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Pressemitteilung vom 03.01.2023    

Chaos im Ärztlichen Bereitschaftsdienst im Westerwaldkreis: Hendrik Hering rügt Kassenärztliche Vereinigung

Ist die Kassenärztliche Vereinigung (KV) schuld an den Lücken in der hausärztlichen Versorgung im Westerwaldkreis? Nachdem Patienten zwischen den Jahren stundenlang vor der Ärztlichen Bereitschaftspraxis in Hachenburg ausharren mussten, sieht Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) die Verantwortung dafür bei der KV. Lesen Sie hier seine Pressemitteilung im Wortlaut.

(Fotos: Hendrik Hering / Symbolfoto)

Mainz / Westerwaldkreis. "Mich haben die Berichte über die aufgetretene massive Unterversorgung des nördlichen Westerwaldkreises mit hausärztlicher Versorgung entsetzt. Völlig unstreitig ist, dass an dieser Stelle die Kassenärztliche Vereinigung (KV) die Verantwortung für diese Zustände trägt. Gemeinsam mit meiner SPD-Landtagskollegin Sabine Bätzing-Lichtenthäler werde ich mit dem Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung zeitnah ein Gespräch führen, denn diese massive, unter Umständen gesundheitsgefährdende Unterversorgung muss gründlich aufgearbeitet werden und es müssen Lehren aus dem Geschehen gezogen werden. Wir werden uns auch ganz genau anschauen, ob die KV hier ihren gesetzlichen Auftrag erfüllt hat.

Statistik und Wirklichkeit
An diesem schlimmen Beispiel sieht man darüber hinaus auch deutlich, wie Statistik und Wirklichkeit auseinander liegen. Spricht man mit der KV über den Ärztemangel am Beispiel der Fachärzte - zuletzt aufgrund der Geschehnisse rund um die Versorgung mit Radiologen in Selters (die Kuriere berichteten hier) - bekommt man immer wieder zur Antwort, dass der KV-Bezirk ausreichend versorgt ist, wir aber gerade im nördlichen Westerwald regelmäßig das Gegenteil erleben müssen. Die Kassenärztlichen Vereinigungen betonen immer wieder ihre Verantwortung im Rahmen der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen, sie sollten sie allerdings auch wahrnehmen.




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Der Vorfall in Hachenburg zeigt auch, dass die SPD-Kreistagsfraktion mit ihrer Forderung nach einer ständigen Gesundheitskonferenz für der Westerwaldkreis, bei der die Vertreter des Gesundheitswesens, der Pflege und der Verbände wie eben die KV regelmäßig mit den politisch Verantwortlichen zusammenkommen sollen, absolut richtig liegt. Wo wenn nicht dort können die Probleme, die wir im Gesundheitswesen im Westerwald haben - und dazu gehört nicht nur der Ärztemangel - erörtert und die Herausforderungen angenommen und bewältigt werden. Die Politik im Kreis darf sich hier nicht aus der Verantwortung stehlen. Wir sind der Auffassung, dass wir im Dialog mit allen Beteiligten solche Zustände vermeiden könnten."

(Pressemitteilung Hendrik Hering, Quelle)


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