulleitung des RC hatte beschlossen, sich an der Vergabe des Deutschen Schulpreises 2023 zu bewerben. Von insgesamt 85 Bewerberschulen verblieben 20 in der Endauswahl. Darunter der RC Dernbach, der sich als einzige Schule aus Rheinland-Pfalz-Pfalz qualifizieren konnte.

Die Mitglieder der Jury mit Schulleiter Bernhard Meffert (rechts). (Foto: Wolfgang Rabsch)

Dernbach. Die Vergabe der Preise erfolgt nicht durch eine Jury, die vom Schreibtisch aus die Gewinner ermittelt. Von Mitte April bis Anfang Juni hospitieren hochkarätig besetzte Juryteams je zwei Tage an den Schulen, die sich beworben haben. Vor Ort wird unvoreingenommen überprüft, inwieweit die mit den Bewerbungsunterlagen eingereichten Beschreibungen zutreffend sind.

Folgende Mitglieder der Jury waren in Dernbach anwesend: Prof. Dr. Anne Sliwka, Institut für Bildungswissenschaft an der Universität Heidelberg; Stefan Brömel, Projektleiter der Werkstatt "Willkommen, Ankommen, Weiterkommen"; Dr. Carola Gnadt, Oberschulrätin für Lehrkräftefortbildung und Seiteneinstieg in Brandenburg; Dr. Klaus Wild, Leiter des Praktikumsamts und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Schulpädagogik, Universität Nürnberg, sowie Julia Sauer und Andrea Planegg von der Robert-Bosch-Stiftung.

Der Deutsche Schulpreis hat nicht nur einen ideellen symbolischen Wert, denn die Preisträger werden mit beträchtlichen Summen belohnt: Der Hauptpreis ist mit 100.000 Euro, die weiteren Preise sind mit je 30.000 Euro dotiert.

Was ist der Deutsche Schulpreis und welche Bedeutung hat er?
Mit dem Deutschen Schulpreis zeichnen die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung - gemeinsam mit der ARD und der ZEIT Verlagsgruppe - gute Schulen und ihre innovativen Schulkonzepte aus. Aus dem Wettbewerb ist mittlerweile ein bundesweites Netzwerk von exzellenten Schulen, Schulpraktikern und Bildungswissenschaftlern entstanden, die gemeinsam das Ziel verfolgen, die Schulentwicklung in Deutschland voranzutreiben.

Unter dem Motto "Für mehr gute Schulen!" haben es sich die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung zum Ziel gesetzt, die Qualität von Schule und Unterricht in Deutschland nachhaltig zu verbessern. Die beiden Stiftungen unterstützen bundesweit Schulen bei ihrer Schulentwicklung und bieten dazu praxisorientierte Programme für alle Schularten an. Im Mittelpunkt steht dabei die hervorragende pädagogische Arbeit, die viele gute Schulen in Deutschland bereits leisten. Diese Leuchttürme zeichnen die beiden Stiftungen seit 2006 mit dem Deutschen Schulpreis aus und machen exzellente Praxis damit sichtbar.

Dem Engagement für mehr gute Schulen der Stiftungen liegt der Anspruch zugrunde, dass alle Kinder und Jugendlichen die gleichen Chancen durch eine qualitativ gute Bildung bekommen - unabhängig von Herkunft und sozialem Status. Bei der Frage "was eine gute Schule ausmacht", orientieren sich die Stiftungen an einem umfassenden Verständnis von Bildung und Lernen, das in den sechs Qualitätsbereichen des Deutschen Schulpreises beschrieben ist. Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulklima und Schulleben sowie Schule als lernende Institution sind die sechs Qualitätsbereiche.



Wie definiert sich der Raiffeisen Campus Dernbach?
Der Raiffeisen-Campus ist ein privates Gymnasium, an dem etwa 350 Schüler viel in Lernateliers lernen. In ihrem eigenen Tempo und auf eine selbst gewählte Weise können die Schüler hier Themen in unterschiedlichen Sozialformen bearbeiten: In Einzelarbeit, als Tandem oder in der Gruppe. Bei dieser Lernform werden die Lehrer und Lehrerinnen zu Lernbegleitern und führen mit den Schülern regelmäßig Feedbackgespräche. Die Kinder, die neu an die Schule kommen, werden in den fünften Klassen systematisch an diese Lernkultur herangeführt, daher findet gerade am Übergang eine intensive Lernbegleitung statt. In der Unter- und Mittelstufe nehmen die Lernateliers 40 Prozent der Unterrichtszeit ein, das heißt, die Fächer geben Stunden zugunsten der Lernateliers ab, was wiederum erfordert, dass das Kollegium auch über die Unterrichtsgestaltung des Fachunterrichts im ständigen Austausch steht.

Bernhard Meffert, Schulleiter und Leitender Gymnasialdirektor am Raiffeisencampus, hatte die regionale Presse zu einem Gedankenaustausch mit den anwesenden Jurymitgliedern eingeladen. Bei dieser Gelegenheit wurden nochmals die zuvor erwähnten Ziele seitens der Schulleitung und den Jurymitgliedern definiert. Über allem steht der Gedanke, allen Schulen Mut zu machen, sich weiterzuentwickeln und die Qualitätsbereiche zu verwirklichen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine sogenannte "Brennpunktschule", oder ein privates Gymnasium wie den Raiffeisen Campus in Dernbach handelt. Aus dem Inhalt der Pressegespräche konnte man den Eindruck gewinnen, dass die Chancen nicht schlecht stehen, dass der RC Dernbach am 12. Oktober 2023 eine Einladung nach Berlin erhält, weil dort der Deutsche Schulpreis 2023 aus den Händen von Bundespräsident Frank- Walter-Steinmeier überreicht wird. Der WW-Kurier drückt dafür alle zur Verfügung stehenden Daumen. (Wolfgang Rabsch)



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