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Nachricht vom 25.07.2022    

"Serenadenabend" mit Pep und Pop begeisterte in "Wäirehohn" (Weidenhahn)

Von Wolfgang Rabsch

Wenn man zugrunde legt, dass in Weidenhahn nur etwa 600 Einwohner leben, dann hat der Musikverein Weidenhahn (MVW) bei seinem "Serenadenabend" mindestens ein Drittel in den Kirchgarten gezogen. Dorthin hatten die Musikanten die Dorfgemeinschaft eingeladen, um guter Musik zu lauschen, aber auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommen zu lassen.

Fotos: W. Rabsch

Weidenhahn. Der Kirchgarten ist für eine solche Veranstaltung geradezu prädestiniert, da der Blätterwald der Bäume einen hervorragenden Schutz vor den gleißenden Sonnenstrahlen bot. Bei sommerlichen Temperaturen, haben trotzdem über 200 Besucher das Konzert aufgesucht. Vorab kann gesagt werden, dass niemand sein Kommen zu bereuen brauchte, da der Musikverein ein ausgesprochen abwechslungsreiches, hochkarätiges Programm anzubieten hatte.

Noch vor zwei Jahrzehnten war es gang und gäbe, dass ein Musikverein bei einem Konzert dem Grunde nach nur Blasmusik spielte, im Volksmund auch "Dicke- Backen- Musik" genannt spielte. Das war Tradition gewesen, so wurde es immer gemacht. Darum tat man sich auch mit Neuerungen sehr schwer. doch im Laufe der Zeit erkannten viele Musikvereine, vor allen Dingen auch die Dirigenten, das ist kein Teufelszeug ist, wenn im Programm auch moderne Titel aufgenommen werden. Das Problem lag auf der Hand, weil sich viele junge Musiker den Vereinen abgewandt hatten. Sie fühlten ihre Generation nicht mehr ausreichend vertreten. Gefahr erkannt - Gefahr gebannt. Vorstände und Dirigenten der Musikvereine reagierten auf die neue Situation, und nahmen im Laufe der Zeit immer mehr moderne Musik in ihr Repertoire auf.

Auch der Musikverein in Weidenhahn verschloss sich nicht den Veränderungen, und hatte mit Dominik Misterek den richtigen Mann auf dem Dirigentenpult zu stehen, der den neuen Stil vorantrieb. Entsprechend war das Programm bei dem "Serenadenabend" äußerst vielfältig gestaltet, so dass jede Musikrichtung, und jeder Musikgeschmack berücksichtigt wurden. Klassische Blasmusik, Polka und Märsche, Musical, Pop-Hits, Schlager und sogar Opern durfte das begeisterte Publikum genießen.

Um die ganze Bandbreite des Konzerts zu beschreiben, werden an dieser Stelle einige Titel vorgestellt: "Nessun Dorma" aus der Oper "Turandot" von Giacomo Puccini, "Ich gehöre nur mir", aus dem Musical Elisabeth, sowie Hit-Mixe von Herbert Grönemeyer mit "Männer, Mensch und Flugzeuge in meinem Bauch"; von Simon & Garfunkel mit den Superhits "Sounds of Silence", "Bridge over troubled water" und "Mrs. Robinson". Zwischendurch brachte der "Westerwald-Marsch" das Blut der Besucher in Wallung, weil die Nationalhymne des Westerwaldes zum Klatschen und Mitsingen animierte. Auch dem unvergessenen Big- Band- Leader James Last wurde Ehre erwiesen, indem ein Potpourri seine größten Hits vorgestellt wurde. An die größten Hits von Adele, Coldplay, und Robbie Williams wagten sich die Musikanten aus Weidenhahn ebenfalls heran, mit großem Erfolg, wie man am starken Beifall ablesen konnte. Normalerweise ist es undenkbar, dass bei einem Konzert eines Musikvereins Titel wie "Surprise" (Robbie Williams), "Rolling in the Deep (Adele)", oder "Viva la vida" (Coldplay) zu hören sind.




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Es war zu beobachten, dass einige der älteren Zuschauer, mit dem neuen Sound sich erst anfreunden mussten, doch als der Bann gebrochen war, wurde kräftig mitgeklatscht. Einige deutsche Hits und Schlager wurden von der Musikantentruppe interpretiert, so zum Beispiel bei der Reminiszenz an die 80er Jahre. Als vor allen Dingen die Neue Deutsche Welle (NDW) die Charts beherrschte. Kleine Auswahl gefällig? "Skandal im Sperrbezirk" (Spider Murphy Gang), "Rock me Amadeus" (Falco), und "Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein" (Münchener Freiheit).

Dann waren wieder die Freunde der traditionellen Blasmusik hellauf begeistert, als der MVW von Ernst Mosch und seinen Egerländern "Ein Abend am Meer" und "Unvergesslich" zum Besten gaben. Grandiosen Schlusspunkt des Konzertes war das Rock-Opus "Music" von John Miles. n weiser Voraussicht, und auch in der Hoffnung, hatte der MVW vorgesorgt, und eine Zugabe einstudiert, die es in sich hatte. "Der Egerländer Musikantenmarsch", im Original ebenfalls von Ernst Mosch und seinen Egerländern, wurde in einer genialen Version sogar mit Gesang vorgetragen.

Über mangelnden Beifall brauchten sich die Musikanten nicht zu beschweren, denn sie hatten ihr Publikum rundum zufrieden gestellt, durften aber auch mit ihrer eigenen Leistung sehr zufrieden sein. Der "Serenadenabend" könnte sich in Weidenhahn zu einer festen Institution und Tradition etablieren.


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