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Nachricht vom 11.01.2023    

Kontroverse Debatte zu Schulferien: Eltern starten Petition gegen Neuregelung

Von Katharina Kugelmeier

Bereits im Oktober 2022 beschloss das Bildungsministerium Rheinland-Pfalz, die Neuregelung der Schulferien aus dem Jahr 2015 zurückzunehmen. Ab dem Schuljahr 2024/2025 soll es dann in Rheinland-Pfalz wieder nur Oster-, Sommer, Herbst- und Weihnachtsferien geben. Dies missfällt einigen Eltern, weshalb sogar eine Petition gestartet wurde.

Symbolfoto. (Foto: Canva | cmfotoworks by Getty Images)

Region. Es ist eine Debatte, die sehr kontrovers geführt wird. Während viele Eltern sich freuen, dass es ab dem Schuljahr 2024/2025 wieder die "frühere" Ferienregelung geben soll, wie sie bis 2015 in Rheinland-Pfalz galt, wehren sich andere Eltern mit Händen und Füßen dagegen – oder eben mit einer Petition. Noch zwei Monate können Unterschriften abgegeben werden, um dem Wunsch der Beibehaltung der wechselnden Winter- und Pfingstferien Ausdruck zu verleihen. Doch unter der Petition findet man kontroverse Meinungen und nicht nur Befürworter.

Zum Hintergrund:
Aktuell haben Schüler in Rheinland-Pfalz fünfmal im Jahr Schulferien. Diese verteilen sich auf eineinhalb Wochen Osterferien, sechs Wochen Sommerferien, zwei Wochen Herbstferien und circa eineinhalb Wochen Weihnachtsferien. Hinzukommen entweder eine Woche Winterferien oder eine Woche Pfingstferien im jährlichen Wechsel. Diese Ferienregelung ist seit dem Jahr 2015 in Kraft. Im vergangenen Oktober 2022 beschloss das Bildungsministerium, ab dem Schuljahr 2024/2025 zur früheren Ferienregelung zurückzukehren, welche bis 2015 in Rheinland-Pfalz galt und auch bis heute in vielen Bundesländern umgesetzt wird. Diese sieht nur die vier Hauptferien vor, welche sich dann über zwei Wochen Osterferien, sechs Wochen Sommerferien, zwei Wochen Herbstferien und zwei Wochen Weihnachtsferien erstrecken.

Der einen Freud´, der anderen Leid. So könnte man die Debatte beschreiben, welche sich mit der Neuregelung innerhalb der Elternschaft entfacht hat. Während die Einen die neue alte Regelung begrüßen und sich über längere Ferien freuen, in denen man auch weitere Reiseziele besser ansteuern kann, finden andere die Zeiten zwischen Weihnachts- und Osterferien beziehungsweise Oster- und Sommerferien zu lange. Der Petent macht in seiner Petitionsschrift deutlich, dass bei einer Anhörung im Vorfeld der Entscheidung zwar diverse Behörden, Gremien, Institutionen und Verbände gehört worden seien, jedoch stellt er infrage, ob die Interessen von Eltern und Kindern dabei ausreichend gewürdigt worden seien. Er möchte daher mit seiner Petition auch den Eltern eine Stimme geben, welche sich nicht für die Neuregelung der Ferien aussprechen.




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Im Meinungsbereich "Pro & Contra" der Petitionsseite findet das Ansinnen der Petition jedoch nicht nur Unterstützer. Aktuell finden sich mehr Argumente gegen die Petition als befürwortend. Noch zwei Monate werden die Stimmen gesammelt und auch die Pro- und Contra-Diskussion läuft weiter. 12.000 Stimmen werden benötigt, um das Quorum zu erreichen, welches als Schwellenwert definiert ist und dazu führt, dass eine Stellungnahme des Ministeriums eingefordert wird.

Welche Variante der Ferienverteilung bevorzugt wird, ist wie so vieles im Leben wahrscheinlich sehr individuell. Während die einen längere Ferien gut finden, freuen sich andere über eine Unterbrechung mehr. Gerade Eltern mit Schulkindern in verschiedenen Bundesländern, wie es in Grenzgebieten nicht selten vorkommt, haben häufig ganz andere Bedürfnisse und Wünsche, um alle Kinder unter einen Ferienhut zu bringen. Wer sich mit der Petition befassen oder unterzeichnen möchte, findet sie hier.


Mehr dazu:   Kinder & Jugend  
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