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Nachricht vom 13.09.2022    

Jugendfeuerwehren der Verbandsgemeinde Wirges probten den Ernstfall

Von Wolfgang Rabsch

Am vergangenen Samstag (10. September) herrschte auf den Schulhöfen der Theodor-Heuss-Schule in Wirges Hochbetrieb. Grund dafür: Die jährliche Gemeinschaftsübung der Jugendfeuerwehren aus der VG Wirges. Die Kinder und Jugendlichen sollen bei der Übung Gefühl bekommen, wie es im Ernstfall ist, wenn man zu einem Notfall gerufen wird.

Die Jugendfeuerwehr der VG Wirges probte den Ernstfall. (Fotos: Wolfgang Rabsch)

Wirges. Bereits von weitem wurde gehört, wie sich die Feuerwehren mit eingeschaltetem Signalhorn sich dem Übungsplatz näherten. Manch erschrockener Einwohner von Wirges wird sicherlich gedacht haben: „Was ist denn jetzt schon wieder passiert?“ Doch es brauchte sich niemand Gedanken zu machen, da die Kinder und Jugendlichen den Ernstfall üben und ein Gefühl für Notfälle entwickeln sollten. (Zu Übungszwecken ist übrigens die Benutzung von Sondersignalen erlaubt)

Hurra, die Schule brennt
Die Übung stand übrigens unter dem Motto „Die Schule brennt“, dafür wurde die Theodor-Heuss-Schule als fiktiver Brandherd ausgesucht. Das Thema „Die Schule brennt“ war Anfang der 70er Jahre im Unterhaltungssektor sehr erfolgreich: Der Film „Hurra, die Schule brennt“ mit Peter Alexander, Heintje und Hansi Kraus, war ein absoluter Kinoschlager. Als anfangs der 80er Jahre die Neue Deutsche Welle (NDW) modern wurde, landete die Band „Extrabreit“ mit „Hurra, Hurra, die Schule brennt“ in den deutschen Charts einen Nummer Eins-Hit.

Übung macht den Meister
Daran haben die 96 Kinder und Jugendlichen bei der Feuerwehrübung sicherlich nicht gedacht, denn sie waren sehr eifrig damit beschäftigt, schnellstmöglich die Schläuche auszurollen, um diese an die Verteiler anzuschließen, in die das Wasser aus den Tanklöschfahrzeugen (TLF) floss. Dann endlich konnte das lang ersehnte Kommando „Wasser marsch“ ertönen, die Schläuche füllten sich mit Wasser und der Junge oder das Mädchen an der Spritze konnte das Ventil öffnen, um den Strahl auf den „Brandherd“ richten. Wegen der Rückstoßkraft an der Spritze, hielten zwei weitere Feuerwehrleute den Schlauch an sich gedrückt, damit der Wasserstrahl zielgenau auf die Feuerstelle gerichtet werden konnte.




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Um in Zeiten der Wasserknappheit mit gutem Beispiel voranzugehen, erfolgte bei der gesamten Übung der Wasseraustritt nicht per Strahl, sondern durch Sprühstoß. Somit gelang es, aus dem mit vier Kubikmeter gefüllten TLF lediglich anderthalb Kubikmeter Wasser für die Übung zu verbrauchen. Die Kinder und Jugendlichen waren voller Begeisterung bei der Sache, obwohl es während der Löschübung ununterbrochen stark „tretschte“, wie man im Westerwald sagt. Die Theodor-Heuss-Schule war von den Einheiten der Jugendfeuerwehren komplett „umstellt“, aus allen Rohren und Spritzen schossen die Wasserfontänen heraus, sodass von der Einsatzleitung alsbald das Kommando „Wasser stopp“ erteilt werden konnte, da der „Brandherd“ vollkommen unter Kontrolle war. Damit war der Löscheinsatz noch nicht erledigt, denn die eingesetzten Schläuche mussten wieder ordnungsgemäß zusammengerollt werden, und ordnungsgemäß in den Löschfahrzeugen verstaut werden.

Nach getaner Arbeit warte auf die jungen Floriansjünger eine leckere Belohnung, denn für jeden gab es lecker gegrillte Brat- und Rindswürste, zudem Cola, Limo, oder Wasser, um den Brand in den Kehlen zu löschen.

Lobende Worte der Einsatzleitung
Alexandra Marzi, die Bürgermeisterin der VG Wirges, war als interessierte Zuschauerin vor Ort, um zu beobachten, was der Feuerwehrnachwuchs leisten kann. Sie hatte für die starken Regenfälle einen neuen Ausdruck kreiert, denn nach ihrer Aussage wären die Regenschauer „flüssiger Sonnenschein“. Nach der Übung richtete die Bürgermeisterin ein herzliches Dankeschön an den Feuerwehrnachwuchs, an VG-Jugendwart Dirk Ströder, die Jugendwarte aller Ortswehren und der Wehrleitung Thomas Huberty und Matthias Stein. (Wolfgang Rabsch)


Lokales: Wirges & Umgebung
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