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Pressemitteilung vom 12.11.2022    

12. Netzwerkkonferenz des Kreisjugendamtes: Psychisch kranke Eltern und ihre Kinder

Auf Einladung des Kreisjugendamtes kamen jüngst mehr als 240 Vertreter aus Grundschulen, Schulsozialarbeit, Kindertagesstätten, Ortsgemeinden, Politik sowie Fachkräfte der Jugendhilfe im Westerwaldkreis zur 12. interdisziplinären Netzwerkkonferenz zum Schutz von Kindeswohl und Kindesgesundheit im Bürgerhaus in Wirges zusammen.

Die Organisatoren der 12. Netzwerkkonferenz des Kreisjugendamtes konnten 240 Gäste, um zu netzwerken und den Vortrag von Dagmar Wiegel zu hören, begrüßen. (Foto: Pressestelle der Kreisverwaltung)

Wirges. "Das Thema ist ein Dauerbrenner und es ist so wichtig, immer wieder darüber zu sprechen und sich zu vernetzen. Die Zahl der heute Anwesenden zeigt, dass der Bedarf da ist, sich endlich wieder gemeinsam und in Präsenz mit dem Thema zu beschäftigen", waren sich die Kinderschutzkoordinatoren im Kreisjugendamt und Organisatoren der Netzwerkkonferenz, Björn Krause, Nina Schüchen und Kristin Andree, einig. Von zentraler Bedeutung sei für alle in der Jugendarbeit Tätigen, Anzeichen der Kindeswohlgefährdung frühzeitig zu erkennen. So konnte in diesem Zusammenhang auch das neue Kinderschutzteam des Jugendamtes vorgestellt werden.

Als Referentin war Dagmar Wiegel aus Köln gekommen. Als ausgebildete Erzieherin beschäftigt sie sich seit vielen Jahren mit dem Thema "Psychisch kranke Eltern und ihre Kinder" und ist als systemische Supervisorin tätig.

Thema nicht verheimlichen
Etwa 3 Millionen Kinder erleben jährlich einen Elternteil mit psychischen Erkrankungen. "Eine psychische Erkrankung ist meist eine Familienerkrankung", erklärt Wiegel und macht damit deutlich, dass mit einer erkrankten Person auch deren Mitmenschen umzugehen lernen müssen. Deswegen ist es aus Sicht der Referentin erforderlich, Kinder zu informieren und das Thema nicht zu verheimlichen. Ziel müsse sein, ihnen die Last zu nehmen, damit sie nicht selbst krank werden. Aber auch die Eltern bräuchten Ansprechpartner und Institutionen, an die sie sich wenden können.




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Psychische Erkrankungen dürften kein Tabuthema sein. Jeder könnte betroffen sein, denn im Leben läuft nicht immer alles glatt. Umso notwendiger ist es, in diesen Situationen Hilfe zu erhalten - für sich selbst und für die eigenen Kinder. In diesem Zusammenhang lobte Wiegel die präventive Arbeit des Jugendamtes, auch weil die Problematik zum Thema dieser Veranstaltung gemacht wurde.

Passend zur Thematik war Anna Weißheim vom Diakonischen Werk vor Ort und stellte das Projekt "Lebenskünstler:in" vor. Das Projekt richtet sich an Familien, in denen Mutter oder Vater psychisch- oder suchtkrank geworden sind. Als eine Anlaufstelle im Westerwaldkreis nehmen sie sich betroffener Familien an. Natürlich hatten die Teilnehmer auch Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und netzwerken. (PM)


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