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Pressemitteilung vom 15.08.2022    

Windkraft auf der Montabaurer Höhe: BUND Westerwald hält Untersuchung für sinnvoll

Kommen Windkraftanlagen auf die Montabaurer Höhe? Zu der erneuten Diskussion hat der BUND Westerwald in einer Pressemitteilung einige Punkte zusammengestellt. Zur Debatte steteh bis zu zehn moderne Windräder. Fazit: Der BUND will anregen, zu prüfen, ob eine Genehmigung möglich wäre.

Kommen Windräder auf die Montabaurer Höhe? (Symbolfoto)

Montabaur. Zunächst sei festzustellen, dass das Gebiet in der Kernzone des Naturparks Nassau liegt und dort Windräder grundsätzlich verboten sind. Aber nach dem neuen Landesentwicklungsplan sind Ausnahmen möglich. Die an der Fläche beteiligten Kommunen könnten über ihre Bauleitplanung versuchen, diese Ausnahmen zu erreichen, weil wichtige Gründe für Windräder auf der Montabaurer Höhe sprechen: Da ist zuerst die Höhenlage von bis über 500 Metern , auf der man mit wenig Windrädern fast doppelt soviel Strom erzeugen kann wie in weniger guten Lagen. Die riesigen Kahlflächen ermöglichen Windräder, ohne dass Bäume dafür gefällt werden müssen und wenn wieder Wald wächst, kann man die Windräder rückstandslos abbauen. Für den Klimaschutz können Windräder an dieser Stelle einen enormen Beitrag leisten.

Geht man von zehn modernen Windrädern aus, lassen sich etwa 180 Mio. kWh im Jahr oder für Strom für rund 60.000 Haushalte Strom erzeugen. In einem reinen Gaskraftwerk müssten dazu 36 Mio. Kubikmeter Gas verbrannt werden, wobei 72 000 Tonnen CO2 im Jahr entstehen. Die größte Vermeidung des Klimagases CO2 in Kommunen bringt also die Errichtung von Windrädern.

Daneben können die einzunehmenden Pachten für Klimaschutzprojekte in den Kommunen verwendet werden. Sie dürften bei 1,5 bis 2 Mio Euro im Jahr für zehn Windräder liegen. Beim Bau von Windrädern werden immer ökologisch wertvolle Ausgleichsmaßnahmen notwendig, die den Naturhaushalt verbessern. Inwiefern die Trinkwasserversorgung beeinträchtigt werden könnte, müsste eine Fachplanung feststellen. Es gibt allerdings Windräder ohne Ölschmierung, die in Trinkwasserzonen errichtet werden dürfen.



Nach den neuesten Bundesgesetzen wird in Rheinland-Pfalz die Ausweisung von 2,2 Prozent der Landesfläche als Vorranggebiete für Windkraft gefordert. Denkbar sei laut BUND, dass die Kommunen über ihre Bauleitplanung selbst die geeigneten Flächen aussuchen. Da die Flächen meistens der öffentlichen Hand oder den Kommunen gehören, bestände die vom BUND immer angestrebte Möglichkeit, die Windparks von den Westerwäldern über eine Energiegenossenschaft zu bauen und zu betreiben. Ein Musterprojekt für Klima-und Naturschutz und Bürgerbeteiligung könnte entstehen. Deshalb regt der BUND an zu prüfen, ob eine Genehmigung möglich ist.

(Pressemitteilung BUND Westerwald)


Lokales: Montabaur & Umgebung
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