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Nachricht vom 10.08.2011    

Unternehmer auf den Spuren des Basalts

Eine Exkursion führte Unternehmer in den Stöffel-Park in den Westerwald. Die Mitglieder des Bundesverbandes mittelständischer Wirtschaft (BMVW) aus der Region des Siegerlandes und des Westerwaldkreises besuchen alljährlich eine Stätte heimischer Industriekultur.

Eine interessante Exkursion führte mittelständische Unternehmer in den Stöffel-Park.

Enspel/Westerwaldkreis. Es ist schon Tradition: Alljährlich im Sommer beschäftigen sich die Mitglieder und Freunde des Regionalverbandes Südwestfalen/LDK-Nord/Westerwald des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) mit der Geschichte der heimischen Wirtschaft. Sie besuchten unter der Leitung ihres Regionalgeschäftsführers Rainer Jung eine Stätte, in der Wirtschaftsgeschichte erlebt werden kann. Angesagt war diesmal ein Besuch des in der Region einzigartigen Zeugnisses der Industriekultur für den Basaltabbau, des Stöffel-Parks in Enspel.
Bürgermeister Gerhard Loos, Westerburg, ließ es sich nicht nehmen, die Unternehmer aus den nördlichen Nachbarkreisen zu begrüßen und zu begleiten, offensichtlich liegt ihm der Kontakt zum Mittelstand und der Erfolg des Tertiär- und Erlebnisparkes sehr am Herzen.
Unter der Führung der Stöffel-Geschäftsführerin Birgit Stuhlmacher ging es durch alle Bereiche des Parks. So erfuhren die Besucher, dass – beginnend vor etwa 25 Millionen Jahren – durch gewaltige Vulkanausbrüche der damalige "Stöffel-See" verschüttet worden ist und es durch die Einwirkung von unvorstellbar hohem Druck zur Entstehung des Basalts gekommen ist. Bei dem kühlen Westerwälder Wind, der den Unternehmern um die Ohren wehte, schwer zu glauben, dass damals hier subtropisches Klima geherrscht hat und im Stöffel-See Schildkröten und Krokodile heimisch waren.
Der Abbau des Basaltgesteins war lange Jahre für viele Bewohner des Westerwaldes eine sichere Einkommensquelle. Schade, dass in den nächsten Jahren der Bergbau auch in Enspel zu Ende gehen wird.
Beeindruckt waren die Mittelständler von den großen Werksanlagen, die das extrem harte Gestein bis auf Splitt-Größe zerkleinert haben. Auf dem Weg in die Erdgeschichte wurden natürlich auch die Ausgrabungsstätten der Fossilien besucht, bei denen Birgit Stuhlmacher über die Arbeit der Wissenschaftler als geologische Schatzsucher berichtete. Auch die Besucher konnten von einem Abraum Proben nehmen und die Gesteinsschichten des Ölschiefergesteins bewundern.




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Entlang der ehemaligen Produktionswege stiegen die Unternehmer auf und durch das große Brechergebäude, um sich dessen Arbeitsweise erklären zu lassen. Der Erlebnisraum Kessel- und Schalthaus beinhaltet eine Sammlung von alten Maschinen, die über Transmissionen angetrieben worden sind sowie vielerlei Werkzeuge für den Abbau des Gesteines sowie der Anlagen- und Werkzeugreparatur.
Den Abschluss bildete schließlich die obligatorische Westerwälder Platte, die sich die Unternehmer im Kohleschuppen schmecken ließen. Wie immer standen selbstverständlich dort der Informationsaustausch und die Geschäftskontakte im Vordergrund.


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