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Pressemitteilung vom 09.09.2022    

Trotz berechtigter Kritik bleiben die demokratischen Parteien für das politische System unverzichtbar. Doch trägt diese

Trotz berechtigter Kritik bleiben die demokratischen Parteien für das politische System unverzichtbar. Doch trägt diese Erkenntnis die gefährdete Demokratie auf Dauer nur, wenn die Parteien stark genug und in der Bevölkerung fest verwurzelt sind. Die SPD stellt sich daher in vielen Dörfern rund um Montabaur neu auf.

Die Vorstandsmitglieder und Aktiven des neuen SPD-Ortsvereins freuen sich mit MdL Hendrik Hering (4. v.l.) und dem Vorsitzenden Eric Walter (7. v.l.) über die gelungene Gründung und Zeichen des Aufbruchs der Sozis rund um Montabaur. (Foto: SPD)

Montabaur. Leider ist ausreichende Stärke der Parteien und Verwurzelung in der Gesellschaft (von Schwankungen abgesehen) mangels Mitgliederschwund und fehlendem Nachwuchs zunehmend ungewiss. Dies gilt auch für die SPD in der Verbandsgemeinde Montabaur, die sich jetzt außerhalb der Kreisstadt in vielen Dörfern neu aufstellen und attraktiver für kritische Geister werden will.

Als deutliches Zeichen für diesen Aufbruch haben die Mitglieder der SPD in den Kleinregionen in den Ahrbach- und Elbertgemeinden sowie im Buchfinkenland und den Gelbachhöhen einen gemeinsamen neuen Ortsverein (OV) gegründet. In einer Versammlung in der Vogelsanghalle Heiligenroth wurde dieser Beschluss einstimmig gefasst. Der neue OV soll zum 1. Januar 2023 – wohl unter dem Namen "SPD-Ortsverein Ahrbach und Stelzenbach" – seine Arbeit aufnehmen, wobei die Mitglieder bis zum Jahresende aufgefordert sind, Alternativen vorzuschlagen. Vorausgegangen waren Gespräche unter Beteiligung von Thomas Mockenhaupt vom SPD-Kreisvorstand zwischen Vertretern der bisherigen Ortsvereine Heiligenroth und Stelzenbach, nachdem dort, wie es Heiligenroths Ortsbürgermeister Helmut Burkey als Gastgeber ausdrückte, "ein bisschen die Luft raus war".

Zur Gründungsversammlung eingeladen hatte der Vorsitzende des SPD-Kreisverbandes Westerwald, Mitglied des Landtags, Hendrik Hering. Er begrüßte rund ein Dutzend SPD-Mitglieder aus den betreffenden Gemeinden und betonte, es sei wichtig, die Grundsätze sozialdemokratischer Politik in die Gemeinden vor Ort hineinzutragen. Hering dankte dem Vorsitzenden des OV Montabaur, Markus Lindauer, dafür, dass man sich um die Mitglieder in den umliegenden Gemeinden ebenfalls gekümmert habe. Allerdings sei deutlich geworden, dass dort aufgrund der Bedeutung der Stadt meist auch städtische Themen den Vereinsalltag bestimmten und dörfliche Angelegenheiten oft nur eine untergeordnete Rolle spielten.

Hering warf als Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtags einen kurzen Blick auf aktuelle Schwerpunktthemen der Landespolitik und verwies darauf, dass massive Investitionen in die Infrastruktur Rheinland-Pfalz zu wirtschaftlicher Stärke geführt hätten. "Wir sind jetzt ein Geberland", sagte er im Kontext des Länderfinanzausgleiches. Eine erfolgreiche Bildungspolitik habe dafür gesorgt, dass die Bildungschancen rheinland-pfälzischer Schüler im Bundesvergleich weniger von ihrer sozialen Herkunft abhängig seien.



Mit Blick auf die Flutkatastrophe an der Ahr im vergangenen Jahr erklärte der SPD-Politiker, dass keiner der Betroffenen außen vor bleiben dürfe. Das Land habe dafür mit dem Bund massive Förderprogramme aufgelegt. Angesichts der derzeit steigenden Energiekosten nannte Hering auch die Möglichkeit eines Eingreifens in die Preisgestaltung an den Energiemärkten.

Nachdem die Versammlungsteilnehmer sich kurz über aktuelle kommunalpolitische Themen vor Ort ausgetauscht und sich grundsätzlich für die Gründung eines neuen, gemeinsamen Ortsvereins ausgesprochen hatten, übernahm Hendrik Hering die Leitung für die Wahl eines Vorstands. Ohne Gegenstimmen wurde dabei Erik Walter aus Heiligenroth zum neuen Vorsitzenden gewählt. Zu seinem Stellvertreter bestimmten die SPD-Mitglieder Uli Schmidt aus Horbach. Der bisherige Kassierer des OV Heiligenroth, Josef Simon, führt dieses Amt auch im neuen Ortsverein weiter. Als Beisitzer wurden die Ortsbürgermeisterin von Niederelbert, Carmen Diedenhofen, Sebastian Stendebach (Ortsbürgermeister von Oberelbert) und Herbert A. Eberth (Welschneudorf) gewählt.

Beim Programm soll ab Anfang nächsten Jahres auf vom früheren OV-Stelzenbach entwickelte Formate aufgebaut werden. So soll möglicherweise wieder in der Reihe "Blickpunkt regional" eine Exkursion mit drei Betriebsbesuchen sowie ein "Roter Talk im Grünen Baum" zu einem drängenden Thema stattfinden. Vorgeschlagen wurde auch ein Infoabend zum Thema Radverkehr unter dem Motto "77 Minuten kommunal" sowie eine Waldexkursion. Auch soll ein Gast in der Reihe "Aktuelles aus den Hauptstädten" eingeladen werden. Weitere Themen oder Aktionen können auf Wunsch der Mitglieder gerne aufgegriffen werden.

Der neue OV-Vorsitzende Erik Walter dankte im Schlusswort für das Vertrauen. Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Team. Er wolle "mit den Menschen arbeiten, jeden Einzelnen mitnehmen", betonte der Vorsitzende, der neben der Kommunalpolitik aus einem reichen ehrenamtlichen Erfahrungsschatz bei Feuerwehr, Jugendarbeit und kirchlichem Engagement schöpfen kann. Alle "Sozis" oder ihnen Nahestehende, die an einer Mitarbeit im neuen OV oder an einer Unterstützung interessiert sind, könne sich unter uli@kleinkunst-mons-tabor.de an den Vorstand wenden. (PM)


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