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Nachricht vom 19.08.2022    

Bürgermeisterwahl Selters: Axel Spiekermann will den Zusammenhalt fördern

Von Wolfgang Rabsch

Wer wird der neue Bürgermeister in Selters? Am Sonntag, 18. September, sind die Bürger der Verbandsgemeinde aufgerufen, an die Wahlurnen zu treten, um ihren neuen Verwaltungschef zu wählen. Der WW-Kurier stellt alle vier Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge vor. Heute: Axel Spiekermann, CDU

Axel Spiekermann, hier mit Gattin Eva und der gemeinsamen Tochter, kandidiert als Bürgermeister der VG Selters. (Fotos: Privat)

VG Selters. Wer Axel Spiekermann in seinem Haus in Herschbach besucht, wird von einem Familienmitglied besonders ausgiebig begrüßt: Hündin Bella steht ihrem Herrchen als "indirekte Wahlhilfe" ununterbrochen zur Seite. Axel Spiekermann selbst, 1973 in Frankfurt am Main geboren, lebt seit 1983 in Herschbach, weil die Familie dort mütterlicherseits verwurzelt ist. Nach Abitur und Wehrdienst erlernte er den Beruf des Bankkaufmanns und studierte im Anschluss in Mainz Lehramt für Gymnasien. Zwei Semester absolvierte er an der University of Louisville /Kentucky. Seit 2005 ist Spiekermann Lehrer am Konrad-Adenauer-Gymnasium in Westerburg. Dort unterrichtet er Englisch und Geschichte, auch bilingual. Der verheiratete Vater einer Tochter ist seit 2014 Ortsbürgermeister von Herschbach, amtiert als Kreistagsmitglied und übt zusätzlich das Amt des Beigeordneten in der VG Selters aus.

Warum Bürgermeister werden?
Die Themen, die er für die Wahl am 18. September für ausschlaggebend hält, kann Axel Spiekermann schnell festklopfen: Seinen Wahlkampf führt er unter dem Motto „Gutes bewahren, offen sein für Neues und Zusammenhalt fördern“. Großen Wert legt Spiekermann auf die Förderung des Ehrenamtes, damit verbunden eine größere Wertschätzung der Vereine, die alle in irgendeiner Form auch dem gesellschaftlichen Zusammenhalt und der Demokratie dienen. Er möchte arrangieren, dass sich vielleicht alle ein bis zwei Jahre sämtliche Vereine aus der VG Selters treffen, um sich auszutauschen und nach einer besseren Vernetzung und Wirksamkeit zu suchen. Um dieses Vorhaben zu unterstützen, möchte Spiekermann auf der Homepage der VG Selters eine spezielle Seite einrichten, auf der sich alle Vereine aus der VG darstellen können. Die Rettungsdienste in der VG, wie die Feuerwehren und das DRK, werden weiterhin im Rahmen der Möglichkeiten bestmöglich gefördert. Vereine sollen Unterstützung auch bei Weiterbildungsmöglichkeiten erhalten, um neue Aktive für Vorstandsämter leichter gewinnen zu können.

Axel Spiekermann weiter: „Wir haben zwar in der VG ein Jugend- und Seniorentaxi, jedoch sind Menschen mit Beeinträchtigungen körperlicher Art in diesen Taxen zum Teil nicht transportfähig. Darum möchte ich auf jeden Fall ausloten, wie es mit der Anschaffung eines Rollstuhltaxis oder der Einführung eines Bürgerbusses aussehen könnte“.



4000 Haustürbesuche angepeilt
Auf die Frage, wie es denn mit den angekündigten 1.000 Haustürbesuchen in der Verbandsgemeinde aussehen würde, antwortete der Kandidat lachend: „Bei großer Sommerhitze komme ich doch häufig ins Schwitzen, aber die Gespräche mit den Bürgern gleichen vieles aus. Da ich einen Schrittzähler mit mir trage, kann ich sagen, dass ich schon über 125.000 Schritte gelaufen und dabei an 3.200 Türen gewesen bin. Ich habe mir zwischenzeitlich zum Ziel gesetzt, dass ich auf jeden Fall 4.000 Türen schaffe."

Sollte Axel Spiekermann zum Bürgermeister der VG Selters gewählt werden, möchte er auf jeden Fall bis zur offiziellen Amtseinführung am 15. März 2023 in der VG Selters in den verschiedenen Abteilungen hospitieren. Für den Fall der Amtsübernahme sagt er als ehemaliges Personalratsmitglied zu, den Mitarbeitern gegenüber die nötige Wertschätzung aufzubringen und für Anliegen immer ein offenes Ohr haben zu haben.

„Wenn ich gewählt werde, möchte ich für eine ausgewogene Balance zwischen Ökologie und Ökonomie sorgen. Weiterhin stehen ganz oben auf der Agenda die Verbesserungen der Digitalisierung, die Abschaffung der noch häufig vorhandenen Funklöcher und die Stärkung der Demokratie, das heißt, auch die Sorgen der sogenannten 'kleinen Leute' ernst zu nehmen und zum Beispiel Schulklassen in die Verwaltung einzuladen. Zudem würde ich eine regelmäßige digitale oder persönliche Sprechstunde einrichten, in der Bürger ihre Anliegen vorbringen könnten“, so argumentiert Spiekermann weiter.

Anfang September plant Axel Spiekermann eine Fahrradtour durch die VG Selters durchzuführen, der genaue Zeitpunkt und wo der Start stattfindet, stehen aber noch nicht fest. (Wolfgang Rabsch)


Lesen Sie auch:
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