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Pressemitteilung vom 25.11.2022    

"Orange Day": Universität in Koblenz setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Die Gleichstellungsvertretung der Universität Koblenz setzt zum "Orange Day" 2022 mit einer ganz besonderen Aktion ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen: Auf dem zentralen Platz des Campus Koblenz wurde eine orangefarbene Sitzbank installiert. Die orange gestrichene Bank auf dem Campus der Universität in Koblenz soll auf nachhaltige Weise auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen.

Auf dem Campus steht jetzt eine orange gestrichene Bank. (Foto: Alexander Tibo-Gnosa)

Koblenz. Gewalt gegen Frauen ist ein gesamtgesellschaftliches Phänomen: Sie zieht sich durch alle Nationen, alle Religionen, alle Altersstufen, alle Schichten, alle Bildungsniveaus. Jährlich wird am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, dem 25. November, darauf aufmerksam gemacht. Das Datum wird schon seit den 1990er-Jahren auf der ganzen Welt unter dem Motto "Orange the World“, das die UN ausgerufen hat, begangen. In den vergangenen Jahren konnte man deshalb in vielen deutschen Großstädten orangefarben angestrahlte Wahrzeichen beobachten. Auch wenn damit eine besondere Aufmerksamkeitswirkung erzielt werden kann, verbietet sich eine solche Aktion in Zeiten der Energiekrise. Deshalb fiel die Entscheidung der Gleichstellungsvertretung in diesem Jahr darauf, eine Sitzbank auf dem Mikadoplatz orange anzustreichen.

Als alltägliches Objekt verweist sie darauf, dass Gewalt gegen Frauen überall verbreitet ist und oft unbemerkt bleibt. "Die Bank soll alle Angehörigen, Mitglieder und Freunde der Universität nicht nur heute, sondern auch in den nächsten Jahren daran erinnern, dass wir hier keine Gewalt gegen Frauen dulden“, so die Gleichstellungsbeauftragte der Universität Koblenz, Dr. Tanja Gnosa. "Dafür haben wir selbst Hand angelegt, geschliffen, grundiert und gestrichen – das zeigt, dass man etwas tun muss, wenn man etwas ändern möchte“, ergänzen Fabienne Brzoska und Kathi Schmitt, studentische Hilfskräfte der Gleichstellungsbeauftragten und Mitwirkende an der Aktion.



Dass das Thema nichts an Aktualität verloren hat, zeigt die am 24. November erschienene Kriminalstatistik des BKA: 2021 starb beinahe jeden dritten Tag eine Frau, weil sie eine Frau war. Betroffene häuslicher Gewalt, die in über 143.000 Fällen zur Anzeige kam, waren zu 80 Prozent weiblich. Der damit im Vergleich zu 2020 leicht rückläufige Trend sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Dunkelfeld weiterhin sehr groß ist, so die Uni Koblenz. (PM)


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