Werbung

Pressemitteilung vom 01.11.2022    

Wohin mit dem Herbstlaub?

Laubbäume sind wichtig für unser Klima, schön anzusehen und im Herbst durch die Blattfärbung allemal eine Pracht. Doch das Laub fällt zum Ende der Saison ab und muss auf Gehwegen und im Garten entsorgt werden. Dafür gibt es Lösungen, von denen Mensch und Umwelt profitieren.

Herbstlaub ist bunt und schön, muss aber von Gehwegen und vom Rasen entfernt werden. Ein Rechen aus Metall ist das beste und einfachste Mittel zum Kehren.
(Foto: Shutterstock)

Region. Im Herbst fällt nach und nach viel Laub im Garten und vor dem Haus an - und damit auch etwas Arbeit. Liegen lassen ist nicht überall eine Option. In der Regel gilt: Das Laub muss weg. Auf Gehwegen, die an Privatgrundstücke grenzen, gilt Räum- und Streupflicht. Rutschen Passanten auf dem nassen Laub aus und verletzen sich, wird es teuer für den Hausbesitzer. Im Garten leidet der Rasen unter einer dichten Laubdecke. Wohin aber mit den mühsam zusammengekehrten Blättern, wenn die Biotonne nicht ausreicht oder Lagerfläche und Komposter fehlen?

Städte und Gemeinden bieten Angebote:
Restmüll- und Papiertonnen sind absolut tabu, um das Laub loszuwerden. Viele Städte und Gemeinden bieten Biotonnen an, in die neben organischen Küchenabfällen auch das Herbstlaub gefüllt werden kann. Einige Gemeinden haben Laubkörbe aufgestellt, andere bieten spezielle Säcke für Laub, die meist abgeholt werden, an. Gesammeltes Laub kann auch selbst zu den Abfallhöfen gebracht werden. Hier lohnt sich die Nachfrage beim kommunalen Entsorger.

"Biotonnen sind schnell voll. Wer nun auf die zündende Idee kommt, das Laub einfach zu verbrennen, dem sei gesagt, dass dies nicht nur verboten ist, sondern auch negative Begleiterscheinungen mit sich bringt. Blätter erzeugen aufgrund ihres hohen Wassergehaltes sehr viel Rauch und Gestank. Auch richtig trockenes Laub, sollte nicht verbrannt werden, da es gefährlich schnell brennt und sich ausbreitet. Das Abladen der Blätter im Wald ist ebenso strafbar und Sie könnten mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro rechnen", erklärt Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline.

Alternativen zur Entsorgung in der Biotonne:
Die Entsorgung über Biotonnen und -säcke ist nicht grundsätzlich die beste Lösung, um die Blätterflut zu bewältigen. Gartenbesitzer haben die Möglichkeit, das Laub als Mulch und Nahrung im Beet liegen zu lassen. Das ist der umweltfreundlichste und klimaschützendste Umgang mit den Blättern. Wenn das Laub verrottet und sich somit auflöst, gibt es wertvolle Nährstoffe an den Boden ab. Der wichtige Stoffkreislauf wird nicht unterbrochen und die Nahrungsbeziehungen im "Ökosystem" Garten bleiben erhalten. Klimabelastende Transportwege entfallen völlig.

Eine Blätterdecke bietet Pflanzen im Winter zudem Schutz vor Frost und sorgt für einen ausgeglichenen Bodenfeuchtehaushalt. Auch können Sie mit dem Laub den Tieren etwas Gutes tun. Sammeln Sie an einer windgeschützten Ecke ihres Gartens Blätter zusammen und bedecken Sie diese zusätzlich mit kleinen Ästen. Damit schaffen Sie ein perfektes Überwinterungsquartier für Kleintiere.



Ob man den Rasen vom Laub befreien sollte, wird unter Gärtnern diskutiert. Da Rasen immer weiterwächst benötigt er Licht und Sauerstoff. Die Aufnahme von beidem wird jedoch durch das aufliegende Laub behindert. Der Rasen leidet. Es kann zu Fäulnis und gelben Flecken kommen. Kehren Sie das Laub am besten vom Rasen auf die Beete und verteilen Sie es dort gleichmäßig. Zur Not geht es auf großen Rasenflächen, die nur dünn mit Laub bedeckt sind, auch mit einem Rasenmäher. Das Laub wird zerkleinert und im Auffangbehälter mit dem Rasenschnitt vermischt. Dieser kann dann über dem Beet entleert werden. Beachten Sie aber bitte, dass beim Mähen auch nützliche Tiere schaden nehmen können. Gerade für Igel, die ja im Laub Unterschlupf suchen, sind Rasenmäher dann und Mähroboter sowieso eine große Gefahr.

Sind die Beete bereits übervoll mit Blättern, bietet sich die Entsorgung im Kompostbehälter oder auf einem Komposthaufen an. Allerdings sollte der Anteil von Laub im Kompost nicht zu groß sein, da es viel Kohlenstoff und wenig Stickstoff enthält. Auch ein selbst gebauter Laubkorb aus engmaschigem Drahtgeflechtzaun bietet sich als Kompostierbehälter an. Der darin entstandene Laubkompost eignet sich zum Beispiel gut für Erdbeeren und zur allgemeinen Bodenverbesserung.

