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Nachricht vom 22.11.2022    

Die Gruppe‘93 - Bildende Künstler Neuwied feiert bald 30. Jubiläum

Von Helmi Tischler-Venter

Die Regionalinitiative „Wir Westerwälder“ bewirbt alles Schöne und Besondere in den Landkreisen Altenkirchen, Neuwied und Westerwaldkreis. Wie Vorständin Sandra Köster erläuterte, kommen an die Geschäftsstelle immer mehr Anfragen zum Segment Kunst und Kultur, einem wichtigen Standortfaktor, wenn es um das Anwerben oder Halten von Fachkräften geht.

Von links: Sandra Köster, Ulrich Christian, Helga Gans-Eichler, Sybille Lenz, Jan Einig und Achim Hallerbach. Foto: Wolfgang Tischler

Neuwied. Für den Kreis und die Stadt Neuwied ist die Künstler-Gruppe‘93 bedeutsam, da sie mit regelmäßigen Ausstellungen die Neuwieder Kulturszene bereichert. Immer im jährlichen Wechsel gestalten die Gruppenmitglieder Ausstellungen im kreiseigenen Roentgen-Museum und in der Stadt-Galerie Mennonitenkirche. Für diese exzellenten Ausstellungsorte seien die Künstler sehr dankbar, sagte Vorsitzende Sybille Lenz, die seit 2014 Mitglied der Vereinigung ist.

Gegründet wurde die Gruppe‘93 Bildende Künstler Neuwied e. V. im Mai 1993 auf Initiative des Architekten und Malers Otto Buhr. Sie ist ein regionaler Zusammenschluss von professionellen Künstlerinnen und Künstlern, die im Kreis Neuwied und darüber hinaus künstlerisch tätig sind.

Vor jeder Ausstellung wählt die Gruppe satzungsgemäß ein Jahr im Voraus ein gemeinsames Thema, das dann unabhängig voneinander und individuell im jeweils eigenen Stil künstlerisch ausgearbeitet wird, in gegenständlicher und ungegenständlicher Malerei, als Skulptur oder Installation. Bisweilen werden Gastkünstler eingeladen und man pflegt den Austausch mit der Partnerstadt Güstrow. Über die Aufnahme neuer Mitglieder - sie sollen im Kreis Neuwied leben oder arbeiten, laut historischer Satzung jedoch nicht in Linz, - stimmt die Mitgliederversammlung ab.

Lenz betonte, man suche immer Kontakt zu Gruppen in anderen Kreisen. Dieses Anliegen komme der Arbeit von „Wir Westerwälder“ entgegen, freute sich Sandra Köster, denn man wolle wie die Spinne im Netz Verbindungen herstellen. Dazu werde die Informationsplattform ständig erweitert und aktualisiert. Die Vorständin verwies auch auf die Westerwaldkonferenz, die genau auf dieses Ziel hinarbeitet.




Oberbürgermeister Jan Einig nahm den Impuls mit, beim nächsten Treffen mit Amtskollegen den Bereich Kunst als gesellschaftspolitischen Anstoß vorzustellen und zu schauen, wo man Kunstkreise miteinander verbinden kann. Er versprach auch, im kommenden Jahr die Galerie in der Mittelstraße zu reaktivieren und während der Adventszeit wieder Künstlergruppen zur Verfügung zu stellen.

Die Mitglieder der Gruppe‘93 nannten als weiteres Anliegen, dass der ambitionierte Kunstverein Mittelrhein ab und zu auch regionale Künstlerinnen und Künstler mitarbeiten lassen solle.

Landrat Achim Hallerbach bestätigte, dass Vernetzung wertvoll ist, weil man voneinander hört, sich kennenlernt und vom Kirchturmdenken wegkommt. In den drei Landkreisen finde man viel Potenzial an bildenden Künstlern, Schauspielern und Musikern.

Auf die Frage des Landrats nach den Highlights in den fast 30 Jahren, nannte Sybille Lenz die Jubiläumsveranstaltungen und der Künstler Ulrich Christian erinnerte sich an eine große Ausstellung im Jahr 1997 in der Abteikirche Rommersdorf. Malerin Helga Gans-Eichler ergänzte, die über vier oder fünf Wochen laufende Ausstellung habe unter dem Titel „Licht und Tod“ stattgefunden.

Für das 30-jährige Jubiläum plant die Gruppe‘93 als Besonderheit, eine Collage aus Kunstwerken zu erstellen, die bei der Finissage versteigert werden. Die Vernissage ist für den 21. Mai 2023 terminiert, bei hoffentlich gutem Wetter soll dann im Garten des Roentgen-Museums gefeiert werden.

Aktuelle Informationen sind zu finden auf der Homepage der Gruppe’93. (htv)




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