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Pressemitteilung vom 28.11.2022    

In Montabaur ist Forum Soziale Gerechtigkeit neu gestartet

In sechs Großstädten haben Menschen unter dem Motto "Solidarisch durch die Krise – soziale Sicherheit schaffen und fossile Abhängigkeiten beenden“ demonstriert. Sie setzen sich für mehr soziale Gerechtigkeit, mehr Klimaschutz und eine solidarische Krisenpolitik ein. Auch im Westerwald gibt es Gleichgesinnte. Sie kamen in Montabaur zusammen, um das Forum Soziale Gerechtigkeit (FSG)nach Corona mit neuem Leben zu füllen und eine andere Organisationsform für das soziale Netzwerk im Westerwald zu schaffen.

Bald will das FSG auch wieder Fachgespräche in sozialen Einrichtungen im Westerwaldkreis führen - wie hier in der Tagesklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Dernbach. (Foto: FSG)

Montabaur. Auf Einladung der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) begrüßte dazu Dr. Georg Poell Aktive aus Wohlfahrtsverbänden, Sozialeinrichtungen, Organisation mit sozialem Hintergrund und aus Parteien sowie weitere Interessierte im Forum St. Peter in Montabaur: "Wir wollen zusammen ein starkes Zeichen setzen für eine sozial gerechte und nachhaltige Politik auf allen Ebenen von der Kommune bis zur EU“, sagte der KEB-Leiter. Vor dem Hintergrund der katholischen Soziallehre forderte er, die Bekämpfung der multiplen Krisen müsse zusammen gedacht werden: soziale Sicherheit, Demokratie und Klimaschutz Hand in Hand. Die heimische Bundestagsabgeordnete Dr. Tanja Machalet informierte als Mitglied des Parlamentsausschusses für Arbeit und Soziales in einem "Sozialbericht aus Berlin“ über einige sozialpolitische Neuerungen und Vorhaben der Ampel-Koalition, wie die Umsetzung des Mindestlohns von 12 Euro und die dauerhafte Stabilisierung des Rentenniveaus. Zudem werde mit der Einführung des Bürgergeldes und der Umsetzung mehrerer Entlastungspakete dazu beigetragen, dass auch Menschen mit geringerem Einkommen durch diese Krise kommen können. "Das FSG war über viele Jahre ein wichtiges sozialpolitisches Netzwerk in der Region und das muss es auch bleiben““, kündigte die Abgeordnete ihre weitere Unterstützung an.

"In über 100 meist gut besuchten Veranstaltungen, zahlreichen Aktionen, Einrichtungsbesuchen sowie ungezählten Presseveröffentlichungen und Einzelgesprächen zu aktuellen Themen und Entwicklungen war unser Sozialforum bisher ein genauso wichtiger wie unbequemer Akteur im Westerwaldkreis“, wird auch Gründer und Koordinator Uli Schmidt in der Pressemitteilung zitiert. Nun müsse man gemeinsam überlegen, wie das Netzwerk organisatorisch neu aufgestellt und ohne seine Leitung fortgesetzt werden könne. Weiterhin sei jedoch ein unabhängiges Sprachrohr für diejenigen Wäller unverzichtbar, die in der erfolgsorientierten Gesellschaft mit ihren Problemen zu wenig Gehör fänden. Auch gelte es nach wie vor, bei Bedarf Druck auf Sozialbehörden und die Politik zu machen.



Breiten Raum nahm die Erarbeitung von Themen ein, die künftig die Arbeit des Forums bestimmen sollen. Einige davon sind knapper Wohnraum, Einsamkeit durch Alter und Armut, Probleme von Alleinerziehenden, Flucht und Asyl, Teilhabe von Menschen mit Behinderung sowie die Förderung des Ehrenamtes. Insbesondere wollen sich alle Beteiligten auch dafür einsetzen, dass die gesellschaftliche Solidarität in dieser Krisenzeit nicht unter die Räder kommt und an Bedeutung verliert.

Wie das umgesetzt werden und mit welcher Organisationform unter Federführung des KEB das Forum künftig arbeiten kann, ist Thema das nächsten Aktiven-Treffens am Montag, 30. Januar. Um 18 Uhr sind dazualle Interessierten ins Forum St. Peter in Montabaur willkommen. Weitere Infos erteilen Dr. Georg Poell (E-Mail g.poell@bistumlimburg.de) oder Uli Schmidt (E-Mail uli@kleinkunst-mons-tabor.de). (PM)




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