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Pressemitteilung vom 27.03.2023    

Umfassende energetische Modernisierung der Campusgebäude der Universität Koblenz beschlossen

Der rheinland-pfälzische Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) hat heute eine Kooperation mit dem kommerziellen Vertragspartner ENGIE zur umfassenden energetischen Modernisierung der Campusgebäude der Universität Koblenz unterzeichnet. Diese sollen nach Abschluss der Arbeiten zu umfangreichen CO2-Einsparungen im Betrieb der Universität von etwa 50 Prozent führen.

Nach der Unterzeichnung des Energie-Contractings. V.l.n.r.: Prof. Dr. Stefan Wehner (Präsident der Universität Koblenz), Holger Basten (Geschäftsführer LBB), Stefan Schwan (Geschäftsführer ENGIE GmbH), Michael Effertz (Leiter Energieeffizienz West ENGIE Deutschland GmbH),
(QFotos: Universität Koblenz / Pachtchenko)

Koblenz. Für die europaweite Ausschreibung und den Abschluss des Energie-Contractings ist auch in diesem Kontext der Landesbetrieb LBB zuständig, denn Grundstück und Gebäude des Campus der Universität Koblenz gehören dem Land Rheinland-Pfalz. Geplant ist, im Bereich der Beheizung verschiedene nachhaltige Energiesysteme wie Holzpellet-Kessel in Verbindung mit Blockheizkraftwerken zu installieren, die auch Strom erzeugen, durch neue Photovoltaik-Anlagen den Anteil an regenerativ erzeugtem Strom weiter zu steigern und die Beleuchtung am ganzen Campus auf LED umzustellen. Diese Systeme ermöglichen, dass anschließend die Wärmeversorgung der Universität zu mindestens 65 Prozent mit regenerativen Energien erfolgt. Mit den Gebäude- und Technikinvestitionen wird voraussichtlich 2024 begonnen. Nach Abschluss der Arbeiten, voraussichtlich ab 2025, sind CO2-Einsparungen von etwa 50 Prozent (rund 1000 Tonnen pro Jahr) zu erwarten.

"Die Universität Koblenz hat sich zum Ziel gesetzt, ihre gesellschaftliche Verantwortung auch in Bezug auf Nachhaltigkeit in allen Bereichen des Universitätsbetriebs verstärkt wahrzunehmen und sich im Rahmen der Verselbstständigung vorgenommen, sich zu einer chancengerechteren, diverseren, toleranteren und nachhaltigeren Institution zu entwickeln. Wir freuen uns daher umso mehr, dass wir durch die umfangreichen Investitionen der LBB zur energetischen Modernisierung der Campus-Gebäude und -Infrastruktur schon bald einen signifikanten Beitrag zu mehr Klimaschutz und Energieeffizienz leisten können", betont der Präsident der Universität Koblenz, Prof. Dr. Stefan Wehner.

Die Investitionen für diese umfassende energetische Modernisierung liegen bei rund drei Millionen Euro, die der Landesbetrieb LBB zu rund 50 Prozent bezuschusst. Die übrigen Kosten für die energetische Optimierung, technische Wartung und den Aufwand des Contractors werden durch die eingesparten Energiekosten gedeckt. Nach Ablauf der zehnjährigen Vertragslaufzeit verbleibt die volle Energiekosteneinsparung bei der Universität.

"Das Energiespar-Contracting ist ein ganzheitliches Konzept, um mit Unterstützung externer Fachleute, in diesem Fall der ENGIE Deutschland GmbH, eine umfassende bauliche und technische Optimierung des Energieverbrauchs umzusetzen und dadurch eine CO2-Minderung um jährlich rund 1000 Tonnen zu erreichen", sagte LBB-Geschäftsführer Holger Basten. "Die Erfahrung des Landesbetriebs LBB aus vergangenen Projekten zeigt, dass sich alle Beteiligten in den Prozess einbringen können, alle davon profitieren und gemeinsam einen Beitrag zum Klimaschutz leisten."




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"Die Investitionen führen nicht nur zur geplanten CO2-Einsparung, sondern auch zu signifikanten Einsparungen bei den Energiekosten der Universität. Diese sollten den Investitionsaufwand bereits in einem mittelfristigen Planungszeitraum übersteigen", ergänzt Michael Ludewig, Kanzler der Universität Koblenz.

"Wir freuen uns, den europäischen Ideenwettbewerb mit unserem Konzept gewonnen zu haben und unsere langjährige Expertise bei der energetischen Optimierung von Campusgeländen auch in Koblenz einzubringen. Als Contractor garantieren wir, dass die prognostizierten Energieeinsparungen auch erreicht werden – in diesen unsicheren Zeiten ein besonderer Vorteil", sagt Stefan Schwan, Mitglied der Geschäftsleitung der ENGIE Deutschland.

"Die geplanten Maßnahmen sind ein wichtiger Schritt auf unserem Weg zu einem nachhaltigeren Betrieb unserer neuen Universität Koblenz", kommentiert Prof. Dr. Henning Pätzold, Beauftragter für Nachhaltigkeit der Universität Koblenz. Die Universität Koblenz nimmt ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr und setzt sich für eine nachhaltige Entwicklung in allen Bereichen des Universitätsbetriebs ein. Ihr Anliegen ist es, die langfristige Verantwortung, ökologische Tragfähigkeit, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Universität zu sichern.

Die Universitätsleitung, der Beauftragte für Nachhaltigkeit und die Abteilung Bau und Liegenschaften der Universität Koblenz unterstützen den Prozess der Modernisierung mit hohem Engagement. Die Mitarbeitenden und Studierenden der Universität Koblenz sollen durch die Baumaßnahmen möglichst wenig belastet werden. (PM)


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