Geeignete Hilfsmittel zum Kehren:
Kehren Sie das Laub im Garten oder vor dem Haus am besten mit einem Rechen aus Metall zusammen. Mit einem Greifkehrer lässt sich das Laub ohne ständiges Bücken mühelos aufsammeln. So sparen Sie Energie und halten sich nebenbei fit und gesund.

Leichter fällt zwar die Arbeit mithilfe eines Laubbläsers und Laubsaugers oder wie oben erwähnt mit einem Rasenmäher. Dies sollte aber überdacht werden. Freilich sind die Zeiten der lauten Verbrennungsmotoren vorbei und es gibt moderne Akkugeräte, aber eine Geräuschbelästigung bleibt. Zudem benötigen die Geräte Energie. Ein Laubbläser pustet in Orkanstärke nicht nur Blätter und Äste weg, sondern auch Tiere. Mäuse und Jungigel werden förmlich durch die Luft geschleudert.

Laubsauger schaden nicht minder der Tierwelt, denn der Sauger saugt nicht nur tote Materie an. Da im Inneren das Gesaugte gleich geschreddert wird, werden dabei auch viele nützliche Tiere, die im Laub Unterschlupf gesucht haben, zerhäckselt. Sie sollten auch hier an den hohen Lärmpegel solcher Geräte denken.
(PM)



Lesen Sie gerne und oft unsere Artikel? Dann helfen Sie uns und unterstützen Sie unsere journalistische Arbeit im Westerwaldkreis mit einer einmaligen Spende über PayPal oder einem monatlichen Unterstützer-Abo über unseren Partner Steady. Nur durch Ihre Mithilfe können wir weiterhin eine ausgiebige Berichterstattung garantieren. Vielen Dank!



Mehr dazu:   Ratgeber  


Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Region


Über Scheuerfeld bis nach Langenbach: Holzanlieferung auf der Schiene?

Altenkirchen/Langenbach. Die Natur bemächtigt sich langsam aber sicher der Trasse, auf der einst Züge unterwegs waren zwischen ...

Warmer Kartoffelsalat mit Wildwürstchen - Heiligabendessen einmal anders

Dierdorf. In Kombination mit heimischer Wildschwein-Bockwurst hat man ein feines Festessen.

Zutaten für vier Personen:
1 ...

Höhn: LKW-Fahrer mit 1,98 Promille unterwegs

Höhn. Nachdem bei dem Fahrer ein Atemalkoholgeruch wahrgenommen wurde, ergab ein Atemalkoholtest 1,98 Promille. Daraufhin ...

Geselliges Zusammenkommen beim Herschbacher Weihnachtsmarkt

Herschbach. Um 14.11 Uhr ging es los. Neben Ponyreiten kam auch der Nikolaus für die kleinsten Gäste vorbei und brachte über ...

Janine Best als Ortsvorsteherin von Reckenthal verabschiedet

Reckenthal. „Wir waren ein gutes Team, der Ortsbeirat und ich. Sehr motiviert und mit vielen Ideen für unser kleines Dorf“, ...

Kinder singen zur Weihnachtszeit - Konzerte in Kirburg und Dillenburg

Kirburg/Dillenburg. Ausführende sind die Kinderkantorei, der Figuralchor der Evangelischen Kirchengemeinde Dillenburg sowie ...

Weitere Artikel


Reformationstag gefeiert: Viele Gottesdienste erinnern an "Geburt" der Evangelischen Kirche

Westerwaldkreis. Besondere Gottesdienste gab es unter anderem in Kroppach, Selters, Bad Marienberg, Alpenrod und Willmenrod. ...

Montabaur ist weiterhin "Fairtrade-Stadt"

Montabaur. Die Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland und die Steuerungsgruppe freuen sich über die Verlängerung des Titels: "Die ...

Westerwälder Rezepte - Lecker, vegetarisch und preiswert: Kürbisfrikadellen mit Lauchgemüse

Dierdorf. Zutaten für vier Personen:
1,5 Kilogramm Hokkaido-Kürbis (geputzt 1,2 Kilogramm)
Salz
1 Zwiebel
3 Stangen Lauch
1 ...

Einsatzgeschehen in der Halloween-Nacht

Lahnstein. In einem Fall hatte ein Geschädigter durch ein Schild sinngemäß darum gebeten,
nicht zu klingeln, da er aufgrund ...

Bolschoi Don Kosaken Chor im KulturWerk Wissen – Stimmgewalt begeisterte das Publikum

Wissen. Für die Liebhaber der slawischen Gesänge ist ein Kosakenchor immer ein Highlight. So war es auch im Kulturwerk, die ...

Kürbisschnitzen am Stockhäuschen

Stockum-Püschen. Jeder Sprössling bewaffnete sich mit dem "Schönsten" von allen und zog damit zu einem Platz auf den bereitgestellten ...

Werbung