Werbung

Nachricht vom 12.10.2022    

Mehr als 460 Unterschriften zur Rettung des "Wäldchens" in Eitelborn gesammelt

Die Bürgerinitiative "Pro Wäldchen" hat in den vergangenen Monaten 462 Unterschriften gesammelt - überwiegend in Eitelborn und den Nachbargemeinden. Ziel der Aktion ist es, die Rodung eines kleinen Waldgebiets in Eitelborn zu verhindern. Mitglieder der Bürgerinitiative haben im Beisein des "NABU Montabaur und Umgebung" nun die Unterschriftenliste an einige Mitglieder des Eitelborner Gemeinderates übergeben.

Der NABU Montabaur und die Bürgerinitiative Eitelborn bei der Unterschriftenübergabe. (Foto: NABU Montabaur und Umgebung)

Eitelborn. Geht es nach Eitelborns Bürgermeister Daniel Best und einigen Gemeinderatsmitgliedern, ist die Sache bereits klar: Das kleine Waldgebiet soll zum großen Teil gerodet werden. Dort sollen zehn Bauplätze entstehen. Die neu gegründete Bürgerinitiative „Pro Wäldchen“ und der „NABU Montabaur und Umgebung“ stellen sich entschieden dagegen. Denn das Vorhaben ist in Zeiten von Klimawandel und Artensterben nicht mehr zeitgemäß.

„Es gibt im Dorf noch einige freie Grundstücke oder leerstehende Häuser, warum muss hier also Wald gerodet werden, um Bauplätze zu schaffen“, kritisiert Kai Schrank von der Bürgerinitiative die Pläne der Ortsgemeinde. Als Biologie-Lehrer spreche er mit seinen Schülern oft über die Folgen des Klimawandels. Da könne er nicht tatenlos zusehen, wie direkt vor seiner Haustür ein gesunder Wald abgeholzt werden soll.

Der NABU kritisiert zudem, dass das im Auftrag der Gemeinde Eitelborn erstellte Umweltgutachten unzureichend sei. Es sei dabei etwa nicht untersucht worden, welche Amphibien- oder Reptilienarten in dem Waldgebiet vorkommen. Auch die Untersuchung des Fledermausvorkommens sei unzureichend. Und ein Greifvogelnest sei ebenfalls übersehen worden, dessen Zerstörung hingegen verboten wäre. Hier hätte das mit dem Gutachten beauftragte Planungsbüro nach Ansicht des NABU deutlich gewissenhafter arbeiten müssen.



Die Bürgerinitiative „Pro Wäldchen“ und der „NABU Montabaur und Umgebung“ sind der Meinung, dass der Flächenverbrauch und die Flächenversiegelung mit Blick auf den Klimawandel und das globale Artensterben nicht ungebremst weiter fortgeführt werden dürfen. Das „Wäldchen“ schaffe in seiner Umgebung ein wertvolles Mikroklima und diene der Biotopvernetzung. Es sei unbedingt in seiner jetzigen Form zu erhalten. (PM)


Lokales: Montabaur & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Verhandlung wegen Totschlags in Kirchen wird beim Landgericht Koblenz fortgeführt

Bei der 14. Strafkammer des Landgerichts Koblenz wurden weitere Fortsetzungstermine im Verfahren wegen ...

Anspruchsvolle Wanderung auf der Linzer Höhe

Am 11. Oktober 2026 lädt Typisch Westerwald zu einer herbstlichen Wanderung über die Linzer Höhe ein. ...

Laufend helfen: Ahmadiyya Charity Walk am Wiesensee

Zum vierten Mal fand der Ahmadiyya Charity Walk in Stahlhofen am Wiesensee statt. Die Veranstaltung zog ...

Mitreißende Melodien in Bad Marienberg: Die zehn Gebote musikalisch entdecken

Ein außergewöhnliches Konzert erwartet Musikliebhaber in Bad Marienberg. Am 24. Oktober 2026 wird die ...

Isenburg: Harte Arbeit an einer der ältesten Burgen am Mittelrhein

Die um 1100 erbaute Isenburg im gleichnamigen Ort im Kreis Neuwied ist ein kulturhistorisches Juwel, ...

Grableuchten-Diebstahl auf Norkener Friedhof

Auf dem Friedhof in Norken wurden mehrere Grableuchten gestohlen. Die Tat ereignete sich zwischen dem ...

Weitere Artikel


Verbandsgemeinderat Montabaur traf sich zur Herbstsitzung

Das erste Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie traf sich der Verbandsgemeinderat (VGR) Montabaur wieder ...

Laute Hilfeschreie unterbrachen die morgendliche Ruhe am Herthasee

Am Samstag (8. Oktober) fand die jährliche Bezirksübung der DLRG Westerwald-Taunus statt. Ausgangspunkt ...

"Neue" Mitarbeitende werden spät, aber herzlich ins Dekanat eingeführt

Für den Segen ist es nie zu spät: Mehr als zwei Jahren nach ihrem offiziellen Start im Evangelischen ...

Wohngeldstelle im Westerwaldkreis konzentriert telefonische Erreichbarkeit

Die Energiekrise trifft viele Menschen bundesweit und so auch im Westerwaldkreis ins Mark. Wie die Kreisverwaltung ...

"Orgel rockt – Tour 6": Patrick Gläser kommt nach Neunkirchen

Patrick Gläser stellt auf der Kirchenorgel symphonische Filmmusiken von John Williams, Steve Jablonski ...

Rheinland-Pfalz: Innenminister Roger Lewentz tritt zurück

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) ist zurückgetreten. Lewentz reagiert damit ...

Werbung