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Pressemitteilung vom 01.02.2023    

Taizé in der Schlosskirche Hachenburg: Lieder, Texte und Lichter

Eine besondere Atmosphäre herrscht bei Taizé-Gottesdiensten. Musik, Texte, Lichter – oft Kerzenlicht- sorgen dafür, dass Seele und Geist zur Ruhe kommen können. Deshalb werden Taizé-Gottesdienste – obwohl bereits in Jahre 1949 in Frankreich entstanden- immer noch tausendfach adaptiert und in christlichen Kirchen umgesetzt.

Taizé in der Schlosskirche Hachenburg. Anja Lenz-Michels (Querflöte), Ester Hähr (Gitarre) und Carlo Hummer (Klavier) gestalten die Gottesdienste musikalisch. (Foto: Sabine Hammann-Gonschorek)

Hachenburg. Seit einiger Zeit bietet die Evangelische Kirchengemeinde Hachenburg regelmäßig an jedem ersten Freitagabend im Monat um 19 Uhr in der Schlosskirche einen Taizé-Gottesdienst an. Die Idee hatten Pfarrer Yannik Steffens und Anja Lenz-Michels. "Taizé spricht Menschen auf vielen Ebenen an, nicht nur auf der rationalen. Gott wird mit allen Sinnen erfahrbar gemacht", sagt Lenz-Michels. "Die Beleuchtung der Schlosskirche mit Kerzen und farbigen Lichtern, die vor allem dem Einfallsreichtum von Carlo Hummer zu verdanken ist, der wunderbare Gesang und die steten musikalischen Wiederholungen der Lieder in vielen Sprachen erzeugen eine einzigartige meditative Stimmung, in der die Teilnehmer die Nähe Gottes spüren können."

Anja Lenz-Michels gestaltet die Taizé-Gottesdienste musikalisch an der Querflöte, zusammen mit Carlo Hummer (Klavier) und Ester Hähr (Gitarre). Pfarrer Steffens steuert Texte bei, immer zu einem bestimmten Thema. "Es ist schön, sich mit jedem Liedvers immer tiefer in Gottes Zuspruch versenken zu können. Ich kann selbst hier im Taizé-Gottesdienst entspannen und zur Ruhe kommen." Außer dem Wechsel von Musik und Text können die Besucher in Hachenburg auch Fürbitten oder Sorgen auf kleinen Karten notieren und im Laufe des Gottesdienstes nach vorne zu einem eigens aus Holz gebauten Taizé-Kreuz bringen. "Die Karten werden von niemandem gelesen. Es geht darum, belastende Gedanken einmal auf Papier zu bannen, sie auf diese Weise für sich "in den Griff" zu bekommen und sie dann zu Gott zu bringen, der tatsächlich alles im Griff hat", sagt Pfarrer Steffens. Der nächste Taizé-Gottesdienst in der Schlosskirche ist am 3. Februar um 19 Uhr geplant. Er ist für jeden Interessierten offen.




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Begriffsbestimmung Taizé
Taizé gilt als Symbol der ökumenischen Bewegung. Der kleine Ort nahe dem ostfranzösischen Cluny ist Sitz einer geistlichen Gemeinschaft, die zum Treffpunkt für Jugendliche aus der ganzen Welt wurde. Gegründet wurde die Gemeinschaft 1949 von dem inzwischen verstorbenen Frère Roger. Bekannt ist die Gemeinschaft vor allem durch die ökumenischen Jugendtreffen, zu denen jährlich rund 100.000 Besucher vieler Nationalitäten und Konfessionen kommen. Die Treffen werden in Taizé und verschiedenen anderen Orten ausgerichtet. Weit über die Gemeinschaft hinaus sind die dort gesungenen Lieder verbreitet. (PM)


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