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Pressemitteilung vom 22.11.2022    

Feierliches Gelöbnis der Bundeswehr und Patenschaft in Westerburg

Von Wolfgang Rabsch

Der Alte Markt in Westerburg war Schauplatz einer feierlichen Zeremonie der 5. Kompanie des Sanitätsregiments 2 "Westerwald" und der Stadt Westerburg. Im Rahmen des sogenannten "Patenschaftsappels", legten 40 Teilnehmer des Lehrgangs "Allgemeine soldatische Ausbildung für ungedientes Zivilpersonal" das feierliche Gelöbnis ab.

Überreichung der Patenschaftsurkunden (v.l.): Oberstarzt Dr. Marcus Nölle, Oberstarzt Dr. Sven Funke, Stadtbürgermeister Janik Pape. (Fotos: Wolfgang Rabsch)

Westerburg. Die Zivilisten verpflichteten sich, Deutschland tapfer zu verteidigen, aber auch nach dem Leitbild des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr „Der Menschlichkeit verpflichtet“ treu zu dienen. Musikalisch wurde die militärische Zeremonie vom Heeresmusikkorps Koblenz unter der Leitung von Hauptmann Wolfgang Dietrich begleitet. Beim Einmarsch auf den Altenmarkt wurde der „Regimentsgruß“ intoniert.

Die Verbundenheit der Bevölkerung der Garnisonsstadt Westerburg wurde durch eine rege Beteiligung der Bürger dokumentiert. Daneben waren Vertreter verschiedener Hilfsorganisationen, der Kirchen und der Kommunalpolitik erschienen. Besondere Erwähnung fand die Anwesenheit von Dr. Tanja Machlalet, Mitglied des Deutschen Bundestags (SPD), und Jenny Groß (CDU), Mitglied des Landtags von Rheinland-Pfalz, die beide für ihren Einsatz für den Erhalt der Garnison im Westerwald gelobt wurden.

Es hatte tatsächlich etwas Feierliches, als die verschiedenen militärischen Formationen auf dem Marktplatz im Karree angetreten waren. Dem Heeresmusikkorps Koblenz gelang es, mit dem „Fahnentruppmarsch“ und dem „Reitermarsch des Großen Kurfürsten“ eine gute Stimmung herbeizuführen. Sinnbildhaft stand dafür die Kompanie aus Rennerod, die mit ihrer Anwesenheit den Zusammenhalt innerhalb der Kompanien bekräftigten.

Reden zur Besieglung der Patenschaft
Zunächst begrüßte der Kommandeur der 5. Kompanie des Sanitätsregiments 2 „Westerwald“ aus Rennerod, Oberstarzt Dr. Sven Funke, die Besucher der Zeremonie und die Soldaten. Dr. Funkes sieht seine Kompanie mit rund 240 medizinisch voll ausgebildeten Soldaten in der Lage, Aufgaben wie die eines Kreiskrankenhauses zu erfüllen. Der Kommandeur betonte, dass der Rückhalt in der Bevölkerung und die damit verbundene Akzeptanz, die Angehörigen seiner Kompanie motiviere. Die Erfahrungen, die in der langjährigen Garnisonsstadt Westerburg mit der Bundeswehr gemacht worden, wären sehr eindrucksvoll gewesen und hätten eindrucksvoll bewiesen, dass ein vertrauensvolles Miteinander zwischen Zivilbevölkerung und Bundeswehr möglich ist.

Janick Pape, Stadtbürgermeister von Westerburg, zeigte sich sehr erfreut über das Zustandekommen der Patenschaft mit der fünften Kompanie und unterstützte diese von Anfang an. „Seit der Fertigstellung der „Wäller“-Kaserne, waren die dort stationierten Soldaten ein fester Bestandteil des Stadtbildes und des öffentlichen Lebens, mit dem sich die Stadtbevölkerung verbunden fühlte“, sagte der Stadtchef wörtlich. „Nun sind wir stolz darauf, die Patenschaft mit der 5. Kompanie des Sanitätsregiments 2 ‚Westerwald‘ schließen zu dürfen und wir sind stolz darauf, dass sich heute wieder Männer und Frauen hier bei uns in den Dienst unseres Staates stellen. Sie tun dies, um unsere Werte und die Menschen dieses Landes wehrhaft zu verteidigen, in dem vollen Bewusstsein, was dies in letzter Konsequenz auch für das eigene Leben bedeutet. Hierfür gebührt Ihnen unser Dank und unser Respekt. Ihnen gebührt unsere große Anerkennung als Gesellschaft für ihr Pflichtgefühl, für ihre Bereitschaft der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des Deutschen Volkes tapfer zu verteidigen", führte Janik Pape weiter aus. Er hätte auch nicht damit gerechnet, dass in der Stadt Westerburg nochmals ein militärisches Gelöbnis abgelegt werden würde, seit der Schließung der „Wäller“-Kaserne 2007.



Anschließend tauschten Stadtbürgermeister Janick Pape und Oberstarzt Dr. Sven Funke die Patenschaftsurkunden aus, die im Geschäftszimmer der 5. Kompanie und im Sitzungssaal der Stadt Westerburg einen ehrenvollen Platz finden werden.

Nun stand noch das feierliche Gelöbnis der zivilen Teilnehmer des Lehrgangs „Allgemeine Soldatische Ausbildung“ an. Dazu traten sechs Teilnehmer aus der Gruppe, angeführt von einem Fahnenträger, in die Mitte des Alten Markts. Nachdem die Formel für das Gelöbnis gesprochen wurde, bekräftigten Stadtbürgermeister Janick Pape und Kommandeur Dr. Sven Funke das Gelöbnis per Handschlag. Die angetretenen sechs Soldaten leisteten stellvertretend für die übrigen Teilnehmer ihrer Gruppe den Eid.

Mit der Besieglung der Patenschaft und dem Ablegen des militärischen Gelöbnisses war die Zeremonie beendet. Zum Abschluss ertönte die deutsche Nationalhymne, eindrucksvoll intoniert vom Heeresmusikkorps Koblenz. Anschließend fand noch ein kleiner Empfang im Sitzungssaal der Stadt Westerburg statt, bei dem alle Gäste die Gelegenheit hatten, sich beim Small Talk auszutauschen. (Wolfgang Rabsch)



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